In wirtschaftlich schwierigen Zeiten – mit multiplen Krisen und vielen geopolitischen Spannungen – braucht es mehr denn je neue Ideen. Innovationen, die Zukunftsmärkte erschließen, die lokale Wertschöpfung sichern, Arbeitsplätze schaffen und die Transformation hin zu einer ressourcenschonenderen Wirtschaftsweise ermöglichen. Doch gerade in Deutschland gibt es hier im internationalen Vergleich Nachholbedarf. Während in Ländern wie den USA oder Großbritannien sehr viel mehr privates Kapital in junge Unternehmen fließt, hinkt der deutsche Markt für Venture Capital den aktuellen Entwicklungen hinterher. Es braucht daher deutlich größere Anstrengungen auf unterschiedlichen Ebenen, national wie lokal, damit die guten Ideen nicht ins Ausland abwandern, sondern hier bei uns zur Marktreife kommen.
Start-ups
Gründungen gegen die Krise
Bundesweite WIN-Initiative
Die Sparkassen-Finanzgruppe – als Marktführerin in Deutschland und mit ihren regional verwurzelten Instituten – spielt dabei eine herausgehobene Rolle. So ist sie Teil der WIN-Initiative (Wachstums- und Innovationskapital für Deutschland), einem breiten Bündnis aus Bundesregierung, der KfW sowie Unternehmen und Verbänden. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Wachstums- und Innovationsfinanzierungen in Deutschland zu verbessern, Politik, Finanzwirtschaft und Unternehmen zusammenzubringen, strukturelle Hindernisse abzubauen und mehr privates Kapital für Unternehmen zu mobilisieren. Die WIN-Initiative hat dabei mehr als nur Gründungen im Blick: Auch viele mittelständische Unternehmen investieren in neue Geschäftsmodelle, Digitalisierung oder ressourcenschonende Technologien – und benötigen dafür ebenfalls Kapital. Und der erste Jahresbericht der WIN-Initiative 2025 zeigt: Die Umsetzung kommt voran. So wurden gleich im ersten Jahr rund 2,64 Milliarden Euro investiert, und damit ein wichtiger Schritt in Richtung des Ziels von 12 Milliarden bis 2030 erfolgreich absolviert.
Innovationszentren vor Ort
Auch auf regionaler Ebene setzen Sparkassen mit ihrer Nähe zum Mittelstand und den Unternehmen vor Ort immer wieder wichtige Impulse für Innovationen. Innovationszentren und HUBs an verschiedenen Standorten in Deutschland unterstützen von der Gründung über die Wachstumsphase bis zur Nachfolge. Ein aktuelles Beispiel ist Deck4 in Kassel, das seit 2025 als Treffpunkt für Gründer, Investoren und Berater eine Lücke im Start-up-Ökosystem Nordhessens schließt. Die Kasseler Sparkasse ist Gesellschafterin des gemeinnützigen Unternehmens und stellt auch die Räumlichkeiten zur Verfügung. Deck4 bietet ein strukturiertes Programm aus Mentoring, Pitch‑Events und thematischen Workshops – etwa zu Skalierung oder Investorensuche. Eine Besonderheit dieser Initiative ist der Fokus auf nachhaltige Geschäftsmodelle: Gründerinnen und Gründer erhalten Zugang zu Experten für Nachhaltigkeitsstrategien und regionalen Partnern, die bei der Umsetzung ressourcenschonender Produktions- oder Geschäftsprozesse helfen.
Von bundesweiten Netzwerken bis zu regionalen HUBs – die Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe leisten einen wichtigen Beitrag, damit Start‑ups wachsen und mittelständische Unternehmen resilient bleiben können. Sie helfen dadurch, Innovationen und wirtschaftliche Entwicklung auch in Krisenzeiten voranzutreiben und damit bestehende Arbeitsplätze langfristig zu sichern oder neue zu schaffen.