Soziales
Leistungen der Sparkassen-Finanzgruppe per 31.12.2025, sofern nicht anders angegeben
Bewertung von Risiken und Chancen für das Geschäftsmodell und die Geschäftsstrategie im Bereich Sozialbelange
Sparkassen sind mit ihrem Geschäftsmodell Teil des regionalen Wirtschaftskreislaufs. Unsere Beschäftigten sowie Kundinnen und Kunden leben zumeist in der Region. Durch ihren Beitrag zum wirtschaftlichen Wohlstand und zu gesellschaftlicher Entwicklung tragen sie zu wettbewerbsfähigen und gleichwertigen Lebensverhältnissen in den Regionen bei. Die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der sozialen Teilhabe und eines stabilen, dauerhaften und resilienten Wohlstands in ihren Trägergebieten ist Teil des öffentlichen Auftrags der Sparkassen.
Bei der Erbringung ihrer Leistungen berücksichtigen die Sparkassen die Bedarfe ihrer Anspruchsgruppen, die einem steten Wandel unterliegen. Auch Megatrends wie die Dekarbonisierung, Digitalisierung und der demografische Wandel betreffen das gemeinwohlorientierte Geschäftsmodell der Sparkassen und ihre regional ausgerichteten Geschäftsstrategien ganz konkret. Sie sind mit vielfältigen Anforderungen an die Anpassungs-und Leistungsfähigkeit der Institute verbunden.
Finanzielle Grundversorgung und verantwortungsvolles Produktangebot
Unsere Produkte und Dienstleistungen decken die Grundbedürfnisse der finanziellen Daseinsvorsorge ab und stellen eine Basisinfrastruktur für die breite Bevölkerung in den Trägergebieten sicher. Sie bieten Zugang zu Finanzdienstleistungen und sicheren Anlageformen, ohne sich dabei nur auf hochprofitable Kundengruppen zu konzentrieren.
Die Nutzung von Filialen und digitalen Zugangswegen hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch verän-dert. Das Filialnetz der Sparkassen wird daher umsichtig an diesen Wandel angepasst. Gleichzeitig bieten alle Sparkassen ihren Kundinnen und Kunden mit der Sparkassen-Internet-Filiale einen sicheren, bedarfsgerechten digitalen und mobilen Zugang zu allen ihren Finanzdienstleistungen und den modernen Bezahlverfahren.
Sparkassen stärken die Finanzbildung in allen Generationen. Sie unterstützen über den unabhängigen Beratungsdienst Geld und Haushalt private Haushalte mit werbe- und kostenfreien Angeboten zur Budget- und Finanzplanung. Damit befähigen sie Bürgerinnen und Bürger zu einer selbstverantwortlichen Zukunfts-vorsorge. Die Sparkassen-Finanzgruppe ist außerdem diejenige kreditwirtschaftliche Gruppe in Deutschland, welche die Schuldnerberatungsstellen finanziell unterstützt, obwohl unsere Kundinnen und Kunden diese Leistungen nur unterdurchschnittlich in Anspruch nehmen müssen.
Gewinnverwendung und gesellschaftliche Initiativen für nachhaltige Infrastrukturen und regionale Gemeinschaften
Unsere Geschäftstätigkeit sowie auch die daraus erwirtschafteten Erträge kommen der Gesellschaft in allen Regionen Deutschlands zugute: Mit 37,3 Milliarden Euro (2024: 36,1 Milliarden Euro) hat die Sparkassen-Finanzgruppe (Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen) als Steuerzahler, als Arbeitgeber für mehr als 286.000 (2024: 280.000) Menschen in Deutschland sowie als Förderer des Gemeinwohls in einem erheblichen Umfang zum Gelingen des Gemeinwesens in unserem Land beigetragen.
So konnten wir dank unserer erfolgreichen Arbeit allein 503,6 Millionen Euro (2024: 534,6 Millionen Euro) für wichtige gesellschaftliche Aufgaben und Anliegen bereitstellen und damit einen wichtigen Beitrag zu Lebensqualität, Sport und Kultur leisten. Darin enthalten sind auch die Ausschüttungen der 770 Stiftungen der Sparkassen-Finanzgruppe.
Bewertung von Risiken im Hinblick auf eigene Beschäftigte
Die Sparkassen-Finanzgruppe hat ihre Beschäftigtenzahlen 2025 ausgebaut und ist mit 286.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der bedeutendsten Arbeitgeber und Ausbilder in der Bundesrepublik Deutschland. 199.824 Menschen arbeiteten im Jahr 2025 bei einer Sparkasse.
Die Arbeitgeberattraktivität bleibt für die Sparkassen von höchster personalstrategischer Relevanz. Das positive Image der Sparkassen ist insbesondere bei der Rekrutierung von Nachwuchs- und qualifizierten Fach-und Führungskräften von großer Bedeutung. Die Sparkassen gehören – wie in den Vorjahren – gemäß dem Arbeitgeber-Ranking des Trendence-Instituts zu den beliebtesten Arbeitgebern für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger unter allen Finanzdienstleistern.
Mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen durch das veränderte Kundenverhalten, den demografischen Wandel und die fortschreitende Digitalisierung/KI haben wir 2025 einen Fokus auf die digitale Fitness von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelegt. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiter ausgebaut. So wurden u. a. Angebote für eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben gestärkt, Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich Digitalisierung erweitert und die Flexibilisierung der Arbeitszeiten sowie die Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten ausgeweitet.
Arbeitnehmerrechte und Vereinigungsfreiheit
Verlässliche und auf Dauer angelegte Beschäftigungsperspektiven für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Fundament, auf dem die kontinuierliche und kompetente Betreuung unserer Kunden ruht.
Als öffentlich-rechtliche Kreditinstitute unterliegen die Sparkassen dem „Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst Bereich Sparkassen“ bzw. in einigen Fällen auch dem Tarifvertrag für Banken, in denen Gehälter, Arbeitszeiten und weitere Arbeitsbedingungen geregelt sind. Die überwiegende Zahl aller Beschäftigten der Sparkassen hat Arbeitsverträge nach einem dieser Tarifverträge. Außertariflich Beschäftigte dürfen nicht schlechter gestellt werden. Für Beschäftigte der Sparkassen sowie der Verbundunternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe werden die Kernnormen der „Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)“ eingehalten.
Die Mehrzahl unserer Beschäftigten sowie Führungskräfte lebt auch im Geschäftsgebiet und hat einen Bezug zur Region und den Menschen sowie Unternehmen vor Ort. Dort bilden die Sparkassen Nachwuchskräfte aus und entwickeln deren Fähigkeiten und Kenntnisse kontinuierlich in der Sparkasse weiter. Derzeit durchlaufen 14.407 junge Menschen in den Sparkassen eine Ausbildung zum Bankkaufmann/zur Bankkauffrau, zusammen mit anderen Ausbildungsberufen sind es insgesamt 15.030 Auszubildende. Mit einer bundesweiten Ausbildungsquote von 8,9 Prozent in den Sparkassen liegen wir über dem Durchschnitt privater Banken. 74,7 Prozent aller Auszubildenden haben wir im Berichtsjahr nach dem Abschluss in ein Arbeitsverhältnis übernommen.
Bereits während der Berufsausbildung ist es den Sparkassen wichtig, unseren jungen Kolleginnen und Kollegen Sicherheit und Perspektive, aber auch interessante und flexible Arbeitsfelder zu bieten. Denn die wirkliche Anerkennung und Wertschätzung eigener Ideen fördert das Ankommen im Unternehmen. Im Rahmen der Ausbildung stärken wir daher durch selbstorganisierte oder projektbezogene Arbeitsformen die Eigenverantwortlichkeit und die Kreativität unserer Auszubildenden.
Diversität und Chancengerechtigkeit
Für die Sparkassen als öffentlich-rechtliche Kreditinstitute gehört die Gleichbehandlung aller Beschäftigten unabhängig von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Weltanschauung, Religion, Alter, Nationalität, Beeinträchtigung, Familienstand, sexueller Orientierung oder jeglichen anderen persönlichen Eigenschaften zu ihrem Selbstverständnis.
In der Sparkassen-Finanzgruppe arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Generationen, mit unterschiedlichen Qualifikationen, Lebensentwürfen oder kulturellen Hintergründen. Von ihren breit gefächerten Potenzialen können wir als Sparkasse profitieren. Die Anerkennung und Förderung unterschiedlicher Talente und Qualifikationen ist eine wichtige Ressource für innovatives und zukunftsgerichtetes unternehmerisches Handeln.
