H8

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Kundenkredite (Nichtbanken) im Bestand der Sparkassen

Auf der Grundlage ihres öffentlichen bzw. gesellschaftlichen Auftrags ist es Kernaufgabe der Sparkassen, die Unternehmen, die Bevölkerung und die kommunalen Institutionen in ihrem Geschäftsgebiet mit Krediten zu versorgen.

Im Jahr 2025 hatten die Sparkassen Kundenkredite in Höhe von insgesamt 1.081 Milliarden Euro (2024: 1.061 Mrd. Euro) im Bestand, davon entfielen:

  • 27,2 Prozent bzw. 438,4 Millionen Euro auf Kredite an Privatkunden und
  • 72,8 Prozent bzw. 642,3 Millionen Euro auf Unternehmen und Selbstständige, öffentliche Haushalte und sonstige Kreditnehmer.

Sparkassen steuern ihre Aktivseite im Bewusstsein von Klima-, Umwelt- und sozialen Risiken. Sie werden das Risikomanagement für klimabedingte Risiken ausbauen und entwickeln Methoden zur Abschätzung der Klimaauswirkungen in ihren Kreditportfolios.

Aufschluss über die Verteilung des Kreditportfolios der Sparkassen auf Kundengruppen und Branchen gibt die nachfolgende Tabelle. (Etwaige Abweichungen zu den Vorjahreszahlen ergeben sich durch die veränderte Zuordnung der Berliner Sparkasse von den Landesbanken zu den Sparkassen.)
 

H8 Kreditgeschäft Nichtbanken (Sparkassen)
Sparkassen
Bestand in Mio. Euro
Anteil am
Bestand
Kredite an Unternehmen und Selbstständige nach Wirtschaftszweigen 
570.507
    52,8 %   
Land-/Forstwirtschaft, Fischerei, Aquakultur 
11.704
1,1 %   
Energie-/Wasserversorgung, Entsorgung, Bergbau und Gewinnung
von Steinen und Erden 
33.823
3,1 %   
Verarbeitendes Gewerbe 
35.854
3,3 %   
Davon: 
Chemische Industrie, Kokerei und Mineralölverarbeitung 
2.459
3,3 %   
Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren 
2.078
3,3 %   
Glasgewerbe, Herstellung von Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden 
1.296
3,3 %   
Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen 
7.014
3,3 %   
Maschinenbau; Fahrzeugbau; Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen 
7.525
3,3 %   
Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen 
3.564
3,3 %   
Holzgewerbe; Papier- und Druckgewerbe; Herstellung von Möbeln und
sonstigen Waren 
5.961
3,3 %   
Textil- und Bekleidungsgewerbe, Ledergewerbe 
781
3,3 %   
Ernährungsgewerbe; Tabakverarbeitung 
5.175
3,3 %   
Baugewerbe  
40.656
3,8 %   
Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 
37.678
3,5 %   
Verkehr und Lagerei/Nachrichtenübermittlung 
10.897
1,0 %   
Finanzierungsinstitutionen (ohne MFI) und Versicherungsunternehmen 
49.920
4,6 %   
Dienstleistungen (einschl. freier Berufe) 
349.975
32,4 %   
Davon: 
Wohnungsunternehmen 
122.699
32,4 %   
Beteiligungsgesellschaften 
19.876
32,4 %   
Sonstiges Grundstückswesen 
94.368
32,4 %   
Gastgewerbe 
13.049
32,4 %   
Information und Kommunikation, Forschung und Entwicklung, Interessenvertretungen, Verlagswesen, Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen 
55.135
32,4 %   
Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen (Unternehmen und freie Berufe) 
28.101
32,4 %   
Vermietung bewegl. Sachen 
3.170
32,4 %   
Sonstige Dienstleistungen 
13.578
32,4 %   
Nachrichtlich: Handwerkskredite 
207.546
   
Kredite an Privatpersonen 
438.435
    40,6 %   
Ratenkredite (ohne Kredite für den Wohnungsbau) 
27.519
2,6 %   
Nichtratenkredite (ohne Kredite für den Wohnungsbau) 
10.912
1,0 %   
Darunter: 
Debetsalden auf Lohn-, Gehalts-, Renten- und Pensionskonten 
2.841
1,0 %   
Kredite für den Wohnungsbau (einschl. Hypothekarkredite) 
400.004
37,0 %   
Davon: 
Hypothekarkredite auf Wohnungsgrundstücke 
262.671
37,0 %   
Sonstige Kredite für den Wohnungsbau 
137.333
37,0 %   
Kredite an öffentliche Haushalte und Sonstige Kreditnehmer 
71.788
    6,6 %   
Öffentliche Haushalte 
46.423
4,3 %   
Sonstige Kreditnehmer 
25.365
2,4 %   
Davon: 
Inländische Organisationen ohne Erwerbszweck 
6.174
2,4 %   
Ausländische Nichtbanken 
19.191
2,4 %   
Gesamt 
1.080.730

Finanzierung von Wohnungsbau und energetische Sanierung

Sparkassen nutzen ihre Stärke im Markt zur Förderung einer sozial ausbalancierten ökologischen Transformation. Sie begleiten ihre (Unternehmens-) Kundinnen und Kunden als aktive Partner bei der Umstellung auf eine ressourcenschonende Wirtschaftsweise. Sie raten ihren Kundinnen und Kunden, bei Neu- oder Umbau von Immobilien oder betrieblichen Maßnahmen in energieeffiziente Technik zu investieren und dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen. Bei Finanzierungsangeboten setzen sie aktiv öffentliche Förderprogramme ein.

