Die Versiegelung von Böden in Deutschland nimmt weiter zu. Laut Umweltbundesamt sind in den letzten 30 Jahren durch Bebauung, Beton, Asphalt oder andere Befestigungen 5.594 Quadratkilometer neu versiegelt worden – eine Fläche mehr als doppelt so groß wie das Saarland.
Doch gerade vor dem Hintergrund der infolge des Klimawandels immer häufiger auftretenden Extremwetterereignisse ist die stärkere Entsiegelung von Flächen das Gebot der Stunde. Denn entsiegelte Flächen haben große Vorteile: Der Boden kann bei Starkregen wie ein Schwamm Wasser aufnehmen und speichern, das dann in Trockenzeiten Dürreeffekte abmildert. Grünflächen kühlen durch Verdunstung, binden CO₂, verbessern das Mikroklima, schaffen Lebensräume für Pflanzen und Tiere und steigern besonders in städtischen Gebieten die Wohn- und Lebensqualität der Bevölkerung.