Vielfalt hilft uns auch, attraktiv zu bleiben für die junge Generation und für digitale Talente. Wir fördern die Möglichkeit zum Austausch zwischen jungen und etablierten Mitarbeitenden und schaffen gezielte Anlässe, sie miteinander ins Gespräch zu bringen.
Als ein vordringliches Entwicklungsfeld im Bereich der Diversität sehen wir die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtzahl der Beschäftigten (rund 62 Prozent) sind sie in Führungspositionen über alle Ebenen mit rund 31,2 Prozent noch nicht entsprechend vertreten. Die stetige Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen hat für uns daher hohe Priorität und konnte im vergangenen Jahr erkennbar weiter vorangetrieben werden.
Beteiligung und Mitarbeitendenzufriedenheit
Entsprechend den Vorgaben der Landespersonalvertretungsgesetze sowie des Betriebsverfassungsgesetzes ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet.
Als Sparkassen bekennen wir uns zum Grundrecht, Gewerkschaften zu bilden, ihnen beizutreten sowie Kollektivverhandlungen zu führen. Wir unterstützen die Sicherstellung von freier Meinungsäußerung, von Organisationsfreiheit und die Einrichtung von Beschäftigtenvertretungen im Unternehmen.
Beschäftigte können jederzeit Ideen, Impulse sowie Optimierungs- und Verbesserungsvorschläge einreichen und sich aktiv an der Weiterentwicklung ihrer Sparkasse beteiligen. Zu den Maßnahmen, die für Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten in den Sparkassen umgesetzt werden, gehören zum Beispiel Personalentwicklungsprozesse, Feedback-Mechanismen, Ideenmanagement, betriebliches Vorschlagswesen und Beschwerderechte.
In regelmäßigen Mitarbeitendenbefragungen erfassen die Sparkassen die Zufriedenheit ihrer Beschäftigten sowie ihre Bereitschaft zur Weiterempfehlung der Sparkasse als Arbeitgeberin. Diese Kennzahlen verschaffen uns einen grundlegenden Überblick über die Qualität unserer Beschäftigungspolitik.
Die Sparkassen unterstützen aktiv die Bildung von thematischen Netzwerken und Communities. Diese Gruppen dürfen ihre Ziele in der Arbeitszeit aktiv vorantreiben und erhalten vonseiten der Sparkassen Sichtbarkeit.
Die Berichterstattung über die institutsbezogenen Zahlen sowie die konkret ergriffenen Maßnahmen erfolgt auf Institutsebene.
Die Werte stellen den Bundesdurchschnitt aller Sparkassen dar, die in 2025 die Befragung durchgeführt haben. Die Werte bewegen sich auf einer Skala von 0 (niedrigster Wert) bis 100 (höchster Wert).
Angaben zu den den Indizes Kultur und Bindung beziehen sich auf das Kalenderjahr 01.01.2025 – 31.12.2025.
Gesundheitsförderung
Mit einem umfassenden Angebot fördern die Sparkassen die Gesundheit ihrer Beschäftigten. Dazu gehören in vielen Instituten neben anderen Maßnahmen zum Beispiel eine betriebsärztliche Betreuung, die Unterstützung für Initiativen des Betriebssports, belastungsarme ergonomische Arbeitsplätze oder ein unabhängiges psycho-soziales Beratungsangebot für Beschäftigte in schwierigen persönlichen Lebenssituationen.
Sparkassen unterstützen die Gesundheitsprävention ihrer Beschäftigten durch ein umfassendes Informations-und Aufklärungsangebot, durch Schulungen, Seminare, Sport- und Fitnessangebote und vieles mehr. Die Maß-nahmen sind in der Regel eingebettet in Betriebsvereinbarungen, einem Betrieblichen Eingliederungs-management (BEM) oder einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Sie werden meist durch externe Unterstützungsangebote, Seminare und Fortbildungen etc. ergänzt. Die Sicherheit am Arbeitsplatz stellen wir durch die Umsetzung der Vorgaben nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sicher.
Die Berichterstattung über die institutsbezogenen Zahlen sowie die konkret ergriffenen Maßnahmen erfolgt auf Institutsebene.
Grundlagen und Rahmenbedingungen
Den Instituten in der Sparkassen-Finanzgruppe ist es sehr wichtig, dass die Beschäftigten ihren Beruf gut mit ihrem Privatleben vereinbaren können. Den Sparkassen ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein An-liegen. Für familiengerechte Arbeitsbedingungen engagieren wir uns umfassend und mit großer Überzeugung. Dafür bieten wir flexible Modelle zu Arbeitsort und -zeit, beruflicher Laufbahnentwicklung sowie verschie-denste Unterstützungsangebote an. Dazu gehört auch, dass wir in den Sparkassen eine Kultur der Zusammen-arbeit fördern, in der die Rücksichtnahme auf familiäre Erfordernisse ein Teil einer teamorientierten Arbeitsorganisation ist.
Wir möchten zudem für Frauen bessere Voraussetzungen schaffen, um ihren Karriereweg mit den Anforderun-gen des Familienlebens in Einklang zu bringen. Ebenso wollen wir Männer stärker ermutigen, Zeit für die Familie zu investieren. Auch die Pflege von Angehörigen fördern wir mit spezifischen Maßnahmen.
Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Mit einer Vielzahl von Maßnahmen und Angeboten haben die Sparkassen die notwendigen Rahmenbedin-gungen dafür geschaffen, dass ihre Beschäftigten die unterschiedlichen Anforderungen von Beruf und Familie bzw. Privatleben gut oder besser in Einklang bringen können.
Die Angaben der Beschäftigten zu ihrer Zufriedenheit mit den familiengerechten Arbeitsbedingungen in der Sparkasse geben einen Anhaltspunkt, ob die oben angeführten Prinzipien, zu denen sich die einzelne Spar-kasse bekennt, in der Praxis genügend Anwendung und Anerkennung finden.
Die Berichterstattung über die institutsbezogenen Zahlen sowie die konkret ergriffenen Maßnahmen erfolgt auf Institutsebene.
Quelle: Mitarbeiterbefragungen (mit n=85.781 Interviews in 2025, S-MIP, Bundeswerte), Beurteilungsstatement „Zufriedenheit mit der Qualität des Angebotes“ BGM (Betriebliches Gesundheitsmanagement, n=1.639) sowie „Beurteilung/Zufriedenheit Betriebliches Gesundheitsmanagement insgesamt“ (n=749 Interviews), jeweils Ausweisung der TOP2-Box-Werte; (Vorjahresvergleich 2024: bzgl. Qualität des Angebots 40 % aus n=432 Interviews 2024 ; bzgl. Zufriedenheit BGM 41 % aus 91 Interviews)
Grundlagen der Aus- und Weiterbildung
In Zusammenarbeit mit den Bildungspartnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe bieten die Sparkassen ein breites Spektrum an spezifischen Aus- und Weiterbildungsangeboten für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Wir legen Wert auf gut ausgebildete Beschäftigte und fördern das lebenslange Lernen sowie die Weiter-entwicklung persönlicher Fähigkeiten. Die Bewältigung der durch den Werte- und Kulturwandel, die demografische Entwicklung, die Digitalisierung und die Nachhaltigkeit ausgelösten Transformationsprozesse hat für die Sparkassen dabei oberste Priorität.
Bei den Angeboten stehen – neben der Ausbildung zum Bankkaufmann/-frau – vor allem die berufliche Aufstiegsweiterbildung (Sparkassenfachwirt/-in, Sparkassenbetriebswirt/-in sowie Dipl.- Sparkassenbetriebswirt/-in) und die regelmäßige Aktualisierung des erforderlichen bankfachlichen Wissens im Vordergrund.
Die Hochschule für Finanzwirtschaft & Management der Sparkassen-Finanzgruppe (HFM) bietet in enger Kooperation mit der Hochschule Koblenz seit Ende 2018 ein gemeinsames Studienprogramm an. Das „Lehrinstitut mit MBA“ führt die Stärken der bestehenden Angebote – Lehrinstitut und MBA-Studium – zu einem einzigartigen Studienkonzept zusammen. Die Studierenden erhalten einen Doppelabschluss: zum einen die „diplomierte Sparkassen-Betriebswirtin“ bzw. den „diplomierten Sparkassen-Betriebswirt“ sowie den Abschlussgrad „Master of Business Administration (MBA)“. Ziel ist es, talentierte Beschäftigte mit erster Führungserfahrung auf die Übernahme von Management- und Führungsaufgaben in Finanzdienstleistungsunternehmen vorzubereiten. Weitere Spezialisierungsqualifikationen, z. B. den Zertifizierungslehrgang für Nachhaltigkeitsmanager und Nachhaltigkeitsmanagerinnen, bietet die HFM im Rahmen ihrer Weiterbildungsangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkassen an.