Die Verringerung des Energiebedarfs von Gebäuden ist ein Schwerpunkt der deutschen Klimaschutzpolitik. Sowohl im Bereich der Wohnimmobilien als auch in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden lassen sich durch die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien sowie durch energieeffiziente Neubauten erhebliche Potenziale zur Senkung der CO2-Emissionen erschließen, die zur Abschwächung des Klimawandels beitragen.

Als führender Partner für die Finanzierung von Wohnimmobilien engagieren sich die Sparkassen für ökologisch verträgliches Wohnen. Die Sparkassen-Finanzgruppe hat im Jahr 2025 Kredite in Höhe von annähernd 5,41 Milliarden Euro für energieeffizientes Sanieren und Bauen bereitgestellt (2024: rd. 4,58 Mrd. Euro), die über Förderbanken refinanziert wurden. Nähere Angaben zum Umfang dieses Engagements finden sich im Abschnitt „Kredite für ökologische Zwecke (SPS P3)".
 

Kundenkredite (Nichtbanken) im Bestand der Landesbanken

Fünf Landesbanken sichern als Zentralbanken der Sparkassen deren Einbindung in überregionale und internationale kreditwirtschaftliche Beziehungen. Die Landesbanken hatten Ende 2025 Kundenkredite in Höhe von insgesamt rund 436,0 Milliarden Euro im Bestand (2024: 421,9 Mrd. Euro), davon entfielen:

  • 16,6 Prozent bzw. 72,5 Milliarden Euro auf Kredite an öffentliche Haushalte,
  • 47,5 Prozent bzw. 207,0 Milliarden Euro auf Kredite an Unternehmen und Selbstständige,
  • 32,7 Prozent bzw. 142,6 Milliarden Euro auf Kredite an Sonstige Kreditnehmer (inkl. ausländ. Kunden) sowie
  • 3,1 Prozent bzw. rund 13,5 Milliarden Euro auf Kredite an private Kunden.

Einige Landesbanken haben Nachhaltigkeit als strategisches Geschäftsfeld definiert und verfügen über entsprechende Mechanismen sowie Kompetenzen bei der Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken in der Kreditvergabe.

Aufschluss über die Verteilung des Kreditportfolios der Landesbanken auf Kundengruppen und Branchen gibt die nachfolgende Tabelle. (Etwaige Abweichungen zu den Vorjahreszahlen ergeben sich durch die veränderte Zuordnung der Berliner Sparkasse von den Landesbanken zu den Sparkassen.)
 

H8 Kreditgeschäft Nichtbanken (Landesbanken)
Landesbanken
Bestand in Mio. Euro
Anteil am
Bestand in Prozent
Kredite an Unternehmen und Selbstständige nach Wirtschaftszweigen 
207.025
    47,5 %   
Land-/Forstwirtschaft, Fischerei, Aquakultur 
2.306
0,5 %   
Energie-/Wasserversorgung, Entsorgung, Bergbau und Gewinnung
von Steinen und Erden 
25.341
5,8 %   
Verarbeitendes Gewerbe 
18.223
4,2 %   
Davon: 
Chemische Industrie, Kokerei und Mineralölverarbeitung 
2.730
4,2 %   
Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren 
964
4,2 %   
Glasgewerbe, Herstellung von Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden 
590
4,2 %   
Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen 
1.561
4,2 %   
Maschinenbau; Fahrzeugbau; Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen 
5.395
4,2 %   
Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen 
1.538
4,2 %   
Holzgewerbe; Papier- und Druckgewerbe; Herstellung von Möbeln und
sonstigen Waren 
1.892
4,2 %   
Textil- und Bekleidungsgewerbe, Ledergewerbe 
294
4,2 %   
Ernährungsgewerbe; Tabakverarbeitung 
3.260
4,2 %   
Baugewerbe  
3.492
0,8 %   
Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 
9.152
2,1 %   
Verkehr und Lagerei/Nachrichtenübermittlung 
7.971
1,8 %   
Finanzierungsinstitutionen (ohne MFI) und Versicherungsunternehmen 
48.959
11,2 %   
Dienstleistungen (einschl. freier Berufe) 
91.581
21,0 %   
Davon: 
Wohnungsunternehmen 
26.852
21,0 %   
Beteiligungsgesellschaften 
10.178
21,0 %   
Sonstiges Grundstückswesen 
33.888
21,0 %   
Gastgewerbe 
420
21,0 %   
Information und Kommunikation, Forschung und Entwicklung, Interessenvertretungen, Verlagswesen, Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen 
12.891
21,0 %   
Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen (Unternehmen und freie Berufe) 
4.075
21,0 %   
Vermietung bewegl. Sachen 
1.206
21,0 %   
Sonstige Dienstleistungen 
2.073
21,0 %   
Nachrichtlich: Handwerkskredite 
664
   
