Produkte zur Stärkung sozialer Eigenvorsorge
Die Förderung der Ersparnisbildung in der Bevölkerung und die Anpassung an sich verändernde Rahmenbedingungen gehören zu den zentralen Aufgaben der Sparkassen. So blickten laut Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes im Jahr 2024 trotz der geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen wieder mehr Menschen in Deutschland positiv auf ihre finanzielle Situation. Gerade bei jungen Menschen kehrte im vergangenen Jahr der Optimismus in Bezug auf ihre finanzielle Situation zurück.
Laut Vermögensbarometer sind aber nicht alle Sorgen verflogen. Gerade mit Blick auf die Rente sind viele Ältere nach Jahren relativ niedriger Zinsen und überdurchschnittlich hoher Inflation unsicher, ob ihre bisherigen Sparmaßnahmen für eine gute Absicherung im Alter ausreichen. Besonders Menschen mit geringeren Einkommen stehen bei der finanziellen Zukunftsvorsorge weiterhin unter Druck.
Die breite Mehrheit der Kundinnen und Kunden von Sparkassen sorgt durch regelmäßiges Sparen vor. Rund 329,9 Mrd. Euro (2023: 312,7 Mrd. Euro) waren im Berichtsjahr 2024 von Privatpersonen in Produkten zur Stärkung sozialer Eigenvorsorge angelegt (Spareinlagen, Eigenemissionen, Termingelder). Die Anzahl der Sparerinnen und Sparer, die monatlich einen festen oder variablen Betrag zurücklegen, ist leicht gestiegen. Insbesondere jüngere Menschen sparen regelmäßig und beschäftigen sich frühzeitig mit ihrer (Alters-) Vorsorge. Bei den älteren Generationen hingegen gibt laut Vermögensbarometer die Mehrheit an, nicht zu sparen bzw. nicht sparen zu können oder nur dann zu sparen, wenn Geld übrig ist.
Angesichts der Zinsen für die klassischen Geldanlagen nutzen private Kundinnen und Kunden der Sparkassen seit einigen Jahren vermehrt auch Fondssparpläne für die Altersvorsorge oder den langfristigen Vermögensaufbau. In Zusammenarbeit mit der DekaBank und den Landesbanken bieten Sparkassen ihren privaten Kundinnen und Kunden ein breites Spektrum an Wertpapier- (z. B. Investmentfonds) und Vorsorgeprodukten an. Je nach persönlichen Wünschen, Zielen und Risikoneigung haben diese die Möglichkeit, bereits mit Sparbeträgen ab 25 Euro monatlich langfristig Kapital aufzubauen. Dabei bieten die Sparkassen auch für den Vermögensaufbau Produkte mit Nachhaltigkeitsaspekten an. Auch diese private (Alters-)Vorsorge ergänzt das Einkommen im Rentenalter und verringert die Rentenlücke.
So haben höhere Reallöhne sowie Konsumzurückhaltung im Jahr 2024 zusammen dazu geführt, dass die Privatkundinnen und -kunden der Sparkassen zusätzliches Vermögen in Höhe von 37,4 Mrd. Euro gebildet haben und damit rund dreimal so viel wie im Jahr zuvor.
*Das Programm „ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge“ ist ein Nachfolgeprogramm von „ERP-Kapital für Gründung“, das seit dem 01.01.2023 ausgesetzt wurde. Daher liegen hier keine Vorjahreszahlen vor.
Kompetenter und verlässlicher Partner für Gründerinnen und Gründer
Die Förderung von Unternehmensgründungen gehört zu den wichtigen Aufgaben der Sparkassen-Finanzgruppe. Dadurch leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur regionalen Wirtschaftsentwicklung und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in den Regionen. Dabei setzen Sparkassen sowohl eigene Mittel als auch Refinanzierungen durch Förderbanken des Bundes und der Länder ein.
2024 hat die Sparkassen-Finanzgruppe mit Geldmitteln aus KfW-Förderprogrammen insgesamt 2.903 (2023: 2.879) Existenzgründungen finanziert. Die bereitgestellten Kredite belaufen sich auf 513,0 Millionen Euro (2023: 537,6 Millionen Euro).
Insgesamt finanzierten Sparkassen unter Berücksichtigung weiterer Fördermittel und von Eigenmitteln 8.940 (2023: 7.160) Existenzgründungen mit einem Volumen von 1.436,2 Millionen Euro (2023: 1.217,6 Millionen Euro). Von der Gesamtzahl der Existenzgründungen entfielen 5.807 auf Neugründungen und 2.286 auf Übernahmen bestehender Unternehmen. Durch die finanzierten Vorhaben wurden rund 20.480 Arbeitsplätze geschaffen bzw. erhalten.
Zum 11.12.2024 ist mit dem „ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge“ die Lücke geschlossen worden, die seit dem 01.01.2023 mit der Einstellung des KfW-Produktes „ERP-Kaptial für Gründer“ aufgegangen war.
Finanzpartner für Kommunen und kommunale Unternehmen
Unter den Fremdmitteln für Gemeinden ist der Kredit das bevorzugte Mittel. Die Sparkassen-Finanzgruppe stellte in 2024 rund 77,8 Milliarden Euro des Gesamtvolumens von 172,2 Milliarden Euro für die Gemeinden (inklusive Zweckverbände) zur Verfügung. Davon entfielen 43,6 Milliarden Euro auf die Landesbanken, rund 34,2 Milliarden Euro stellten die Sparkassen bereit. Sparkassen und Landesbanken verfügen zusammen per Ende 2024 über einen Marktanteil von 45,2 % (Sparkassen 19,9 %, Landesbanken 25,3 %).