Mobilität ist ein zentraler Aspekt jeder Nachhaltigkeitsstrategie. Vor allem die täglichen Wege zur Arbeit sind ein wichtiger Faktor. Laut Statistischem Bundesamt legen die Berufstätigen in Deutschland im Schnitt täglich 17,2 km zurück und benötigen dafür knapp 30 Minuten. Ein Viertel ist sogar rund eine Stunde unterwegs. Das eigene Auto ist dabei nach wie vor das meistgenutzte Verkehrsmittel. Rund 70 Prozent fahren regelmäßig mit dem eigenen Pkw zur Arbeit, heißt es in einer aktuellen Studie des Bundesverbandes Betriebliche Mobilität (BBM). Zugleich wünschen sich viele Menschen bessere und nachhaltigere Mobilitätsangebote. Doch laut BBM mangele es noch immer an Infrastruktur und ausreichenden Alternativen für die private und öffentliche Mobilität.
Regionale Infrastruktur
Bessere Mobilität in der Fläche
Emissionsarme Dienstfahrten
Viele Sparkassen sind deshalb dabei, ihre Dienstflotten auf elektrische Fahrzeuge umzurüsten. So zum Beispiel die Sparkasse Leipzig, deren großes Geschäftsgebiet sowohl urbane als auch ländliche Räume umfasst. Sie stellt Mitarbeitenden für Dienstfahrten zwei Elektrofahrzeuge zur Verfügung, die vom lokalen Carsharing-Anbieter teilAuto kommen. Das Leipziger Unternehmen bezieht Strom aus erneuerbaren Energien. „Damit verringern wir sukzessive unsere Emissionen“, sagt Sparkassen-Nachhaltigkeitsmanager Sebastian Rast.
Elektrische Vans für Vereinsfahrten
Einen Schritt weiter geht die Sparkasse Westholstein. Für ein Jahr bietet sie dort Gemeinden aus den zwei Landkreisen des Geschäftsgebiets die kostenfreie Nutzung je eines E-Kleinbusses mit acht Sitzplätzen an. Das Konzept wendet sich in diesem Fall nicht an Mitarbeitende, sondern an örtliche Vereine und Einrichtungen. Ihnen soll mit diesem Angebot die Möglichkeit gegeben werden, an der elektrischen Mobilität teilzuhaben. Die ersten beiden Gemeinden, in denen das Konzept angeboten wurde, waren Meldorf in Dithmarschen und Kellinghusen in Steinburg. Die Kommunen übernehmen bei diesem Gemeinschaftsprojekt jeweils die Ladekosten am Abstellplatz und koordinieren die Ausleihen. Die Resonanz war in beiden Orten ausgesprochen positiv, urteilt die Sparkasse. Eine Ausweitung ist geplant.
E-Busse für den ÖPNV
Mithilfe ihrer Verbundpartner setzen Sparkassen aber auch mit größeren Projekten wichtige Impulse, zum Beispiel, wenn es um einen leistungsfähigen, energieeffizienten ÖPNV geht: In Lübeck gelang es mithilfe der Deutschen Leasing und der Sparkasse zu Lübeck, ein maßgeschneidertes Finanzierungskonzept zu entwickeln, mit dem die Stadtwerke Lübeck Mobil (SLM) ihre Fahrzeugflotte auf E-Busse umrüsten können. Das auf fünf Jahre angelegte Projekt hat ein Investitionsvolumen von insgesamt 66 Millionen Euro. Die Aufgabenstellung ist komplex, denn es geht nicht nur um den Erwerb der Busse selbst, sondern um den Aufbau der zugehörigen Ladeinfrastruktur und technischen Anlagen. Für Investitionen dieses Umfangs benötigen die Kommunen zuverlässige Partner, um die Weichenstellung in Richtung einer emissionsärmeren mobilen Zukunft zu ermöglichen.
Ob ÖPNV, Dienstfahrten oder die Unterstützung für Vereinsfahrten – die Sparkassen und ihre Verbundpartner helfen mit unterschiedlichen Ansätzen dabei, die Transformation der Mobilität weiter voranzubringen und an den Alltagsbedürfnissen der Menschen auszurichten.