Kredite an Privatpersonen 
13.523
    3,1 %   
Ratenkredite (ohne Kredite für den Wohnungsbau) 
346
0,1 %   
Nichtratenkredite (ohne Kredite für den Wohnungsbau) 
1.287
0,3 %   
Darunter: 
Debetsalden auf Lohn-, Gehalts-, Renten- und Pensionskonten 
205
0,3 %   
Kredite für den Wohnungsbau (einschl. Hypothekarkredite) 
11.890
2,7 %   
Davon: 
Hypothekarkredite auf Wohnungsgrundstücke 
9.660
2,7 %   
Sonstige Kredite für den Wohnungsbau 
2.230
2,7 %   
Kredite an öffentliche Haushalte und Sonstige Kreditnehmer 
215.436
    49,4 %   
Öffentliche Haushalte 
72.540
16,6 %   
Sonstige Kreditnehmer 
142.896
32,8 %   
Davon: 
Inländische Organisationen ohne Erwerbszweck 
685
32,8 %   
Ausländische Nichtbanken 
142.211
32,8 %   
Gesamt 
435.984

Innovative Partner für nachhaltige Transformation der Wirtschaft

Im Rahmen der Verbundstrategie stellen die Verbundunternehmen den Sparkassen ihr umfassendes Know-how sowie ihre Expertise im Bereich Nachhaltigkeit zur Verfügung und engagieren sich so für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsleistung der gesamten Sparkassen-Finanzgruppe. Durch die gezielte Entwicklung von Produkten, die nach überprüfbaren ESG-Kriterien gemanagt werden, unterstützen sie darüber hinaus den Beitrag der Sparkassen-Finanzgruppe für die nachhaltige Transformation unserer Produktions- und Lebensweise.
 

Kundenkreditgeschäft der Sparkassen-Finanzgruppe

Die Sparkassen-Finanzgruppe ist die größte kreditwirtschaftliche Gruppe Europas. Allein die 339 Sparkassen (Stichtag 01.01.2026) und fünf Landesbanken und die DekaBank hatten im Jahr 2025 über 1,5 Billionen Euro Kundenkredite (Nichtbanken) im Bestand (2024: knapp 1,5 Billionen Euro).

Die Sparkassen sind als Finanzdienstleister ein zentrales Element des regionalen Wirtschaftskreislaufs und arbeiten zum Wohle der Region. Ihre Wertschöpfung erbringen sie im Wesentlichen in ihrem Geschäftsgebiet und sie richten ihr Produktangebot an regionalen Bedürfnissen aus.

Die aktuell fünf Landesbank-Konzerne sind die regionalen Spitzeninstitute innerhalb der Sparkassenorganisation. Für ihre jeweiligen Bundesländer agieren die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die BayernLB, die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die NORD/LB und die SaarLB als Hausbank: Sie erfüllen bankmäßige Geschäfte und sind mit der Wirtschaftsförderung vor Ort betraut. Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen.

Die Nachhaltigkeitsleistungen der Verbundpartner sowie auch einzelner Sparkassen werden durch ESG-Ratingagenturen, wie beispielsweise ISS ESG, Sustainalytics oder MSCI, überprüft. Dabei erzielen einige Institute der Sparkassen-Finanzgruppe gute und zum Teil auch sehr gute Ergebnisse. Über die Nachhaltigkeitsratings berichten die Institute jeweils individuell.
 

Nachhaltigkeitsaspekte im Kundenkreditgeschäft

[Zuletzt keine Berichterstattung]

Ziele und Handlungsprogramm zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit im Kundenkreditgeschäft

[Zuletzt keine Berichterstattung]

Finanzierungsstandards in der Sparkassen-Finanzgruppe

Landesbanken

Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)

Mit der Ende 2024 vom Vorstand verabschiedeten ESG-Strategie 2025+ legt die LBBW die strategische Zielrichtung der nächsten Jahre entlang der Dimensionen Environment, Social und Governance fest.

Neben der Begleitung der Kunden in der Transformation wird eine aktive Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft durch eine den finanzierten CO2-Austoß reduzierende Ausrichtung des LBBW-Geschäftsportfolios bis 2050 übernommen. Der angestrebte Reduktionspfad ist auf der Webseite der LBBW einsehbar.

