Produkte zur Stärkung sozialer Eigenvorsorge
Die Förderung der Ersparnisbildung in der Bevölkerung und die Anpassung an sich verändernde Rahmen-bedingungen gehören zu den zentralen Aufgaben der Sparkassen. So blickten laut Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes im Jahr 2025 trotz der geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen wieder mehr Menschen in Deutschland positiv auf ihre finanzielle Situation. Gerade bei jüngeren Menschen kehrte im vergangenen Jahr der Optimismus in Bezug auf ihre finanzielle Situation zurück.
Auch mit Blick auf die Rente entwickelte sich die Stimmung laut Vermögensbarometer 2025 positiver. Der Anteil der Befragten, die Sorge haben, dass das Geld im Alter nicht reichen könnte, ist gesunken, liegt aber weiterhin bei 30 Prozent. Weitere 25 Prozent sind sich nicht sicher, ob sie mit den geplanten oder bereits umgesetzten Maßnahmen im Alter gut leben können.
Die breite Mehrheit der Kundinnen und Kunden von Sparkassen sorgt durch regelmäßiges Sparen vor. Rund 316,3 Mrd. Euro (2024: 329,9 Mrd. Euro) waren im Berichtsjahr 2025 von Privatpersonen in Produkten zur Stärkung sozialer Eigenvorsorge angelegt (Spareinlagen, Eigenemissionen, Termingelder). Die Anzahl der Sparerinnen und Sparer, die monatlich einen festen oder variablen Betrag zurücklegen, ist leicht gestiegen. Insbesondere jüngere Menschen finden es sinnvoll, regelmäßig Geld zurückzulegen. Die Gruppe der Nicht-Sparenden ist kleiner geworden (15 Prozent), während die Zahl der Menschen, die nur dann sparen, wenn Geld übrig ist, mit 30 Prozent stabil geblieben ist.
Angesichts der Zinsen für die klassischen Geldanlagen nutzen private Kundinnen und Kunden der Sparkassen seit einigen Jahren vermehrt auch Fondssparpläne für die Altersvorsorge oder den langfristigen Vermögensaufbau. In Zusammenarbeit mit der DekaBank und den Landesbanken bieten Sparkassen ihren privaten Kundinnen und Kunden ein breites Spektrum an Wertpapier- (z. B. Investmentfonds) und Vorsorgeprodukten an.
Je nach persönlichen Wünschen, Zielen und Risikoneigung können Kundinnen und Kunden bei bestimmten Produkten bereits mit Sparbeträgen ab 25 Euro monatlich langfristig Kapital aufbauen. Für den Vermögensaufbau bieten Sparkassen auch Produkte an, bei denen nach Maßgabe der jeweiligen Produktunterlagen Nachhaltigkeitsmerkmale berücksichtigt werden. Die private Altersvorsorge kann das Einkommen im Rentenalter ergänzen und dazu beitragen, eine mögliche Rentenlücke zu verringern.
So haben unter anderem höhere Reallöhne sowie Konsumzurückhaltung im Jahr 2025 dazu beigetragen, dass die Privatkundinnen und -kunden der Sparkassen zusätzliches Vermögen in Höhe von 41,4 Mrd. Euro gebildet haben.
*Das Programm „ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge“ ist zum 11.12.2024 eingeführt worden, als Nachfolgeprogramm von „ERP-Kapital für Gründung“, das seit dem 01.01.2023 ausgesetzt wurde.
Kompetenter und verlässlicher Partner für Gründerinnen und Gründer
Die Förderung von Unternehmensgründungen – insbesondere auch in schwierigen Zeiten – gehört zu den wichtigen Aufgaben der Sparkassen-Finanzgruppe. Dadurch leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur regionalen Wirtschaftsentwicklung und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in den Regionen. Dabei setzen Sparkassen sowohl eigene Mittel als auch Refinanzierungen durch Förderbanken des Bundes und der Länder ein.
2025 hat die Sparkassen-Finanzgruppe mit Geldmitteln aus KfW-Förderprogrammen insgesamt 3.404 Existenzgründungen finanziert (2024: 2.903). Die bereitgestellten Kredite belaufen sich auf 556,0 Millionen Euro (2024: 513,0 Millionen Euro).
Insgesamt finanzierten Sparkassen unter Berücksichtigung weiterer Fördermittel und von Eigenmitteln 8.720 Existenzgründungen (2024: 8.940) mit einem Volumen von 1.463,0 Millionen Euro (2024: 1.436,2 Millionen Euro). Von der Gesamtzahl der Existenzgründungen entfielen 5.975 auf Neugründungen (2024: 5.807) und 2.019 auf Übernahmen bestehender Unternehmen (2024: 2.286). Durch die finanzierten Vorhaben wurden rund 20.540 Arbeitsplätze (2024: 20.480) geschaffen bzw. erhalten.
Finanzpartner für Kommunen und kommunale Unternehmen
Unter den Fremdmitteln für Gemeinden ist der Kredit das bevorzugte Mittel. Die Sparkassen-Finanzgruppe stellte in 2025 rund 89,4 Milliarden Euro (2024: 77,8 Mrd. Euro) des Gesamtvolumens von 194,1 Milliarden Euro (2024: 172,2 Mrd. Euro) für die Gemeinden (inklusive Zweckverbände) zur Verfügung. Davon entfielen 47,8 Milliarden Euro (2024: 43,6 Mrd. Euro) auf die Landesbanken, rund 41,6 Milliarden Euro (2024: 34,2 Mrd. Euro) stellten die Sparkassen bereit. Sparkassen und Landesbanken verfügen zusammen per Ende 2025 über einen Marktanteil von 46,0 % (Sparkassen 21,4 %, Landesbanken 24,6 %).