Durch ihre umfassende Nachwuchsförderung eröffnen die Sparkassen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern langfristige berufliche Entwicklungsperspektiven und positionieren sich als attraktive Arbeitgeber in ihren Trägergebieten.
Weiterbildungsmaßnahmen
Der Qualifizierungsbedarf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird von jeder Sparkasse vor dem Hintergrund sich wandelnder Anforderungen, die sich zum Beispiel aus der Digitalisierung, aus Änderungen des Produkt-und Dienstleistungsangebots sowie aus regulatorischen Anforderungen ergeben, laufend analysiert. Daraus resultiert die kontinuierliche Fortschreibung der Weiterbildungsziele für einzelne Beschäftigte, Teams oder die gesamte Sparkasse. Diese werden dann durch interne und externe Schulungen verfolgt.
Insgesamt haben die Sparkassen im Jahr 2025 in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 198,3 Millionen Euro investiert. Im Durchschnitt hatte jede bzw. jeder Beschäftigte 2,9 Weiterbildungstage im Jahr zur Verfügung.
Die Berichterstattung über die institutsbezogenen Zahlen sowie die konkret ergriffenen Maßnahmen erfolgt auf Institutsebene.
Quelle: Mitarbeiterbefragungen (S-MIP, mit n=85.781 Interviews in 2025, Bundeswerte):
„Mit den Weiterbildungsmöglichkeiten sehr zufrieden“: TOP2-Box-Wert = 57 % (n=11.627); Vorjahresvergleich: 55 % (n=2.436 Interviews)
„Mit den Entwicklungsmöglichkeiten sehr zufrieden“: TOP2-Box-Wert = 54 % (n=11.536); Vorjahresvergleich: 51 % (n=2.493 Interviews)
Produkte zur Stärkung sozialer Eigenvorsorge
Die Förderung der Ersparnisbildung in der Bevölkerung und die Anpassung an sich verändernde Rahmen-bedingungen gehören zu den zentralen Aufgaben der Sparkassen. So blickten laut Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes im Jahr 2025 trotz der geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen wieder mehr Menschen in Deutschland positiv auf ihre finanzielle Situation. Gerade bei jüngeren Menschen kehrte im vergangenen Jahr der Optimismus in Bezug auf ihre finanzielle Situation zurück.
Auch mit Blick auf die Rente entwickelte sich die Stimmung laut Vermögensbarometer 2025 positiver. Der Anteil der Befragten, die Sorge haben, dass das Geld im Alter nicht reichen könnte, ist gesunken, liegt aber weiterhin bei 30 Prozent. Weitere 25 Prozent sind sich nicht sicher, ob sie mit den geplanten oder bereits umgesetzten Maßnahmen im Alter gut leben können.
Die breite Mehrheit der Kundinnen und Kunden von Sparkassen sorgt durch regelmäßiges Sparen vor. Rund 316,3 Mrd. Euro (2024: 329,9 Mrd. Euro) waren im Berichtsjahr 2025 von Privatpersonen in Produkten zur Stärkung sozialer Eigenvorsorge angelegt (Spareinlagen, Eigenemissionen, Termingelder). Die Anzahl der Sparerinnen und Sparer, die monatlich einen festen oder variablen Betrag zurücklegen, ist leicht gestiegen. Insbesondere jüngere Menschen finden es sinnvoll, regelmäßig Geld zurückzulegen. Die Gruppe der Nicht-Sparenden ist kleiner geworden (15 Prozent), während die Zahl der Menschen, die nur dann sparen, wenn Geld übrig ist, mit 30 Prozent stabil geblieben ist.
Angesichts der Zinsen für die klassischen Geldanlagen nutzen private Kundinnen und Kunden der Sparkassen seit einigen Jahren vermehrt auch Fondssparpläne für die Altersvorsorge oder den langfristigen Vermögensaufbau. In Zusammenarbeit mit der DekaBank und den Landesbanken bieten Sparkassen ihren privaten Kundinnen und Kunden ein breites Spektrum an Wertpapier- (z. B. Investmentfonds) und Vorsorgeprodukten an.
Je nach persönlichen Wünschen, Zielen und Risikoneigung können Kundinnen und Kunden bei bestimmten Produkten bereits mit Sparbeträgen ab 25 Euro monatlich langfristig Kapital aufbauen. Für den Vermögensaufbau bieten Sparkassen auch Produkte an, bei denen nach Maßgabe der jeweiligen Produktunterlagen Nachhaltigkeitsmerkmale berücksichtigt werden. Die private Altersvorsorge kann das Einkommen im Rentenalter ergänzen und dazu beitragen, eine mögliche Rentenlücke zu verringern.
So haben unter anderem höhere Reallöhne sowie Konsumzurückhaltung im Jahr 2025 dazu beigetragen, dass die Privatkundinnen und -kunden der Sparkassen zusätzliches Vermögen in Höhe von 41,4 Mrd. Euro gebildet haben.
Finanzierung kommunaler und sozialer öffentlicher Einrichtungen
Weiterhin sind hohe Investitionen in öffentliche Gebäude und Infrastrukturen notwendig. Sparkassen und die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe haben auch 2025 den Bau von Kindertagesstätten, Krankenhäusern sowie Pflege- und Altenheimen kräftig mit Kreditmitteln unterstützt. Mit Blick auf den demografischen Wandel halfen sie zudem dabei, die Barrierefreiheit in Gebäuden zu verbessern und generationengerechtes Wohnen zu erleichtern. Sie leisteten dadurch einen weiteren Beitrag bei der Angleichung der Lebensqualität zwischen ländlichen und städtischen Räumen.
Die Sparkassen-Finanzgruppe finanzierte derartige Vorhaben und Projekte mit Darlehen, die sie aus eigenen Mitteln oder über Förderbanken refinanzierte. Für den barrierefreien Umbau von Wohnraum und öffentlichen Einrichtungen, für Investitionen kommunaler und sozialer Unternehmen sowie für ländliche Entwicklung stellte die Sparkassen-Finanzgruppe 2025 ein weiteres Mal Förderkredite aus Darlehensprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) in Höhe von 880,0 Millionen Euro (2024: 63,1 Millionen Euro) bereit. 736 (2024: 580) Vorhaben konnten damit gefördert werden. Der Anstieg von Förderkrediten an kommunale und soziale öffentliche Einrichtungen lässt sich hauptsächlich auf die hohe Inanspruchnahme des IKU-Investitionskredites zurückführen.
Finanzierung von Wohnraum
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt macht weiter große Anstrengungen im Wohnungsbau notwendig. Angesichts steigender Mieten und des Mangels an bezahlbarem Wohnraum ist der Wohnungsbau eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung. Förderkredite stellen dabei ein wesentliches Instrument dar, um neue Bauprojekte zu realisieren und den Wohnungsmarkt zu entlasten. Die Sparkassen-Finanzgruppe spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Im Jahr 2025 konnte sie die Vergabe von Förderkrediten mit insgesamt 22.822 Krediten und einem Volumen von 2.252,1 Millionen Euro (2024: 2.233,1 Millionen Euro) stabil halten.
Zugänge zu Finanzdienstleistungen
Wettbewerb in der Kreditwirtschaft kommt Verbrauchern und Unternehmen zugute. Den gesetzlichen Auftrag, in ihren Trägergebieten Finanzdienstleistungen bereitzustellen und für alle zugänglich zu machen, erfüllen die Sparkassen in Deutschland flächendeckend.
Wir sind als Sparkassen mit bundesweit 6.669 mitarbeiterbesetzten Filialen (2024: 6.798) in jedem Geschäftsgebiet persönlich erreichbar. Darüber hinaus stehen den Kundinnen und Kunden bundesweit 3.904 SB-Filialen (2024: 3.937) und 19.600 Geldautomaten zur Verfügung. Für spezielle Beratungsanforderungen stehen bundesweit 2.083 Kompetenz-Center der Sparkassen zu den Themen Vermögensmanagement, Immobilien, Private Banking sowie für Firmen- und Gewerbekunden zur Verfügung.