Die Konzernrisikostrategie, die den Rahmen für alle Aktivitäten im LBBW-Konzern vorgibt, definiert in Form übergreifender qualitativer Leitsätze auch zentrale ESG-relevante Anforderungen, z. B.:

  • Der LBBW-Konzern handelt im besten und langfristigen Interesse seiner Kunden und Stakeholder und möchte damit einen substanziellen gesellschaftlichen Beitrag leisten.
  • Nachhaltige Transformation ist einer der strategischen Hebel der LBBW. Bei Kundenfinanzierungen achten wir darauf, dass Nachhaltigkeitskriterien erfüllt werden. Wir möchten unsere Kunden bei der Transformation zu nachhaltigeren Geschäftsmodellen begleiten.
  • Im LBBW-Konzern werden bei der Kreditvergabe und Geldanlage ethische Aspekte wie Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Anti-Korruption berücksichtigt.
  • Projekte, welche erkennbar zu einer massiven Zerstörung der Umwelt und Natur beitragen und nicht gleichzeitig einen ökologischen Mehrwert erbringen, werden grundsätzlich nicht unterstützt.

Die LBBW bekennt sich zu der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, den Arbeitsnormen der International Labour Organization (ILO), dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und ist dem „UK Modern Slavery Act“ sowie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet. Neben der Orientierung an international anerkannten Standards verpflichtet sich die LBBW zudem durch ihre Mitgliedschaft im UN Global Compact, den UN Women Empowerment Principles und den UN Principles for Responsible Banking (UN PRB) zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung mit effektiven und transparenten Governance-Prozessen, dem Schutz internationaler Menschenrechte und der Vereinigungsfreiheit sowie zur Beseitigung von Diskriminierung. Die Einhaltung dieser Commitments im Geschäftsalltag wird durch verbindliche Richtlinien und Prüfprozesse gewährleistet.

Aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien hat die LBBW Ausschlüsse definiert für Firmen, die Streumunition, Antipersonenminen, biologische oder chemische Waffen produzieren oder Kohlekraftwerke oder -minen bauen. Finanzierungen im Zusammenhang mit Pornografie, kontroversen Formen des Glückspiels und Uranbergbauaktivitäten ohne ausreichende Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsstandards lehnt die LBBW ab. Für Engagements in ökologisch empfindlichen Sektoren sieht das Kreditregelwerk der LBBW darüber hinaus zusätzliche Prüfverfahren vor. So sind Finanzierungen in Land- und Forstwirtschaft in den Bereichen Soja, Palmöl, Baumwolle und Holzeinschlag, in Fischerei und Aquakultur sowie in Rinderzucht in Südamerika nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

BayernLB

Die BayernLB begleitet ihre Kunden aktiv auf dem Weg zur Transformation: Mit dem Sustainable Lending Framework (SLF) steht Kreditnehmern ein strukturierter Rahmen zur Verfügung, der das Nachhaltigkeitsverständnis für Finanzierungen transparent mit Bezug zu den UN-SDG und der EU-Taxonomie klassifiziert. Ergänzend ermöglicht der ESG-Risiko-Score eine individuelle Bewertung transitorischer und physischer Klimarisiken auf Transaktions- und Kundenebene – als Grundlage für eine vorausschauende, partnerschaftliche Kreditbeziehung.

Für neun emissionsintensive Sektoren (u. a. Energie, Gebäude, Stahl) bietet die BayernLB quantitative Dekarbonisierungspfade, die als Orientierungsrahmen das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens berücksichtigen. Methodik, Zwischenziele und geprüfte Fortschrittsberichte sind im Nachhaltigkeitsbericht der BayernLB (siehe Link Konzernabschluss) veröffentlicht und werden regelmäßig durch einen unabhängigen externen Sachverständigen überprüft. Über die BayernLabo erhalten zudem Privatkunden und kommunale Partner Zugang zu Förderfinanzierungen für bezahlbaren und energetisch optimierten Wohnraum.

Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)

Die Helaba steht als starke Partnerin an der Seite der Kunden und unterstützt diese dabei, die natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen zu erhalten und langfristig erfolgreich zu wirtschaften. Im gesamten Konzern und in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit werden nachhaltige Produktlösungen angeboten, die die Aspekte Umwelt, Soziales und Governance (ESG) adressieren. Im Rahmen des Transitionsplans für einen Übergang des Geschäftsmodells in Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen fokussiert sich die Helaba auf sektorale Dekarbonisierungsziele. Diese fließen als Prämisse in den strategischen Planungsprozess der Geschäftsbereiche ein. Insgesamt hat sich die Helaba-Gruppe strategische Ziele in den Nachhaltigkeitsdimensionen E, S und G gesetzt. Mithilfe von Key Performance Indicators (KPIs) wird die Zielerreichung gemessen. Diese sind als Steuerungsgrößen gruppenweit implementiert. Im Jahr 2025 wurden die KPIs inhaltlich weiterentwickelt und auf das nachfolgende Zieljahr 2030 ausgerichtet.

