Luftaufnahme einer Batteriespeicheranlage, die sich im Bau befindet.

Energiewende und Infrastruktur

Investitionen in Batteriespeicher

Batteriespeicher sind eine tragende Säule der Energiewende. Als Baustein der Energieinfrastruktur können sie schwankende Einspeisungen aus erneuerbaren Energien auffangen, Lastspitzen ausgleichen und die Netzstabilität erhöhen. Während Batteriespeichersysteme – kurz BESS – in der Vergangenheit meist als Ergänzung zu Wind- oder Solarparks geplant wurden, gewinnen seit einiger Zeit auch sogenannte Stand-alone-Speicher an Bedeutung. Der Grund ist einfach: Sie stellen unabhängig von Erzeugungsanlagen kurzfristig Energie bereit und verbessern so die Versorgungssicherheit.

Im Jahr 2025 hat die DAL Deutsche Anlagen-Leasing (DAL) gleich mehrere Speicherprojekte begleitet. Hervorzuheben ist die Strukturierung der Finanzierung eines Bauabschnitts für einen der größten Batteriespeicher Deutschlands in Leuna in Sachsen-Anhalt: Für zwei der mittlerweile fünf Einheiten arrangierte der Sparkassen-Verbundpartner die Projektmittel mithilfe eines Bankenkonsortiums unter Führung der DAL/Deutsche Leasing Finance. Der Speicher hat inzwischen eine Kapazität von 500 MWh, genug, um rund 125.000 Haushalte für einen Tag mit Strom zu versorgen. Im Laufe des Jahres 2026 soll er sogar auf 800 MWh ausgebaut werden. Neben dem finanzierten Teilabschnitt in Leuna hat die DAL 2025 auch in Großbatteriespeicher in Brietlingen, Niedersachsen, sowie in Herford, Nordrhein-Westfalen, investiert. Aktuell begleitet sie gemeinsam mit Finanzierungspartnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe zahlreiche weitere BESS-Projekte für ihre Kunden.

Um rund 60 %
ist die Großbatteriespeicher-Kapazität in Deutschland im Jahr 2025 gewachsen.

2025 – Rekordjahr für den Ausbau von Batteriespeichersystemen (BESS)

Auch die NORD/LB trat 2025 als Finanzierer von Batteriespeichersystemen in Erscheinung: In Stendal, Sachsen-Anhalt, hat sie ihre erste derartige Initiative in Deutschland begleitet. Das Projekt mit einem Finanzierungsvolumen von 87 Millionen Euro hat eine Kapazität von rund 210 MWh. Es markiert zudem einen wichtigen Schritt der NORD/LB im Bereich der Energieinfrastruktur. Denn nach ähnlichen Großprojekten in den USA, Großbritannien und Frankreich überträgt die Landesbank ihre langjährige Erfahrung nun verstärkt auch auf Batteriespeicher in Deutschland.

Die Finanzierung derartiger Projekte ist komplex. Wegen hoher Investitionskosten, kurzer technologischer Innovationszyklen und marktabhängiger Erlöse braucht es oft hybride, maßgeschneiderte Lösungen. Hinzu kommen politische und regulatorische Unsicherheiten. Doch durch die Kombination aus Bankenkonsortien, Einbindung von Fördermitteln und langfristigen Cashflow-Modellen lassen sich auch Stand-alone-Speicher wirtschaftlich tragfähig realisieren. Auf diese Weise könnte sich die installierte Kapazität großer Batteriespeicher in Deutschland bis Ende 2026 nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) sogar verfünffachen. Partner wie DAL und NORD/LB leisten durch ihre Projektfinanzierung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Netze, zur Transformation der Energieinfrastruktur und damit zum Gelingen der Energiewende.