Blick von oben und Entfernung. Zwei Männer in Arbeitsmontur stehen auf einem Windrad. Einer zeigt auf die dahinter liegende Landschaft mit Feldern, Häusern und anderen Windrädern.

Energiewende und Bürgerbeteiligung

Die Energiewende unterstützen und Geld verdienen

Der Wengeberg ist der höchste Berg im Ennepe-Ruhr-Kreis.
Seit einigen Wochen gibt es ein beeindruckendes Bauwerk auf dem Berg.
Die Energie-Firma AVU hat dort ein Windrad gebaut.
Das Windrad ist 192,4 Meter hoch.
Zum Vergleich: Der Kölner Dom ist 157 Meter hoch und damit kleiner.
Das Windrad soll im Jahr acht Millionen Kilowattstunden Strom produzieren.
Das ist so viel Strom, wie 2.300 Haushalte im Jahr verbrauchen.

Die Windkraftanlage hat noch etwas Besonderes.
Bürger und Bürgerinnen des Ennepe-Ruhr-Kreises konnten mit dem Projekt Geld verdienen.
Die Sparkasse an Ennepe und Ruhr hat dafür einen eigenen S-Klimabrief gemacht.
Dieser Sparkassenbrief gilt für 5 Jahre und hat einen guten Zins.
Der Verkauf startete im März 2024.
Viele Menschen wollten den Brief kaufen.

Auch in anderen Regionen Deutschlands setzen sich Sparkassen für erneuerbare Energien ein.
Auch Kundinnen und Kunden der Sparkassen sollen mit erneuerbaren Energien Geld verdienen können.
Die Kreissparkasse Melle hat dafür mit einem Windkraftanlagenbetreiber zusammengearbeitet.
Sie haben einen Bürger-Sparkassenbrief gemacht.
Den Brief konnte man für 1000 bis 5000 Euro kaufen.
Auch hier gibt es einen guten Zins.
Das Geld kommt teilweise von dem Betreiber der Windkraftanlagen.
Viele Menschen wollten das Angebot nutzen.
Ab Februar 2024 gab es diese Bürger-Sparkassenbriefe zu kaufen.
Sie waren sehr schnell ausverkauft.

Bürgerinnen und Bürger sollen bei der Förderung von Windkraft und Solarenergie mitmachen können.
Das ist aus mehreren Gründen wichtig.

  • Menschen können ihr Geld gut und sinnvoll investieren.
  • Außerdem werden Projekte für erneuerbare Energie in der Region beliebter.

Besonders über die größeren Projekte wird oft viel diskutiert.
Deshalb ist es wichtig, dass die Menschen in die Projekte investieren und mitbestimmen können.
Sie sind dann an der Energiewende beteiligt und verdienen daran.
Dann finden sie die Projekte auch besser.

31,5 %
Anteil an der inländischen Stromerzeugung machen Windenergie zur wichtigsten Energiequelle in Deutschland

Geld anlegen, weil sich die Sparkasse für die Energiewende engagiert

Die Kreissparkassen Esslingen-Nürtingen und Ostalb unterstützen die Energiewende auch.
Sie machen es aber etwas anders.
Sie bieten ihren Kunden einen Sparkassenbrief mit dem Namen „Impulsgeber Energienetze“ an.
Das ist ein ganz neues Projekt.
Beide Institute haben es zusammen mit dem Sparkassenverband Baden-Württemberg entwickelt.
Im Jahr 2023 hat sich eine Gruppe von Unternehmen zusammengetan.
Die SV SparkassenVersicherung leitet die Gruppe.
Die Gruppe hat fast ein Viertel der Anteile des Unternehmens Transnet BW gekauft.
Transnet BW betreibt Energienetze.
Energienetze leiten Strom zu den Menschen, die ihn verbrauchen.

Mit dem Sparkassenbrief „Impulsgeber Energienetze“ machen die Sparkassen auf ihr Projekt aufmerksam.
So wissen die Kundinnen und Kunden, dass die Sparkasse sich für die Energiewende einsetzt.
Das finden viele Menschen gut.
Sie legen deshalb ihr Geld bei der Sparkasse an.
Das ist eine sichere Form des Sparens.
Die Kundinnen und Kunden bekommen dafür gutes Geld.
Das Projekt ist so erfolgreich, dass andere Banken auch mitmachen wollen.
Auch die Sparkassen Bodensee, Ludwigsburg, Offenburg und Rottweil werden bald eigene Energienetz-Sparbriefe haben.
Das ist der Stand von Februar 2025.