In 2024 wurde zum ersten Mal die 1,5-Grad-Grenze der Erderwärmung überschritten und damit das Pariser Klimaziel verfehlt. Der Handlungsbedarf ist größer denn je. Dennoch ist der Klimawandel durch die multiplen Krisen und geopolitischen Umwälzungen der letzten Jahre im Bewusstsein vieler Menschen in den Hintergrund getreten. Umso wichtiger ist es, das Thema sukzessive in den Bildungsinstitutionen zu verankern. Denn das Wissen und Verständnis für die Zusammenhänge sind eine wichtige Grundlage für entsprechendes Handeln.
Die Bayerische Sparkassenstiftung setzt in diesem Bereich gleich zwei richtungsweisende Projekte, die den Klimawandel für Schülerinnen und Schüler greifbar und begreifbar machen, um. Eines davon ist der Klimakoffer der Ludwig-Maximilians-Universität München, gefördert mit 890.000 Euro. Der Koffer beinhaltet Aufbauten und Materialien für zwölf Experimente, welche Schülerinnen und Schülern die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge des Klimawandels anschaulich erklären – vom Albedo-Effekt über die Versauerung der Meere bis zu der Bedeutung von Kipppunkten im System. Das Projekt wurde von der Astrophysikerin Dr. Cecilia Scorza-Lesch und ihrem Mann, dem Astrophysiker und TV-Moderator Prof. Harald Lesch, ins Leben gerufen, die mit ihrem Koffer nicht nur ein Bewusstsein für den Klimawandel schaffen, sondern im Idealfall auch noch die Begeisterung für MINT-Fächer wecken wollen.