  • ESG Gesamtblick: Die Helaba unterstützt die Pariser Klimaziele und leistet insbesondere im Kern­geschäft einen relevanten Wirkungsbeitrag. Während das Nachhaltigkeitskriterien berücksichti­gende Geschäftsvolumen im Bestand des Kreditgeschäfts bis 2025 bereits 52 % erreicht hat, soll bis 2030 der Anteil des Nachhaltigkeitsmerkmale berücksichtigenden Neugeschäftsvolumens 55 % betragen. Beim Investmentgeschäft soll bis 2030 der Anteil des entsprechenden Investment­volumens bei 30 % liegen.
  • Umwelt: Als Unterzeichnerin der Selbstverpflichtungserklärung der Sparkassen wird die Helaba ihren CO2-Ausstoß im Eigenbetrieb weiter reduzieren. Auf diesem Weg wurden die betrieblichen Emissionen bis 2025 bereits um 37 % gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2015 – 2019 gesenkt. Bis 2030 sollen die Emissionen im Scope 1 und 2 um weitere 25 % im Vergleich zu 2024 gesenkt werden. Bei den fi­nan­zierten Emissionen im Scope 3 soll ein Portfolio Alignment Score von 0 Jahren gehalten werden, das bedeutet, dass sich die finanzierten Emissionen auf dem geplanten Abbaupfad für die Portfolien bewegen.
  • Soziales: Die Helaba fördert Vielfalt und will die personelle Vielfalt im Konzern nutzen, um die Innovations- und Risikokultur zu verbessern. Das Ziel ist es, den Anteil von Frauen in Führungspositionen bis 2030 auf 33 % zu erhöhen. Der Frauenanteil in Nachwuchs- und Entwicklungsprogrammen soll auf 50 % anwachsen. Im Rahmen des Corporate Citizenships wird der Einsatz der Mitarbeitenden für ökologische und soziale Projekte unterstützt. Das Ziel ist es, die Social-Volunteering-Aktivitäten des Helaba-Konzerns gemeinsam mit den Mitarbeitenden bis zum Jahr 2030 auf 1.000 Tage pro Jahr zu halten.

Um Geschäftspotenziale mit positiven Auswirkungen auf eine nachhaltige Entwicklung zu identifizieren, definiert die Risikostrategie Nachhaltigkeitskriterien sowie Ausschlussbedingungen für die Kreditvergabe. Hierzu gehört die Vermeidung der wissentlichen Finanzierung von Unternehmen oder Projekten, die schwere ökologische oder soziale Schäden verursachen. Dazu führt die Helaba eine Nachhaltigkeitsprüfung im Kreditvergabeprozess durch und ist bestrebt, Nachhaltigkeitsrisiken, inklusive der durch den Klimawandel ausgelösten physischen und transitorischen Risiken, zu minimieren.

Das Limit-Framework ist ein mehrstufiges Gerüst von Obergrenzen (Limiten) in der Kreditvergabe des Helaba-Konzerns und dient der operativen Risikosteuerung. Im Hinblick auf das Adressenausfallrisiko wird das Limit-System zur Steuerung und Überwachung von ESG (transitorischen Risiken) weiterentwickelt. Die finanzierten Treibhausgasemissionen für das Kredit- und Investmentportfolio werden laufend ermittelt und darauf aufbauend sektorspezifische Reduktionspfade für das Kreditportfolio der Helaba im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel abgeleitet, konkrete Reduktionsziele definiert und entsprechende Maßnahmen entwickelt. 

Im Rahmen des Neugeschäfts orientiert sich die Helaba an dem UN Global Compact, den Kernarbeitsnormen der ILO, den Leitsätzen der OECD für multinationale Unternehmen sowie den UN-Richtlinien für Unternehmen und Menschenrechte. Maßgeblich für die Identifikation, Messung und Steuerung von Nachhaltigkeits­merk­malen im Kreditgeschäft ist das Sustainable Lending Framework der Helaba. Das Rahmen­werk beinhaltet ein umfassendes Kriterienset und eine gruppenweit einheitliche Methode, um nachhaltige Finanzierungen zu klassifizieren.  

Auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Impact-Messung und -Steuerung erweitert das Sustainable Investment Framework (SIF) die Klassifikation von Geschäftsaktivitäten mit Nachhaltigkeitsbezug auch auf das Investmentgeschäft. Das SIF definiert neben allgemeineren Ausschlusskriterien im Bereich der Eigenanlage und des Asset Managements Mindeststandards für nachhaltige Investments in Übereinstimmung mit Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung für das Asset Management. Sie beinhalten die Einhaltung von Verfahrens­weisen einer guten, ethisch verantwortlichen Unternehmensführung, die Berücksichtigung von ökologischen oder sozialen Merkmalen sowie einen positiven Nachhaltigkeitsbeitrag für einen Teil der Investitionen.