Unser Online-Banking bietet ergänzend eine sichere und bequeme Möglichkeit, Bankgeschäfte jederzeit zu erledigen. Die Anzahl der Nutzer dieses Angebots steigt kontinuierlich und erhöhte sich im Jahr 2025 auf rund 32 Millionen (2024: rund 31 Millionen). Außerdem stellen wir die Banking-App Sparkasse zur Verfügung. Sie ist die meistgenutzte Finanz-App in Deutschland. Zum Stand 31. Dezember 2025 gab es ca. 19,65 Millionen Installationen (2024: 17,87 Millionen). Ergänzend dazu versorgen wir mit 64 fahrbaren Filialen (2024: 67) Menschen in abgelegenen Gebieten und gewährleisten damit weiterhin eine persönliche Finanzbetreuung. Des Weiteren bieten Sparkassen je nach Bedarf auch individuelle Beratungslösungen sowie fremdsprachliche Beratung an, um die erfolgreiche Einbindung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in unsere Gesellschaft und in das Wirtschaftsleben zu unterstützen.
Außerdem wurde das Online-Angebot um die App Sparkasse Business weiter ausgebaut. Sie beinhaltet alle Funktionen der App Sparkasse und bietet darüber hinaus noch weitere gewerblich spezifische Angebote für Geschäfts- und Gewerbekunden, die ihr Banking selbst erledigen. Neben der Nutzung des S-Firmenkundenportals und der Business Center mit den Beraterinnen und Beratern vor Ort haben diese mit der App jederzeit und überall die aktuelle Übersicht über ihre Konten, Umsätze und Überweisungen. Wie die App Sparkasse auch kann die App Sparkasse Business dabei verschiedene Konten und Depots bündeln, auf Wunsch auch solche, die bei anderen Kreditinstituten geführt werden. Zusätzlich können sie mit den integrierten Lexoffice-Funktionalitäten auch die Buchhaltung mit dem Smartphone vorbereiten. Belege wie Kassenbons, Quittungen oder Rechnungen können einfach fotografiert und direkt in die Buchhaltungssoftware Lexoffice geladen werden. Die App Sparkasse Business, ebenso wie die App Sparkasse und die Internet-Filiale, werden kontinuierlich nach den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden ausgebaut und modernisiert.
Mit dem Bezahldienst Wero steht Privatkundinnen und -kunden zudem eine einfache, schnelle und sichere Bezahlmöglichkeit „made in Europe“ zur Verfügung, ohne Drittanbieter-Apps oder andere Plattformen. Eine steigende Zahl an Online-Shops nutzt diese Bezahlmöglichkeit. Wero bietet außerdem eine passende Funktion für Solo-Selbstständige und Kleingewerbetreibende.
Finanzwirtschaftliche Grundversorgung für wirtschaftlich schwächere Privatpersonen
Mit der Führung von Bürgerkonten und Basiskonten ermöglichen wir es jedem Verbraucher, unabhängig von seiner persönlichen Situation, Einkommen, Alter oder Nationalität ein Girokonto zu führen und damit am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen. Von den über 37,7 Millionen Privatgirokonten, die bei der Sparkassen-Finanzgruppe geführt werden, wurden im Berichtsjahr 2025 knapp zwei Millionen Konten als Bürger- bzw. Basiskonten bei den Sparkassen geführt. Das Bürgerkonto wird auf Guthabenbasis geführt, sodass keine Verschuldung möglich ist. Abgelehnt oder gekündigt werden kann ein solches Konto nur aus wichtigen Gründen, etwa weil Dienstleistungen missbraucht oder vereinbarte Kontoführungsentgelte nicht bezahlt wurden.
Basiskonten und Bürgerkonten werden gleichgesetzt.
*Angegeben ist die Zahl der Nutzungsverträge; aktive Online-Banking-Kund/innen (mindestens ein Login innerhalb der letzten 90 Tage, unabhängig von der Kontenart): 25.258.000. (Quelle: KW-Radar)
Angebote für benachteiligte Bevölkerungsgruppen
Die Sparkassen-Finanzgruppe bekennt sich zu ihrer Verantwortung für die Menschen. Faire Partnerschaft heißt für uns auch, niemanden von modernen Finanzdienstleistungen auszuschließen. Unser Ziel ist es, unsere Produkte und Dienstleistungen für jeden Kunden gleichberechtigt zugänglich zu machen. Das 2013 eingeführte Leitbild und Gesamtkonzept wird in den Instituten umgesetzt und fortlaufend weiterentwickelt.
Schritt für Schritt bauen wir den barrierefreien Zugang zu unseren Filialen, zu den Selbstbedienungsgeräten, zu unserem Internetauftritt und zu unserem gesamten Beratungsangebot aus. Das Netz von rund 10.573 Filialen und SB-Standorten ist mit rund 36.152 vollkommen oder teilweise barrierefreien Geldautomaten, SB-Terminals bzw. Kontoauszugdrucker ausgestattet. Diese Automaten sind sehbehindertenunterstützend bzw. rollstuhlgerecht oder beides zugleich. Bereits jetzt sind fast alle Standorte (weitgehend) rollstuhlgerecht* ausgestaltet worden.
Den nächstgelegenen Standort – inklusive Angaben zur barrierefreien Ausstattung und evtl. Öffnungszeiten – zeigen die Filialsuche auf sparkasse.de bzw. die Sparkassen-Apps. Die Sparkassen haben im Online-Bereich das Serviceangebot durch Informationsmaterialien in leichter Sprache, Videos in Gebärdensprache oder vorlesbare PDFs nahezu deutschlandweit ergänzt. Dieses barrierearme Informationspaket ist in der Internet-Filiale der Sparkassen abrufbar. Auch das Online-Banking ist barrierefrei, was sich durch eine einfache Bedienbarkeit auszeichnet und für die Nutzung mit Vorleseprogrammen („Screen Reader“) optimiert ist.
Ebenfalls stehen die barrierefrei gestalteten Sparkassen-Apps zum Download in den einschlägigen App-Stores bereit.
Auch Menschen, die nicht in der Lage sind, in eine Filiale zu kommen, werden von ihrer Sparkasse betreut. Für ältere Menschen oder für langfristig erkrankte Kundinnen und Kunden bieten wir bei Bedarf auch Hausbesuche an. Die Nähe unserer Beschäftigten zu unseren Kundinnen und Kunden hilft dabei, Barrieren zu überwinden.
Wir arbeiten kontinuierlich daran, dieses Angebot zu erweitern und damit die Barrierefreiheit in der Sparkassen-Finanzgruppe zu erhöhen.
*Weitgehend rollstuhlgerecht bedeutet, dass der Eingang stufenlos erreichbar bzw. die Eingangsstufe nicht höher als zwei Zentimeter ist, alle Räumlichkeiten für Rollstuhlfahrer grundsätzlich (ohne Ausnahme) befahrbar sind und, falls Toiletten vorhanden sind, diese rollstuhlgerecht aufgesucht werden können.
Finanzpartner für alle Bevölkerungskreise
Sparkassen sind der verlässliche Finanzpartner für alle Menschen, unabhängig von Einkommen, gesellschaftlichem Status oder Lebens- und Wohnumfeld. Für Privatpersonen haben sie im Jahr 2025 ein Kreditvolumen von rund 432,6 Mrd. Euro im Bestand gehalten (2024: 424,8 Mrd. Euro). Dabei sind Sparkassen nicht nur der kompetente und leistungsstarke Finanzpartner für größere Investitionen wie den Erwerb eines Eigenheims. Auch für kleinere private Ausgaben stellen sie bedarfsgerechte Ratenkredite zu transparenten und verlässlichen Konditionen bereit.
Ihre Verantwortung bei der Vergabe von Konsumentenkrediten nehmen sie sehr ernst und beraten ihre Kundinnen und Kunden so, dass auf Basis einer sorgfältigen Kreditwürdigkeitsprüfung eine für sie tragfähige Haushaltsrechnung gewahrt bleibt. Selbst wenn Kundinnen und Kunden, etwa durch eine unvorhersehbare Notlage, in Zahlungsschwierigkeiten geraten, begleiten sie Beraterinnen und Berater der Sparkasse vor Ort umsichtig, verantwortungsvoll und konstruktiv – zum Beispiel bei der Prüfung, welche Möglichkeiten einer vorübergehenden Stundung oder Anpassung der Tilgungsleistung bestehen.
