Der Kreis Heinsberg ist auf dem Weg zu einer Energie- und Klimaschutzregion in den vergangenen Jahren deutlich vorangekommen. Ziel ist es dabei, langfristig auf der Grundlage eines integrierten Klimaschutzkonzeptes kreisweit Projekte zu entwickeln und Entscheidungsprozesse zu koordinieren. Als Kreissparkasse Heinsberg verfügen wir über umfassende Kompetenz bei der Finanzierung von erneuerbaren Energieanlagen. Gemeinsam mit den Akteuren aus der Region haben wir seit 2009 eine Vielzahl verschiedener Projekte, unter anderem im Bereich Fotovoltaik und Windkraft, finanziert, bei denen wir auch Investitionsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis geschaffen haben.
Nachhaltige Kredite
Finanzpartner für mehr Klimaschutz in der Region
| P3 | Kredite für ökologische Zwecke |
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Energieunabhängigkeit ist ein wesentlicher Schlüssel für den Erhalt des Wohlstands in Deutschland und in Europa. Die Kriege in der Ukraine und im Iran und die damit verbundenen Energiekrisen haben deutlich gemacht, wie eng Klimaschutz und wirtschaftliche Stabilität miteinander verwoben sind. Die Umstellung unserer Energieversorgung auf erneuerbare Energien und die parallele Senkung des Energieverbrauchs schützen unsere industrielle Basis und die damit verbundenen Arbeitsplätze.
Nach wie vor stellt der nachhaltige Umbau der Wirtschaft unsere Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Die Transformation zu einer ökologisch und sozial verträglichen Wirtschaftsweise erfordert das wahrscheinlich größte Investitionsprogramm dieser Dekade. Wir verstehen es daher als wichtigen Teil unseres öffentlichen und gesellschaftlichen Auftrags, die Transformation hin zu einer CO2-neutralen, unabhängigen und krisensicheren Kreislaufwirtschaft zu begleiten. Für unsere gewerblichen wie für unsere privaten Kundinnen und Kunden stellen wir als Sparkassen die dazu passenden Produkte und Lösungen bereit. Insgesamt reichten die Sparkassen im Berichtsjahr 2025 über Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) Förderkredite in Höhe von 11.324,7 Millionen Euro (2024: 6.584,6 Millionen Euro) zur Finanzierung von Vorhaben in den Bereichen Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz sowie erneuerbare Energien aus. Der massive Anstieg des Fördervolumens lässt sich insbesondere auf das Programm „Erneuerbare Energien – Standard“ zurückführen. Aufgrund seines breiten Anwendungsbereichs, der technologieoffenen Ausgestaltung und der im Vergleich zu anderen Förderprogrammen attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten entwickelte sich das Programm auch 2025 zu einem der volumenstärksten Förderangebote im Bereich der ökologischen Transformation.
Die energetische Modernisierung, die Senkung der Emissionen in privaten und gewerblichen Gebäuden sowie die CO2-Reduzierung im Bereich der produzierenden Unternehmen fördern wir als Sparkasse aktiv im Sinne unserer Kundinnen und Kunden und zum Wohle der Gemeinschaft. Aus Förderprogrammen der KfW und LR vergaben die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe 2025 Förderkredite in Höhe von 6.897,9 Millionen Euro (2024: 6.544,1 Millionen Euro) für die Finanzierung von Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz.
Trotz des in 2025 hohen EU-Referenzzinssatzes ist das Förderniveau gestiegen. Mit insgesamt 23.668 geförderten Projekten liegt die Zahl der Vorhaben über dem Niveau von 2024 (13.691 Projekte). Bei Energie- und Umweltfinanzierungen tragen die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe für Förderkredite der KfW und der LR weiterhin das volle Ausfallrisiko.
Trotz der hohen Belastungen treiben viele mittelständische Unternehmen den Umbau in Richtung einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise engagiert voran. Sie sehen darin auch die Chance, ihre Vorreiterrolle in den europäischen und internationalen Märkten auszubauen und einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele zu leisten. Als Finanzpartner beraten wir unsere mittelständischen Kundinnen und Kunden zu diesen wesentlichen Zukunftsfragen im Bereich der Unternehmensfinanzierung. Ein wichtiger Baustein sind dabei ökologische Förderprogramme. Hierzu zählt beispielsweise das Förderprogramm „Klimaschutzoffensive für Unternehmen“ der KfW, das sich als zinsgünstiges Darlehen für Investitionen in Maßnahmen zur Verringerung, zur Vermeidung und zum Abbau von Treibhausgasemissionen an technische Kriterien der EU-Taxonomie für nachhaltiges Wirtschaften anlehnt. Oder das Programm „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ der KfW, dessen attraktive Förderkonditionen wir als Sparkassen im Sinne unserer Kundinnen und Kunden über Förderkredite zugänglich machen. Im Berichtsjahr haben die Sparkassen insgesamt Förderkredite in Höhe von 986,1 Millionen Euro (2024: 787,0 Mio. Euro) für ökologische Investitionen von Unternehmen, darunter auch landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen der verarbeitenden Industrie, bereitgestellt.