NORD/LB

Kundenkreditportfolio der NORD/LB
Das Kundenkreditportfolio im Obligo der Landesbank belief sich zum 31.12.2025 auf insgesamt rund 90 Mrd. Euro. Der Anteil des Kreditportfolios im Bereich des Privat- & Geschäftskundensegments liegt bei 8 % am Obli­go. Direkte Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsaspekte ergeben sich durch die Finanzierung von Wirtschafts­tätig­keiten. Der Geschäftsbereich Firmenkunden und Verbundgeschäft hat bei Krediten einen Anteil von 41 %.

Eine besondere Expertise hat die Bank in den Branchen Ernährung, Agrar, Handel und Energiewirtschaft. Sie begleitet und unterstützt ihre Verbund-Sparkassen als Girozentralbank und Partner bei komplexen Finanzie­run­gen. Außerdem tritt die NORD/LB als Spezialfinanzierer in den Bereichen Leasing & Private Equity sowie im Kommunalkreditgeschäft auf.

Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken im Kundenkreditgeschäft
Die  Entwicklung der Verteilung von ESG-Risiken wird überwacht und  im  Rahmen des internen Managementreportings vierteljährlich an den Gesamtvorstand und jährlich an den Aufsichtsrat berichtet. Die Berichterstattung zu ESG-Risiken wurde zum Berichtsstichtag 31.12.2025 im Erweiterten Risikobericht des Konzerngeschäftsberichts integriert, der auch an den Gesamtvorstand und den Aufsichtsrat gerichtet ist.

ESG-Richtlinien im Kundenkreditgeschäft 
Die nachfolgenden Richtlinien zur Steuerung von ESG-Risiken im Kundenkreditgeschäft sind zentral in unseren Transformationsleitlinien beschrieben. Sie werden regelmäßig aktualisiert und werden auf unserer ESG-Webseite in der Dokumentenbibliothek zur Verfügung gestellt.

Ziele und Handlungsprogramm zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit im Kundenkreditgeschäft
Das Ziel der NORD/LB ist es, ihr Kreditportfolio im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten und durch die Finanzierung der Transformation hin zu einer emissionsarmen und klimaresilienten Wirtschaft und Gesellschaft die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen sowie das 1,5-Grad-Ziel an­zu­streben. Die Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland, wie sie im Klimaschutzgesetz und im Klima­schutz­plan beschrieben sind, samt den jeweils gültigen Zwischenzielen sowie der dort formulierten Klimaneutralität bis 2045 sind dabei zentrale Orientierungspunkte. In diesem Zusammenhang entwickeln wir sukzessive unsere Sektordekabo­ni­sie­rungsstrategien weiter und passen die sektorspezifischen Dekarbonisierungsziele entsprechend an. Bei der Entwicklung unserer Transitionspfade orientieren wir uns an wissenschaftlichen Referenzpfaden wie z. B. den Net-Zero-2050-Klimapfaden der International Energy Agency.

SaarLB

Die SaarLB hat sich aufgrund ihrer regionalen Lage und der historisch gewachsenen Funktion als „Die deutsch-französische Bank“ mit Fokus auf ihre Regionalmärkte und das Mittelstandsgeschäft positioniert. Ihre Schwer­punkte sind das Firmenkunden- und Immobiliengeschäft, Projektfinanzierungen, die Betreuung der öffentlichen Hand/Kommunen, von Institutionellen sowie von Sparkassen im Verbundgeschäft.

Die SaarLB bekennt sich zu ihren Wurzeln und ihrer Wirtschaftsregion, begleitet aktiv die ESG-bezogene Weiterentwicklung sowie die damit verbundenen Transformationsprozesse traditioneller Wirtschaftszweige und leistet somit einen wichtigen Beitrag zu einer verantwortungsvolleren Wirtschaftsregion.

Als Spezialist für erneuerbare Energien unterstützt die SaarLB den Klimaschutz durch die Finan­zie­rung von Windkraft- und Photovoltaikprojekten dauerhaft und effektiv. Die Finanzierung des Neubaus von Kern- und Kohlekraft­wer­ken, der Neuerschließung von Kohleabbaugebieten und die Finanzierung von Uranabbau schließt die SaarLB dagegen grundsätzlich genauso aus wie die Finanzierung besonders umweltschädlicher Abbaumethoden. Für ausgewählte Branchen mit erhöhten ESG-Risiken (z. B. Bergbau, Energie, Agrar, Chemie) verfügt die SaarLB über spezielle Branchenpolitiken.