Verlässlicher Finanzpartner für kleine und mittlere Unternehmen
Die Sparkassen sind der führende Finanzpartner der kleinen und mittleren Unternehmen sowie der Selbstständigen in Deutschland. Insgesamt stellten die Sparkassen den Unternehmen und Selbstständigen im Berichtsjahr ein Kreditvolumen in Höhe von rund 549,6 Milliarden Euro (2024: 543,9 Mrd. Euro) zur Verfügung.
Die Sparkassen kennen ihre Kundinnen und Kunden und deren Umfeld. Auch in länger andauernden Krisenzeiten, die zu Lücken in den internationalen Lieferketten oder zu hohen Preisen auf dem Energiemarkt führen können, übernehmen sie eine Pufferfunktion und helfen den Unternehmen, temporäre Unwägbarkeiten zu überstehen. Sparkassen stellen schnell, flächendeckend, zielgerichtet und zuverlässig bereit, was die Kunden benötigen: Beratung, Flexibilität, Liquidität und mittel- bis langfristige Finanzierungsmittel. Nur über bilaterale Kreditvereinbarungen und ein flächendeckendes Hausbankennetz sind die Absicherung der kurzfristigen Solvenz sowie der langfristige Erhalt erfolgreicher Geschäftsmodelle insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen darstellbar.
Die Sparkassen sicherten auch 2025 die Handlungsfähigkeit vieler Betriebe durch die Bereitstellung von Betriebsmittelkrediten in Höhe von 350,4 Milliarden Euro (2024: 351,5 Mrd. Euro). Damit leisteten die Sparkassen auch einen Beitrag zur Stabilisierung von Arbeitsplätzen in ihrem Trägergebiet.
Das gesamte Neugeschäft allein der Sparkassen mit Krediten an Unternehmen und wirtschaftlich Selbstständige belief sich 2025 auf 94,5 Milliarden Euro (2024: 83,3 Mrd. Euro), ohne die durch Landesbanken an eigene Kunden vergebenen Förderkredite.
Förderung von Innovationen im Mittelstand
Die Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt mittelständische Unternehmen gezielt bei der Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte und Dienstleistungen ebenso wie bei der Realisierung von größeren Innovationsvorhaben. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen. Im Jahr 2025 unterstützten wir 76 Gründungsvorhaben mit Risikokapital (Venture Capital) (2024: 40). Die für die Frühphase von den Beteiligungsgesellschaften der Sparkassen bereitgestellten Eigenkapital- und eigenkapitalähnlichen Mittel beliefen sich auf 34,5 Millionen Euro (2024: 11,0 Millionen Euro).
Darüber hinaus wurden 268 Innovationsvorhaben (2024: 242) im Volumen von 363,3 Millionen Euro (2024: 191,2 Millionen Euro) aus KfW-Förderprogrammen finanziert.
Eine Reihe von Sparkassen bieten mit dem S-Transformationskredit außerdem eine zentrale Lösung zur Transformationsfinanzierung an. Ob für Investition in energieeffizientere Maschinen, in erneuerbare Energien oder in neue Produktionsprozesse, das Finanzierungsrahmenwerk klassifiziert mehr als 200 Verwendungszwecke mit Nachhaltigkeitsbezug. Die Sparkassen-Finanzgruppe hat im letzten Jahr mit rund 1,1 Milliarden Euro die Transformation im Mittelstand begleitet.
Förderung des Auslandsgeschäfts
Mit seinem EuropaService unterstützt der DSGV seine Mitglieder, Sparkassen und auch Firmenkunden direkt bei vielfältigen Fragestellungen rund um das internationale Geschäft. Dank des digitalen Angebots finden Firmenkunden vom Schreibtisch aus neue Abnehmer und Lieferanten oder erkunden neue Märkte. Damit öffnet der EuropaService kostenlos vor Ort den Zugang zu ausländischen Märkten und fördert nachhaltiges Wachstum in der Region, denn die Diversifikation der Absatz-, Beschaffungs- und Produktionsmärkte steigert die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen.
Darüber hinaus hat der EuropaService 2025 auch 134 individuelle Beratungen für Institute der Sparkassen-Finanzgruppe und für Firmenkunden geleistet (2024: 152). Hierbei nutzt er seine Assoziierung mit dem Enterprise Europe Network der EU-Kommission, dem größten Unterstützungsnetzwerk für KMU mit internationalen Ambitionen. Dessen rund 600 Partnereinrichtungen – Wirtschaftskammern, Regional- und Innovationsförderer – in mehr als 60 Ländern weltweit bindet der EuropaService in das internationale Netzwerk der Sparkassen-Finanzgruppe ein.
Lieferketten können schnell reißen, durch geopolitische Herausforderungen, länderübergreifende Konflikte und Kriege sowie unvorhergesehene Umweltereignisse. Durch die Umstrukturierung der Wertschöpfungs-ketten lassen sich Risiken streuen und Abhängigkeiten reduzieren. Hierbei sind vor allem europäische Länder im Fokus, sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU. Vor allem über diese Länder wünschen sich die Firmenkunden von ihren Kreditinstituten auch Know-how über die geschäftlichen Rahmenbedingungen, die der EuropaService in seinen Länderinformationen liefert.
Der S-CountryDesk unterstützt Unternehmenskunden der Sparkassen beim Auslandsgeschäft und stellt Auslandskontakte, Finanzierungspartner und Anlaufstellen zur Verfügung. Alle Informationen sind in der vom S-CountryDesk entwickelten App „S-weltweit“ kostenfrei für jeden abrufbar. Dank der persönlichen Beziehungen zu den Partnern im Ausland können Anfragen von Unternehmen unbürokratisch und ergebnisorientiert bearbeitet werden.
Auslandsaktive Kunden der Sparkassen haben auch im Jahr 2025 diesen Service genutzt, es wurden 440 Anfragen für 70 verschiedene Länder gestellt.
Kompetenter und verlässlicher Partner für Gründerinnen und Gründer
Die Förderung von Unternehmensgründungen – insbesondere auch in schwierigen Zeiten – gehört zu den wichtigen Aufgaben der Sparkassen-Finanzgruppe. Dadurch leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur regionalen Wirtschaftsentwicklung und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in den Regionen. Dabei setzen Sparkassen sowohl eigene Mittel als auch Refinanzierungen durch Förderbanken des Bundes und der Länder ein.
2025 hat die Sparkassen-Finanzgruppe mit Geldmitteln aus KfW-Förderprogrammen insgesamt 3.404 Existenzgründungen finanziert (2024: 2.903). Die bereitgestellten Kredite belaufen sich auf 556,0 Millionen Euro (2024: 513,0 Millionen Euro).
Insgesamt finanzierten Sparkassen unter Berücksichtigung weiterer Fördermittel und von Eigenmitteln 8.720 Existenzgründungen (2024: 8.940) mit einem Volumen von 1.463,0 Millionen Euro (2024: 1.436,2 Millionen Euro). Von der Gesamtzahl der Existenzgründungen entfielen 5.975 auf Neugründungen (2024: 5.807) und 2.019 auf Übernahmen bestehender Unternehmen (2024: 2.286). Durch die finanzierten Vorhaben wurden rund 20.540 Arbeitsplätze (2024: 20.480) geschaffen bzw. erhalten.
*Das Programm „ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge“ ist zum 11.12.2024 eingeführt worden, als Nachfolgeprogramm von „ERP-Kapital für Gründung“, das seit dem 01.01.2023 ausgesetzt wurde.
Finanzpartner für Kommunen und kommunale Unternehmen
Unter den Fremdmitteln für Gemeinden ist der Kredit das bevorzugte Mittel. Die Sparkassen-Finanzgruppe stellte in 2025 rund 89,4 Milliarden Euro (2024: 77,8 Mrd. Euro) des Gesamtvolumens von 194,1 Milliarden Euro (2024: 172,2 Mrd. Euro) für die Gemeinden (inklusive Zweckverbände) zur Verfügung. Davon entfielen 47,8 Milliarden Euro (2024: 43,6 Mrd. Euro) auf die Landesbanken, rund 41,6 Milliarden Euro (2024: 34,2 Mrd. Euro) stellten die Sparkassen bereit. Sparkassen und Landesbanken verfügen zusammen per Ende 2025 über einen Marktanteil von 46,0 % (Sparkassen 21,4 %, Landesbanken 24,6 %).
