Junge Schülerinnen und Schüler arbeiten in einem Schulgarten zwischen Beeten und Pflanzen.

Umweltpädagogik

Schulgärten als Lernorte für Nachhaltigkeit und Biodiversität

Ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit entsteht oft aus unmittelbar gemachten Erfahrungen mit Natur und Umwelt. Allerdings ist es für viele Kinder heute nicht mehr selbstverständlich, das Wachsen und Gedeihen von Pflanzen und Tieren selbst zu beobachten. Viele Sparkassen fördern daher umweltpädagogische Projekte, bei denen Kinder und Jugendliche die Natur hautnah erleben und im praktischen Umgang kennenlernen können.

Ein Beispiel dafür sind Schulgärten. Sie bieten vielen Schülerinnen und Schülern einen Zugang zur Natur. Hier können sie erleben, wie sich Pflanzen und Tiere mit- und nebeneinander entwickeln. Und sie können selbst aktiv mitarbeiten und mitgestalten. Das gemeinschaftliche Gärtnern im Schulgarten schafft kleine Erfolgserlebnisse und zeigt ganz unmittelbar, wie der Mensch an biologischen Prozessen mitwirkt.

40 Jahre Schulgarten-Wettbewerb in Forchheim

Im bayerischen Landkreis Forchheim haben Schulgärten einen hohen Stellenwert. Das wird noch verstärkt durch den seit 1986 jährlich stattfindenden Schulgarten-Wettbewerb, der vom Staatlichen Schulamt und der Sparkasse Forchheim mit Preisgeldern in Höhe von 10.000 Euro gefördert wird. Das Preisgeld fließt in die Weiterentwicklung der Schulgärten und unterstützt neue Projekte, die das kreative Potenzial der Schülerinnen und Schüler weiter fördern. So bleiben die Gärten lebendige Lernräume, in denen sie ihre Ideen verwirklichen, praktische Erfahrungen im Umgang mit der Natur sammeln und ein tieferes Verständnis für ökologische Zusammenhänge entwickeln können.

Tiny Forest in Sindelfingen

Doch nicht nur Obst- und Gemüsegärten eignen sich für umweltpädagogische Zwecke: An der Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen wächst und gedeiht auf 100 Quadratmetern Fläche ein sogenannter Tiny Forest. Mitinitiatorin dieses Projekts sowie weiterer Tiny-Forest-Projekte im Landkreis Böblingen ist die Kreissparkasse Böblingen sowie die Sozial- und Umweltstiftung Kreissparkasse Böblingen, deren Mitarbeitende zudem eigenhändig 300 Bäume pflanzten. Tiny Forests, auch Klein- oder Mikrowälder genannt, sind kompakte, dicht bepflanzte Waldflächen in urbanen Räumen. Das Konzept geht auf den japanischen Botaniker Akira Miyazawi zurück: Auf kleiner Fläche werden dabei heimische Bäume und Sträucher besonders eng gepflanzt. Durch die Konkurrenz entwickeln sie sich in relativ kurzer Zeit zu einem robusten Ökosystem. Die Schülerinnen und Schüler der Gottlieb-Daimler-Schule können dadurch nicht nur hautnah miterleben, wie ein kleiner Wald auf ihrem Schulgelände entsteht, sie profitieren auch von den vielfältigen Vorteilen für Mikroklima und Artenreichtum.

Nachhaltiges Denken anschaulich zu machen und im Alltag der Menschen zu verankern – das ist der Kerngedanke hinter vielen gesellschaftlichen Engagements der Sparkassen. Die Förderungen von Schul- und Kitagärten oder Tiny Forests sind dafür zwei effektive und überzeugende Beispiele.