LB Berlin

Angaben auf Basis der (Kredit-)Risikostrategie, zum Beispiel zu Limiten, Branchen, Ausschlüssen einzelner Geschäfte und anderen Vorgaben, die auf Nachhaltigkeit einzahlen. Wenn vorhanden, Darstellung der Finanzierungsstandards (z. B. Positivkriterien, Ausschlüsse) im Aktivgeschäft, inkl. Beschlusslage zur Verankerung und Kontrolle der Finanzierungsstandards in der Sparkassen-Finanzgruppe 

Deka-Gruppe

Bei der DekaBank umfasst das Segment Finanzierungen das Immobilien- und Spezialfinanzierungsgeschäft inklusive der Refinanzierung von Sparkassen. Finanzierungen werden sowohl im Bankbuch auf die eigene Bilanz übernommen als auch über Club Deals oder Syndizierungen als Anlageprodukte für andere Banken und Sparkassen oder sonstige institutionelle Anleger weitergegeben. Dabei wird eine bevorzugte Ausplatzierung innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe angestrebt. Das Spezialfinanzierungsgeschäft konzentriert sich auf ausgewählte Core-Segmente, wie Infrastrukturfinanzierungen, Transportmittelfinanzierungen sowie Exportfinanzierungen, Öffentliche Finanzierungen und die Finanzierung von Sparkassen. Immobilienfinanzierungen betreffen im Wesentlichen Gewerbeimmobilien und konzentrieren sich dabei auf marktgängige Objekte in den Segmenten Büro und Logistik sowie Einzelhandel und Hotel in liquiden Märkten in Europa sowie in Nordamerika. Darüber hinaus werden offene Immobilienfonds finanziert.

1. Allgemeine Finanzierungsgrundsätze und Kreditrisikostrategie
Die Grundlage der Finanzierungstätigkeit bildet die Kreditrisikostrategie. Die Kreditrisikostrategie der Deka-Gruppe leitet sich aus der Geschäftsstrategie und der übergreifenden Risikostrategie der Deka-Gruppe ab. Die Vorgaben der Kreditrisikostrategie sollen sicherstellen, dass Kredite nur an Kreditnehmer vergeben werden, die in der Lage sein werden, die Bedingungen des Kreditvertrags zu erfüllen: 

  • Risikoappetit: Die Kreditvergabe muss im Einklang mit dem vom Vorstand definierten Risikoappetit der DekaBank stehen.
  • Funktionale Trennung: Zur Risikosteuerung sind die Bereiche „Markt“ und „Marktfolge“ bis einschließlich der Dezernentenebene funktional getrennt.
  • Ratingsysteme: Es werden interne Ratingsysteme genutzt (z. B. Scorecard-Modelle sowie Modelle, bei denen die Ausfallwahrscheinlichkeit anhand simulierter Makro- und Mikroszenarien für Risikotreiber und erwartete Cashflows geschätzt wird), die auf verschiedene Segmente wie Unternehmen, Banken und Spezialfinanzierungen zugeschnitten und aufsichtsrechtlich zum Basis-IRBA (auf internen Ratings basierende Ansätze) zugelassen sind.
  • Besicherung: Kredite werden bei Bedarf durch angemessene Sicherheiten (z. B. Grundpfandrechte, Garantien) besichert, wobei die Werthaltigkeit mindestens jährlich überprüft wird.

2. Nachhaltigkeitsstandards
Die Deka-Gruppe berücksichtigt Nachhaltigkeitsaspekte grundsätzlich aus zwei Blickrichtungen. Zum einen werden Chancen und Risiken betrachtet, die durch Nachhaltigkeitsfaktoren wie den Klimawandel auf die Deka-Gruppe und deren Produkte wirken (Outside-in-Perspektive). Zum anderen werden positive und negative Auswirkungen der Geschäftsaktivitäten der Deka-Gruppe auf Umwelt und Mensch (Inside-out-Perspektive) betrachtet.  

  • Climate Aligned Credit Framework (CACF): Dieses Framework definiert seit Anfang 2026 spezifische Kriterien, die Finanzierungsobjekte erfüllen müssen, um als „klimakonform“ eingestuft zu werden. Zentraler Bezugspunkt sind dabei die sektorspezifischen Dekarbonisierungspfade, die im Klimatransitionsplan der Deka-Gruppe abgebildet werden. Maßgeblich für die Finanzierungsentscheidung und somit die Steuerung unseres Kreditportfolios in Bezug auf Treibhausgasemissionen sind belastbare Daten und ein quantifizierbarer Fortschritt. Ziel ist es, die Dekarbonisierung des Kreditportfolios sukzessive voranzutreiben, um die Widerstandsfähigkeit des Kreditportfolios gegenüber Klimarisiken zu stärken und die Erreichung der eigenen Klimaziele zu unterstützen. Das Climate Aligned Credit Framework dient damit als Orientierungsrahmen für Finanzierungsentscheidungen und für die Steuerung des Kreditportfolios.
  • EU-Taxonomie: Für Finanzierungen im Europäischen Wirtschaftsraum wird die Taxonomiefähigkeit und -konformität gemäß der Verordnung (EU) 2020/852 geprüft.
  • Positivliste: Es werden bevorzugt Investitionsfelder akquiriert, die einen Umweltbeitrag aufweisen, wie bspw. die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien oder die Modernisierung von Produktionsanlagen mit einer CO2-Reduktion von mindestens 30 %. Die vollständige Liste finden Sie im Geschäftsbericht der Deka-Gruppe 2025 auf Seite 134.
  • Negativliste: Über eine Negativliste werden unerwünschte Kreditgeschäfte, die Reputationsrisiken oder einen erhöhten Risikogehalt mit sich bringen könnten, entsprechend ausgeschlossen. Die vollständige Liste finden Sie im Geschäftsbericht der Deka-Gruppe 2025 auf den Seiten 135 – 136. 