Wirtschafts- und Strukturförderung
Der Handlungsbedarf bei Wirtschafts- und Strukturförderaktivitäten ist in vielen Regionen erheblich angewachsen. Gerade vor dem Hintergrund vieler zusätzlicher Herausforderungen – Stichworte sind hier unter anderem der Fachkräftemangel, löchrige Lieferketten, hohe Preise für Energie und Lebenshaltung, Nachholbedarf bei der Digitalisierung, der Krieg in der Ukraine und unsichere Handelsbeziehungen zu den USA – bleiben viele Unternehmen und Selbstständige weiter auf Fördermaßnahmen und auf den leichten Zugang zu Finanzierungen angewiesen.
Die Sparkassen werden diesen Prozess auch weiterhin in bewährter Form verlässlich begleiten. Denn nach wie vor gilt: Nur wenn es der Region gut geht, können die Sparkassen als regional verankerte Kreditinstitute erfolgreich sein und qualitativ hochwertige Leistungen für Menschen und Wirtschaft zu fairen Preisen bereitstellen. Die Sparkassen arbeiten daher gemeinsam mit Kommunen, Unternehmen, Institutionen und Bürgerinnen und Bürgern an einer nachhaltigen Entwicklung in der Region und der Bewältigung der aktuellen und anstehenden Herausforderungen. Im Jahr 2025 stellten die Sparkassen insgesamt knapp 17 Millionen Euro (2024: 14,97 Mio. Euro) für die Wirtschafts- und Strukturförderung bereit und stellten einmal mehr ihre Verlässlichkeit in diesem zentralen Handlungsbereich unter Beweis.
Förderung der Innovationsfähigkeit in der Region
Sparkassen sind als Finanzdienstleister in ihren Regionen Finanzierer, Treiber und zugleich selbst Orientierung für Innovationen. Die Verankerung der Einzelinstitute in den regionalen Wirtschaftskreisläufen ermöglicht es, Lösungen bereitzustellen, die optimal auf die regionalen Anforderungen ausgerichtet sind und damit einen individuellen Mehrwert bieten.
Seit Jahren bietet der Deutsche Sparkassen- und Giroverband daher ein spezielles internes Innovationsförderprogramm für die Sparkassen, Landesbanken und Verbundpartner in der Sparkassen-Finanzgruppe an. Ziel ist die Schaffung von Freiräumen und Anreizen für Forschung und Entwicklung, für kreative Ideen und die Erprobung neuer Ansätze, um zum Beispiel durch die Institute digitale Innovationen in den Bereichen Produkt, Service, Prozess, Design auf den Weg zu bringen. Im Jahr 2025 wurden zwölf Innovationsinitiativen der Sparkassen-Finanzgruppe mit insgesamt 2.474.500 Euro gefördert.
Außerdem haben Sparkassen die Möglichkeit, sich über gemeinsame Plattformen miteinander zu digitalen Themen und Innovationsthemen auszutauschen oder Ideen im Verbund zu verfolgen und umzusetzen. Auch haben einzelne Sparkassen eigene Innovations-Hubs gegründet, um regionale digitale Themen anzugehen, gemeinschaftlich vernetzt mit der Wirtschaft und der Bevölkerung vor Ort. Ziel all dieser Initiativen ist es, die Sparkassen und ihre Kunden „fit“ für das digitale Zeitalter zu machen, ihnen Unterstützung und Austausch zu bieten sowie den Anschluss an Mitbewerber in der Region zu behalten und die Marktführerschaft weiter auszubauen.
Förderung regionaler Aus- und Weiterbildungsinitiativen
Kleine und mittlere Unternehmen benötigen gut ausgebildete Fachkräfte für eine erfolgreiche Zukunftsentwicklung. Als Partner der Wirtschaft engagieren wir uns daher für die Erschließung von Potenzialen für den regionalen Arbeitsmarkt. Die Sparkassen tragen so dazu bei, dass die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektiven der Regionen dauerhaft erhalten und verbessert werden.
Zu diesem Engagement gehört unter anderem die Qualifizierung von Jugendlichen mit verschiedenen Bildungshintergründen für eine künftige Ausbildung. Hierzu fördern die Sparkassen bzw. ihre Stiftungen gezielt Aktivitäten, durch die auch junge Menschen mit schulischen Problemen eine Chance auf eine gute Ausbildung in der Region erhalten.
Mithilfe der Sparkassen konnte so eine Vielzahl von Vorhaben realisiert werden, wie zum Beispiel die Vermittlung von Jugendlichen in Qualifizierungsprogramme oder kommunikative Offensiven zur Gewinnung von Auszubildenden.
Die Berichterstattung über konkret ergriffene Maßnahmen und einzelne realisierte Vorhaben erfolgt auf Institutsebene.
Förderung unternehmerischer Tätigkeit
Als regionale Kreditinstitute haben Sparkassen die Aufgabe, unternehmerische Tätigkeit in ihrem Geschäftsgebiet zu fördern. Vor diesem Hintergrund stellen sie für Unternehmen und Kommunen in der Region aktuelle Marktinformationen bereit, die diese in der Regel nur mit hohem Aufwand selbst generieren könnten. Der Branchendienst der Sparkassen-Finanzgruppe liefert u. a. umfassende Branchenberichte zu 65 Branchen in Deutschland. Diese beinhalten volkswirtschaftliche und sparkassenspezifische Kennzahlen sowie Informationen zu Wettbewerb, Rahmenbedingungen und Trends. Diese Informationen stellen die Sparkassen ihren Kundinnen und Kunden im Rahmen der ganzheitlichen Beratung zur Verfügung. Auch die Qualifikation von Unternehmern fördern die Sparkassen mit gezielten Angeboten. Dabei binden sie die Kompetenzen und Stärken ihrer Partner in der Sparkassen-Finanzgruppe mit ein.
Förderung von Finanzbildung
Finanzielle Bildung ist eine Schlüsselkompetenz für Verbraucherinnen und Verbraucher. Zur dauerhaften Sicherung des Wohlstands für alle Bevölkerungsschichten brauchen die Menschen neben einem verlässlichen, einfachen Zugang zu Finanzdienstleistungen vor allem ausreichende Finanzkenntnisse für alltägliche Konsumentscheidungen und für ihre persönliche finanzielle Zukunftsgestaltung. Finanzielle Bildung stärkt Menschen in ihrem finanziellen Wohlergehen, sichert soziale und wirtschaftliche Teilhabe und leistet einen wichtigen Beitrag zur Finanzmarktstabilität.
Förderung von Finanzkompetenz
Die Förderung von finanzieller Bildung ist Teil des öffentlichen Auftrags der Sparkassen-Finanzgruppe. Sie übernimmt mit einem breiten Bildungsangebot zur Stärkung der Finanzkompetenz gesellschaftliche Verantwortung. Die zentralen Finanzbildungseinrichtungen des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands e. V. (DSGV) stehen unter der Überschrift „Finanzbildung für alle“ und sichern damit einen offenen, kostenfreien Zugang für alle Bevölkerungsgruppen.
Im Bereich der Erwachsenenbildung unterstützt der Beratungsdienst Geld und Haushalt seit 1958 private Haushalte mit werbe- und kostenfreien Angeboten zur Budget- und Finanzplanung. Rund 1 Mio. Menschen nutzen jedes Jahr die Angebote von Geld und Haushalt. Im Jahr 2025 wurden 450.000 Broschüren direkt an interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher ausgegeben oder über die Sparkassen und andere öffentliche Einrichtungen abgerufen. Die Online-Angebote zur Budgetplanung wurden von rund 325.000 Nutzerinnen und Nutzern eingesetzt. Bundesweit wurden 33.000 Teilnehmende mit rund 1.100 Vorträgen zu finanz- und verbraucherrelevanten Themen erreicht, darunter auch Online-Vorträge.
Der DSGV engagiert sich im UNESCO-Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und arbeitet aktiv mit in der vom Bundesbildungsministerium einberufenen Nationalen Plattform zu „ESD for 2030“, das das Weltaktionsprogramm in Deutschland fortschreibt. 2025 wurde das Programm „Finanzbildung für alle“ des DSGV für sein vorbildliches Engagement zur Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgezeichnet. Die Bildungsangebote des Beratungsdienstes Geld und Haushalt und des Sparkassen-Schulservice zielen auf die Befähigung der Menschen, im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu handeln.