Im Berichtsjahr 2025 hat die Sparkassen-Finanzgruppe die Transformation mittelständischer Unternehmen auch über den S-Transformationskredit mit rund 1,1 Milliarden Euro begleitet. Grundlage ist ein zentrales Finanzierungsrahmenwerk, das mehr als 200 Verwendungszwecke mit Nachhaltigkeitsbezug klassifiziert, zum Beispiel für die Investition in energieeffizientere Maschinen, in erneuerbare Energien oder in neue Produktionsprozesse.
Die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe engagierten sich auch im Berichtsjahr umfassend für das Gelingen der Energiewende und in der Erzeugung erneuerbarer Energien. Dabei ist es ihr Anliegen, private Kunden und Sparer, Verbraucher, Unternehmen und Institutionen vor Ort in die ökologische Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Region einzubeziehen. Die Mitgliedsinstitute der Sparkassen-Finanzgruppe setzen dabei sowohl eigene Mittel, teilweise aus zweckbestimmten Sparbriefen, als auch Refinanzierungsmittel aus Förderprogrammen der Förderbanken des Bundes und der Länder ein.
Nach dem deutlichen Rückgang der Fördermittelkreditvergabe im Bereich der erneuerbaren Energien im Vorjahr entwickelte sich das Neugeschäft im Jahr 2025 wieder positiv. Zwar lagen die Finanzierungskonditionen weiterhin unter dem Einfluss des im Jahresverlauf noch vergleichsweise hohen EU-Referenzzinssatzes, dennoch konnte insbesondere das KfW-Programm „Erneuerbare Energien – Standard“ wieder an Dynamik gewinnen. Die Sparkassen-Finanzgruppe sagte im Jahr 2025 Förderkredite für erneuerbare Energien in Höhe von 4.426,8 Millionen Euro (2024: 40,5 Millionen Euro) zu. Insgesamt wurden 1.104 Vorhaben (2024: 187) finanziert. Bei Erneuerbare-Energien-Finanzierungen tragen die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe für Förderdarlehen der KfW und der LR weiterhin das volle Ausfallrisiko.
[Zuletzt keine Berichterstattung]
| P4 | Kredite für soziale Zwecke |
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Weiterhin sind hohe Investitionen in öffentliche Gebäude und Infrastrukturen notwendig. Sparkassen und die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe haben auch 2025 den Bau von Kindertagesstätten, Krankenhäusern sowie Pflege- und Altenheimen kräftig mit Kreditmitteln unterstützt. Mit Blick auf den demografischen Wandel halfen sie zudem dabei, die Barrierefreiheit in Gebäuden zu verbessern und generationengerechtes Wohnen zu erleichtern. Sie leisteten dadurch einen weiteren Beitrag bei der Angleichung der Lebensqualität zwischen ländlichen und städtischen Räumen.
Die Sparkassen-Finanzgruppe finanzierte derartige Vorhaben und Projekte mit Darlehen, die sie aus eigenen Mitteln oder über Förderbanken refinanzierte. Für den barrierefreien Umbau von Wohnraum und öffentlichen Einrichtungen, für Investitionen kommunaler und sozialer Unternehmen sowie für ländliche Entwicklung stellte die Sparkassen-Finanzgruppe 2025 ein weiteres Mal Förderkredite aus Darlehensprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) in Höhe von 880,0 Millionen Euro (2024: 63,1 Millionen Euro) bereit. 736 (2024: 580) Vorhaben konnten damit gefördert werden. Der Anstieg von Förderkrediten an kommunale und soziale öffentliche Einrichtungen lässt sich hauptsächlich auf die hohe Inanspruchnahme des IKU-Investitionskredites zurückführen.
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt macht weiter große Anstrengungen im Wohnungsbau notwendig. Angesichts steigender Mieten und des Mangels an bezahlbarem Wohnraum ist der Wohnungsbau eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung. Förderkredite stellen dabei ein wesentliches Instrument dar, um neue Bauprojekte zu realisieren und den Wohnungsmarkt zu entlasten. Die Sparkassen-Finanzgruppe spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Im Jahr 2025 konnte sie die Vergabe von Förderkrediten mit insgesamt 22.822 Krediten und einem Volumen von 2.252,1 Millionen Euro (2024: 2.233,1 Millionen Euro) stabil halten.