3. Sektorspezifische Finanzierungsstandards
Für treibhausgasintensive Sektoren gelten spezifische Dekarbonisierungspfade, die sich an wissenschaftlichen Szenarien (z. B. IEA-NZE2050) orientieren. Für den Gebäude- und Wohnungssektor gilt das CRREM-Szenario auf Basis der CRREM-2-Grad-Pfade, für den Seeverkehr die Poseidon Principles („Striving Curve“). Szenarien und Sektorziele werden mindestens jährlich überprüft, um neue Entwicklungen zu berücksichtigen und Auswirkungen auf die eigenen THG-Emissionsreduktionsziele zu analysieren. 

  • Immobilienfinanzierung: Der Fokus liegt auf marktgängigen Gewerbeimmobilien (Büro, Logistik, Hotel) in liquiden Märkten. Finanziert werden vorrangig Gebäude mit hoher Energieeffizienz oder solche, die den Cradle-to-Cradle-Ansatz erfüllen.
  • Spezialfinanzierungen:
    • Infrastruktur: Finanzierung von Energie-, Netz-, Verkehrs- und Sozialinfrastruktur sowie selektiv Projekte im Bereich Wasserstoff und Batteriespeicher.
    • Schiffsfinanzierung: Die DekaBank ist Mitglied der Poseidon Principles. Schiffe werden nur finanziert, wenn sie anerkannten Umweltstandards entsprechen wie dem 2004 abgeschlossenen Ballastwasser-Übereinkommen der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation, um die Verschleppung von invasiven Arten in fremde Ökosysteme zu verhindern.
    • Luftfahrt: Es werden nur neuwertige Flugzeuge akquiriert, deren Produktion und Bewirtschaftung effizienter als bei älteren Modellen sind.
    • Schienenverkehr: Unterstützung der Modernisierung und des Ausbaus im Güter- und Personenschienenverkehr.

4. Refinanzierungsstandards

  • Diversifizierte Refinanzierung: Diese erfolgt u. a. über Pfandbriefe, Inhaberschuldverschreibungen sowie spezielle Programme für strukturierte Emissionen.
  • Green Bond Framework: Im Rahmen ihres kontinuierlichen Engagements hat die DekaBank ihr Green Bond Framework gemäß den ICMA Green Bond Principles 2021 weiterentwickelt.

Verbundunternehmen

Anwendung übergeordneter Standards im Kundenkreditgeschäft

In Verbundunternehmen wie den Landesbanken und der DekaBank sind übergreifende Nachhaltigkeitsstandards und ergänzende institutsspezifische Leitplanken im Kreditgeschäft implementiert, auf deren Grundlage eine umfassende und systematische Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt.

In der nachfolgenden Übersicht sind die wesentlichen übergeordneten Nachhaltigkeitsrichtlinien zusammen-gefasst, die von den Verbundunternehmen angewendet werden (Stand 31.12.2025). Die Angaben werden nach Bedarf unterjährig aktualisiert.

Standard Verbundunternehmen
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UN LBBW, DekaBank, SaarLB, BayernLB, NORD/LB, Helaba
ILO-Kernarbeitsnormen BayernLB, DekaBank, LBBW, SaarLB, NORD/LB, Helaba
Equator Principles DekaBank, BayernLB
OECD – Common Approaches Helaba
OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen LBBW, NORD/LB, BayernLB, Helaba
Performance Standards der International Finance Corporation (IFC) LBBW, BayernLB
Modern Slavery Act BayernLB, DekaBank, LBBW, NORD/LB, Helaba
Umwelt- und Sozialstandards der Weltbank BayernLB
UN Global Compact Deka-Gruppe, LBBW, NORD/LB, SaarLB, BayernLB, Helaba
UN Principles for Responsible Banking (PRB) LBBW, NORD/LB, BayernLB, Helaba
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LKSG) DekaBank, LBBW, BayernLB, NORD/LB, Helaba
ISO 14001 BayernLB, Deka-Gruppe, LBBW, Helaba
Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) BayernLB, Deka-Gruppe, LBBW, Helaba

Spezifische Leitplanken für das Kundenkreditgeschäft

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Übersicht Nachhaltigkeitskriterien für das Kundenkreditgeschäft

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