Beiträge zur Wirtschaftserziehung
Die Sparkassen bekennen sich aktiv zu ihrem Bildungsauftrag und unterstützen Schulen und andere Bildungsträger bei der Wirtschaftserziehung und Finanzbildung.
Der Sparkassen-Schulservice stellt Lehrkräften eine breite Palette an Unterrichtsmaterialien zu den Themen Geld, Finanzen, Bewerbung und Berufsorientierung zur Verfügung. Aus mehr als 200 digitalen, druckbaren und gedruckten Unterrichtsmaterialien können Lehrkräfte passende Inhalte für ihren Unterricht zur finanziellen Bildung finden und nutzen. Die Medien richten sich an Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen und unterstützen den Kompetenzerwerb im täglichen Umgang mit Geld. Alle Bildungsangebote sind kostenfrei, neutral und ohne Werbung. Der Sparkassen-Schulservice erreicht bundesweit jährlich knapp 50.000 Lehrkräfte und damit rund 1,2 Mio. Kinder und Jugendliche. 2025 feierte der Sparkassen-Schulservice sein 50-jähriges Jubiläum.
Das jährlich stattfindende Planspiel Börse der Sparkassen macht junge Menschen mit der Funktionsweise der Wirtschaft und der Börse und den Aspekten einer nachhaltigen Geldanlage vertraut. In der Spielrunde 2025 waren deutschlandweit rund 123.000 Teilnehmende, rund 3.200 Bildungseinrichtungen und 314 engagierte Institute in den verschiedenen Wettbewerben begeistert dabei. Auch in der sparkasseninternen Aus- und Weiterbildung ist das Lernspiel bei Sparkassen-Auszubildenden und Sparkassen-Mitarbeitenden ein fester Termin im Jahreszeitplan.
Zum Engagement der Sparkassen zählt auch das Existenzgründer-Planspiel Deutscher Gründerpreis für Schüler:innen, eine gemeinsame Initiative der Sparkassen, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie von Porsche und dem ZDF. Rund 100.000 Jugendliche ab 16 Jahren haben seit 1999 am Deutschen Gründerpreis für Schüler:innen teilgenommen. Die Teams der allgemein- oder berufsbildenden Schulen verwandeln in dem internetbasierten Wettbewerb ihre Ideen in fiktive Unternehmenskonzepte inklusive Businessplan und Marketingstrategie. Deutschlands größtes Existenzgründer-Planspiel ist neben den Kategorien StartUp, Aufsteiger und Lebenswerk eine Kategorie des Deutschen Gründerpreises.
Die Berichterstattung über die einzelnen Aktivitäten und Maßnahmen erfolgt auf Institutsebene.
Förderung von Schuldenprävention
Mangelnde wirtschaftliche Haushaltsführung ist eine Ursache für Überschuldung. Daher entwickelt Geld und Haushalt, Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe, im Rahmen von Kooperationen passgenaue, zielgruppengerechte Materialien, Info-Tools und Vorträge für Verbraucherinnen und Verbraucher. Diese dienen dazu, die eigenen Finanzen zu ordnen, frühzeitig die Gefahr einer ungeplanten Verschuldung zu erkennen und eine folgende Überschuldung zu vermeiden. Bundesweit setzen Schuldner- und Sozialberatungen diese kostenfreien Angebote im Rahmen präventiver Maßnahmen in ihrer Beratungsarbeit ein. Darunter sind auch niederschwellige Angebote wie die kostenfreie Planungshilfe „Das einfache Haushaltsbuch“, die auch in Englisch, Französisch, Arabisch, Ukrainisch und Russisch erhältlich ist.
Geld und Haushalt bietet in Kooperation mit dem „Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V. (DIE)“ einen Schulungsworkshop für Multiplikator:innen zur Sensibilisierung und fachlichen Unterstützung bei der Vermittlung von finanzieller Grundbildung im Beratungsprozess an.
Die Berichterstattung über konkrete Aktivitäten vor Ort im Bereich der Schuldenprävention erfolgt auf Institutsebene.
| Beispielhafte Förderprojekte der Sparkassen-Finanzgruppe |
| Planungshilfe „Mein Haushaltsbuch“ |
| Online-Haushaltsbuch „Web-Budgetplaner“ |
| Finanzchecker-App |
| Referenzbudgets |
Bildungsförderung in den Regionen
Gute Bildung ist nicht nur die Grundlage für persönliche Entwicklungsperspektiven und wirtschaftlichen Wohlstand. Ein leichter Zugang zu Bildungsangeboten, gut ausgestattete Bildungseinrichtungen sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sind auch die Basis für gute Zukunftsperspektiven in der Wissensgesellschaft von morgen.
Als gemeinwohlorientierte Finanzinstitute fördern wir deshalb Aktivitäten, die zur Stärkung von wirtschaftlicher und sozialer Teilhabe befähigen. Dazu gehören auch Bildungs- und Fortbildungsangebote in den Regionen, die Menschen aller Altersgruppen und Einkommensbereiche zugutekommen. Wesentliche Schwerpunkte unserer Bildungsförderung sind beispielsweise die Präventionsarbeit im Jugendbereich zur Vorbeugung schulischer und sozialer Benachteiligung. Mithilfe der Sparkassen und ihrer Stiftungen konnte auch 2025 eine Vielzahl von Maßnahmen initiiert werden. Die Angebote wurden von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen genutzt.
Von den 770 Stiftungen der Sparkassen-Finanzgruppe setzt sich ein großer Teil gemäß Satzungszweck auch für Bildung und/oder Wissenschaft ein, davon 28 Stiftungen (2024: 25) sogar ausschließlich für Bildung und 10 Stiftungen (2024: 11) ausschließlich für Wissenschaft und Forschung.
Die Berichterstattung über konkrete lokale Maßnahmen und vor Ort realisierte Vorhaben erfolgt auf Ebene der einzelnen Institute.
Förderung sozialer Angebote und Strukturen in der Region
Die Sparkassen unterstützen vielfältige Initiativen und Projektträger in den Regionen, beispielsweise eine Vielzahl von Angeboten, die zur Stärkung des sozialen Miteinanders und Zusammenhalts beitragen. Diese waren auch 2025 vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage und einer angespannten Situation in vielen kommunalen Haushalten von besonderer Bedeutung für den Erhalt funktionierender sozialer Strukturen. Die Vermeidung sozialer Härten, zum Beispiel in der Kinder- und Jugendarbeit oder bei Kulturschaffenden, stand im Mittelpunkt der Förderung vieler privater und gemeinnütziger Aktivitäten. Darüber hinaus fördern Sparkassen auch Projekte im Bereich Gesundheit und Gesundheitsprävention für Menschen aller Altersgruppen.
Insgesamt wurden in den Trägergebieten im Berichtsjahr 87,5 Millionen Euro (2024: 94,2 Millionen Euro) für soziale Zwecke von den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe sowie deren Stiftungen bereitgestellt. Von den 770 Stiftungen der Sparkassen-Finanzgruppe setzt sich ein großer Teil gemäß Satzungszweck auch für soziale Projekte ein, davon 77 Stiftungen (2024: 80) sogar ausschließlich.
Mit diesem Engagement stärken die Sparkassen die soziale und wirtschaftliche Teilhabe aller Menschen, unterstützen die Kommunen bei der Bewältigung wichtiger gesellschaftlicher Aufgaben und tragen zugleich dazu bei, eine weitere Schwächung des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu verhindern.
Förderung von Integration
Meinungsvielfalt und die Integration von Menschen mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft und unter-schiedlichem kulturellem Hintergrund sind weiterhin wichtige Eckpfeiler für gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Erfolg des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Gleiche Chancen beim Zugang zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe sind gleichermaßen unverzichtbare Voraussetzung für Wachstum und Wohlstand wie für gelungene Integration.
Die Sparkassen unterstützen wichtige Institutionen wie Wohlfahrtsverbände und Vereine mit sozialen Aufgaben, die mit den von ihnen zur Verfügung gestellten Mitteln eine engagierte und erfolgreiche Integrationsarbeit in den Regionen leisten. Dazu gehören unter anderem Bildungsprogramme, Maßnahmen zur Sprachförderung und Projekte zur interkulturellen Verständigung. Darüber hinaus haben die Sparkassen auch eigene Initiativen für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ergriffen, zum Beispiel Initiativen zur Förderung von Integrationsarbeit über Sport- und Kulturveranstaltungen.
