Eine Betonfläche mit Rissen, durch die Pflanzen wachsen.

Anpassung an den Klimawandel

Wettbewerb zur Flächenentsiegelung

Die Versiegelung von Böden in Deutschland nimmt weiter zu. Laut Umweltbundesamt sind in den letzten 30 Jahren durch Bebauung, Beton, Asphalt oder andere Befestigungen 5.594 Quadratkilometer neu versiegelt worden – eine Fläche mehr als doppelt so groß wie das Saarland.

Doch gerade vor dem Hintergrund der infolge des Klimawandels immer häufiger auftretenden Extremwetterereignisse ist die stärkere Entsiegelung von Flächen das Gebot der Stunde. Denn entsiegelte Flächen haben große Vorteile: Der Boden kann bei Starkregen wie ein Schwamm Wasser aufnehmen und speichern, das dann in Trockenzeiten Dürreeffekte abmildert. Grünflächen kühlen durch Verdunstung, binden CO₂, verbessern das Mikroklima, schaffen Lebensräume für Pflanzen und Tiere und steigern besonders in städtischen Gebieten die Wohn- und Lebensqualität der Bevölkerung.

Bodenluft – Steine raus. Natur rein.

Seit 2025 setzt der Provinzial Konzern mit einem Wettbewerb zur Flächenentsiegelung ein praktisches Zeichen. Unter dem Motto „Bodenluft – Steine raus. Natur rein.“ ruft die Initiative Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Unternehmen dazu auf, versiegelte Flächen aufzubrechen und wieder zu begrünen. Teilnehmende entfernen Steine von nicht öffentlichen Flächen wie Gärten, Einfahrten und Höfen und reichen Vorher-nachher-Fotos ein. Prämiert werden dabei nicht nur die größten entsiegelten Flächen, sondern auch besonders kreative Lösungen.

Ziel des ganzjährigen Wettbewerbs ist es, einfache, lokal umsetzbare Maßnahmen sichtbar zu machen und so das Bewusstsein für die Bedeutung von Entsiegelung zu stärken. „In Deutschland sind etwa 45 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen versiegelt – ein Zustand, den wir als Provinzial durch unseren Wettbewerb verändern möchten“, erklärt Dr. Dietmar Schölisch, Bereichsleiter Investor Relations & Nachhaltigkeit.

Dass auch Städte wie Detmold, Münster, Düsseldorf und Kiel die Aktion unterstützen, freut den Vorstandsvorsitzenden des Provinzial Konzerns, Dr. Wolfgang Breuer, besonders. „Diese Städte setzen sich nachhaltig für einen umweltbewussten Stadtraum ein und bieten den Bürgerinnen und Bürgern in ihrem Einflussbereich die Möglichkeit zur aktiven Teilnahme und Unterstützung bei unserem Wettbewerb – ganz nach dem Motto: gemeinsam für die gute Sache.“