Mit diesem Engagement für den Erhalt und die Weiterentwicklung intakter gesellschaftlicher Strukturen leistet die Sparkassen-Finanzgruppe einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und seiner Regionen. Die Berichterstattung über konkrete lokale Maßnahmen und vor Ort realisierte Vorhaben erfolgt auf Institutsebene.
Förderung regionaler Kulturangebote
Als gemeinwohlorientierte Kreditinstitute setzen sich die Sparkassen und ihre Stiftungen seit Jahren engagiert und mit erheblichen finanziellen Ressourcen dafür ein, dass allen Bürgerinnen und Bürgern in den Trägergebieten ein vielfältiges kulturelles Angebot sowie ein breit gefächertes Freizeitangebot ermöglicht wird. So fördern und unterstützen wir regionale Kulturangebote wie beispielsweise Museen, Kulturveranstaltungen und Ausstellungsprojekte, Bildungsangebote für den musikalischen Nachwuchs und im künstlerischen Bereich allgemein sowie Kulturvereine und Initiativen zur Brauchtumspflege. Wir leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Teilhabe und zur Steigerung der Lebensqualität vor Ort. Flankiert wird dieses Engagement durch die gezielte Förderung von Highlightprojekten mit nationaler und internationaler Strahlkraft. Hier nimmt der Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Initiativen der Finanzgruppe im Kulturbereich auf, bündelt sie, ergänzt die Förderung und kommuniziert sie überregional.
Dabei handeln Sparkassen auch in schwierigen Zeiten aus der Überzeugung heraus, dass das gesellschaftliche Umfeld stimmen muss, damit sich Regionen wirtschaftlich weiterentwickeln können. Kunst und Kultur spielen dabei eine zentrale Rolle: Als Medien der Vermittlung und Verständigung eröffnen sie neue Perspektiven und Vorstellungswelten und befördern die Erneuerungskräfte unserer Gesellschaft. So stellte die Sparkassen-Finanzgruppe 2025 im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements rund 138,4 Millionen Euro (2024: 134,8 Millionen Euro) für den Kulturbereich zur Verfügung.
Damit ist die Sparkassen-Finanzgruppe der größte nichtstaatliche Kulturförderer Deutschlands mit zahlreichen Projekten. Gemeinsam mit ihren Kulturpartnerinnen und -partnern entwickelten die Sparkassen dabei für die Region stimmige Unterstützungsangebote oder leisteten einen Beitrag zur Verbesserung des Zugangs einzelner Zielgruppen zu Kulturangeboten, so beispielsweise mit der operativen Umsetzung des Kulturpasses für junge Menschen der Bundesregierung, dessen Etablierung die Sparkassen bundesweit unterstützt haben.
Von den 770 Stiftungen der Sparkassen-Finanzgruppe setzt sich ein großer Teil gemäß Satzungszweck auch für die Förderung von Kunst und Kultur ein, davon 160 Stiftungen (2024: 156) sogar ausschließlich.
Die Berichterstattung über konkrete lokale Maßnahmen und vor Ort realisierte Vorhaben erfolgt auf Institutsebene.
Förderung von Gesundheit und sozialem Zusammenhalt
Egal wie alt, wie fit, woher, ob mit oder ohne Behinderung: Sport ist gesund, macht stark, schafft Gemeinschaft und große Momente. Aus diesem Grund ist die Förderung von Sport in all seinen Facetten seit jeher eine Herzensangelegenheit der Sparkassen-Finanzgruppe. Für Jugendliche, Familien mit Kindern, aber auch für ältere Menschen ist Sport darüber hinaus ein wichtiger Teil des sozialen und gesellschaftlichen Lebens.
Deshalb ist es der Sparkassen-Finanzgruppe ein Anliegen, überall in den Regionen mit dazu beizutragen, dass ein breites Angebot an sportlichen Aktivitäten für Menschen aller Altersgruppen, mit und ohne Behinderung sichergestellt ist. So engagieren sich die Sparkassen, ihre Verbundpartner und ihre Stiftungen mit unterschiedlichen Förderansätzen und -konzepten in ganz Deutschland auf mehreren Ebenen: beim Breitensport vor Ort, beim Nachwuchs und beim nationalen Spitzensport.
Stärkung der Vorbildfunktion
Fast alle Arten von Sportvereinen wurden oder werden von den Sparkassen gefördert. Daran hat sich auch im Jahr 2025 nichts geändert. Denn viele Sportvereine benötigen weiterhin eine Unterstützung, um sich an die geänderten Präferenzen der Bevölkerung anzupassen und ihre Angebote für die erfolgreiche Ansprache neuer Zielgruppen anzupassen – insbesondere angesichts der in den letzten Jahren festzustellenden neuen Dynamik mit steigenden Mitgliedschaften und einer Nachfrage nach neuen Trendsportarten.
Daneben fördert die Sparkassen-Finanzgruppe auch den Spitzensport, beispielsweise als „Top Partner“ des Olympia Team Deutschland und Team Deutschland Paralympics. Hier kann die Sparkassen-Finanzgruppe durch ihre Förderung einen Beitrag dazu leisten, dass die Konkurrenzfähigkeit bundesdeutscher Athletinnen und Athleten gegenüber Sportlerinnen und Sportlern anderer Nationen gestärkt wird. Zudem hat das Team Deutschland Vorbildcharakter, sowohl im sportlichen als auch im gesellschaftlichen Kontext.
Mit verschiedenen Maßnahmen setzen sich die Sparkassen dabei kontinuierlich für mehr Inklusion im Sport ein, beispielsweise im Rahmen der jährlichen Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Sie unterstützen konstant Programme und Initiativen für mehr Bewegung, beispielsweise als nationale Förderinnen des Deutschen Sportabzeichens, oder ebnen jungen Talenten den Weg zu sportlichen Spitzenleistungen und einem qualifizierten Bildungsabschluss, indem sie die Eliteschulen des Sports unterstützen. In den vergangenen Jahren konnten so unter anderem die Vereinbarkeit von Schule und Sport verbessert, Trainingsmaterialien, Sportausstattungen und Laptops angeschafft sowie die Mobilität von Athletinnen und Athleten optimiert werden. Davon profitieren derzeit mehr als 11.500 Schülerinnen und Schüler der insgesamt 43 Eliteschulen des Sports.
Die Sparkassen-Finanzgruppe verleiht zudem den „Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport“. Ausgezeichnet werden seit 1991 im Rahmen der ZDF-Gala „Sportler des Jahres“ olympische und paralympische Athletinnen und Athleten, die durch Leistung, Fairness, soziales Engagement, Teamgeist und Charakter überzeugt haben. Sie sind Identifikationsfiguren für junge Aktive und unsere Gesellschaft. Denn jeder Mensch braucht in guten wie in schwierigen Zeiten Vorbilder, die gesellschaftliche Werte wie Fair Play, Miteinander, Toleranz und Leis-tung vorleben. 2025 wurde die Para-Schwimmerin und zweimalige Paralympics-Siegerin Elena Semechin mit dem Sparkassenpreis ausgezeichnet.
Insgesamt haben die Sparkassen-Finanzgruppe und ihre Stiftungen im Jahr 2025 Fördermittel in Höhe von rund 106 Millionen Euro (2024: rund 103 Millionen Euro) für den Sport auf lokaler, regionaler und bundesweiter Ebene zur Verfügung gestellt und konnten so ihren sportlichen Partnern verlässlich zur Seite stehen. Von den 770 Stiftungen der Sparkassen-Finanzgruppe setzt sich ein großer Teil gemäß Satzungszweck auch für die Förderung von Sportangeboten ein, davon 30 Stiftungen (2024: 31) sogar ausschließlich.
Die Berichterstattung über lokale Maßnahmen und vor Ort realisierte Vorhaben erfolgt auf Institutsebene.
| Beispielhafte Förderprojekte der Sparkassen-Finanzgruppe |
| Nationaler Förderer des Deutschen Sportabzeichens |
| Hauptförderer der Eliteschulen des Sports |
| „Top Partner“ von Team Deutschland und Team Deutschland Paralympics |
| Tag des Wanderns |
| Beispielhafte Förderprojekte der regionalen Sparkassen und Stiftungen |
| TrainerBank – Deutschlandweit einmaliges Förderprogramm der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck |
| Unterstützung des Eis- und Rollsport-Clubs Hannover mit speziellen Geräten für das Sommertraining – Sparkassen-Sportfonds der Sparkasse Hannover |