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Nachhaltige Kreditprodukte

Finanzberatung ganz nach der persönlichen Façon

Auch im Zeitalter der Direktbanken wünschen sich viele Kunden immer noch persönliche Beratung – vor allem dann, wenn es um wichtige Finanzentscheidungen geht wie die Vorsorgeplanung oder den Kauf einer Immobilie. Aber welcher Berater passt zu welchem Kunden? Kompetenz ist sicher ein entscheidendes Kriterium. Aber für viele Kunden spielen auch andere Aspekte eine Rolle, etwa der Wunsch, auf echter Augenhöhe miteinander kommunizieren zu können und als Gesamtperson ernst- und wahrgenommen zu werden.

Mit „friends in banks“ hat die Frankfurter Sparkasse ein ebenso innovatives wie nützliches Tool entwickelt, um Kunden mit dem perfekten Berater zusammenzubringen – oder neudeutsch: zu „matchen“. Die Besonderheit des Tools besteht darin, nicht nur die notwendige fachliche Kompetenz auszuwählen, sondern zusätzliche Kriterien mit in Betracht zu ziehen, von denen man weiß, dass sie dem Kunden oder der Kundin wichtig sind bzw. wichtig sein könnten: Kann der Berater oder die Beraterin komplexe Dinge mit einfachen Worten erklären, haben er oder sie möglicherweise den gleichen Musikgeschmack, die gleichen Hobbies, sind sie in den gleichen Feldern ehrenamtlich engagiert usw.?

Rund 200 der Beraterinnen und Berater der Frankfurter Sparkasse machen mit und haben Hobbys oder Urlaubsvorlieben für die persönlichen Profile benannt

Die Funktionsweise ähnelt im Prinzip der einer Dating-Plattform. Kunden, die sich bei „friends in banks“ registrieren, beantworten zehn Fragen zu persönlichen Vorlieben und zu den Erwartungen an ein gutes Beratungsgespräch. Ein Algorithmus wertet die Antworten aus und schlägt bis zu sieben Beraterinnen oder Berater mit passendem Profil aus. Die letztliche Entscheidung treffen die Kunden.

Entwickelt wurde das Konzept von einem fünfköpfigen Team aus der Sparkasse, Unterstützung gab es vom hauseigenen Innovation Lab. Claudio Negro, einer der Initiatoren und Leiter des Projekts: „Geschäftsbeziehungen entwickeln sich erfolgreich, wenn Vertrauen entsteht und die Chemie stimmt.“ Und Marie-Luise Sessler vom Innovation Lab der Frankfurter Sparkasse, sieht in dem Konzept „ein Stück weit einen disruptiven Ansatz“, denn es überlasse den Kunden die Entscheidung, wen sie als Berater wollen.

Die Besonderheit des Sparkassen-Angebots wurde durch eine „spitze“ Kampagne in den Sozialen Medien flankiert

Die Kunden entscheiden, wer sie berät

In der Sparkasse stieß die ungewöhnliche Idee, die zu Beginn scherzhaft auch als „Spar-Ship“ bezeichnet wurde, anfangs hier und da durchaus auch auf Skepsis. Doch das Projektteam nahm sich Zeit, Fragen der Kolleginnen und Kollegen zu beantworten und deren Zweifel auszuräumen. „Wir haben die Beraterinnen und Berater intensiv eingebunden. Aufgrund dieser Wertschätzung war die Bereitschaft zur Mitwirkung dann so hoch“, bringt es Michael Koßmehl vom Innovation Lab auf den Punkt. Rund 200 und damit 90 Prozent der Beraterinnen und Berater machten schließlich mit, benannten Hobbys oder Urlaubsvorlieben für die persönlichen Profile und ließen sich mit oder ohne Krawatte, im Kostüm oder in Jeans für die Plattform fotografieren.

Die Resonanz zum Start war extrem positiv, die Nachfrage rege. Auch in den Medien wurde eifrig über die „friends in banks“ berichtet, beispielsweise in der FAZ, die anerkennend bestätigte, dass auch in der Bankenwelt „das Matching erst mal gut funktioniert“.

Robert Restani, Vorstand der Fraspa, sieht das Projekt ebenfalls als Erfolg. „Es bringt einen Imagegewinn für unser Institut, neue Kunden, mehr Beratungsgespräche und eine engere Beziehung zum bestehenden Kundenstamm“, sagt er. „Außerdem untermauert es unsere Präsenz in der Fläche und zeigt neue Möglichkeiten auf, wie wir unsere Filialen vor Ort stärken können.“

Das „friends in banks“ Team der Frankfurter Sparkasse

Nachhaltige Kreditprodukte
  • 6.658.950 Tsd. € Kredite für Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz
  • 1.726.120 Tsd. € Kredite für erneuerbare Energien
  • 2.028.997 Tsd. € Kredite für soziale Zwecke

Kredite für Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz

Die Steigerung der Energieeffizienz in privaten Haushalten, Unternehmen und bei der öffentlichen Hand ist unabdingbar für das Erreichen aller Klimaziele. Institute der Sparkassen-Finanzgruppe engagieren sich stark in der Kreditfinanzierung von Investitionen in Energieeffizienz und Umweltschutz. Dabei setzen sie sowohl eigene Mittel als auch Refinanzierungen durch Förderbanken des Bundes und der Länder ein.

Allein mit Geldmitteln aus Förderprogrammen der KfW und der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) hat die Sparkassen-Finanzgruppe 2018 Kredite in Höhe von 6.659,0 Millionen Euro für die Finanzierung von Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz bereitgestellt. 26.475 Projekte wurden damit finanziert. Bei Energie- und Umweltfinanzierungen tragen die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe auch für Förderkredite der KfW und der LR das volle Ausfallrisiko.

Kredite für erneuerbare Energien

Die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe engagieren sich umfassend für das Gelingen der Energiewende und in der Erzeugung erneuerbarer Energien. Dabei ist es ihnen ein Anliegen, private Kunden und Sparer, Verbraucher, Unternehmen und Institutionen vor Ort in die ökologische Weiterentwicklung der jeweiligen Region einzubeziehen. Dabei setzen sie sowohl eigene Mittel, teilweise aus zweckbestimmten Sparbriefen, als auch Refinanzierungen durch Förderbanken des Bundes und der Länder ein.

Für den Ausbau der erneuerbaren Energien stellte die Sparkassen-Finanzgruppe 2018 allein mit Geldmitteln aus Förderprogrammen der KfW und der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) Kredite mit einem Volumen in Höhe von 1.726,1 Millionen Euro (2017: 2.744,6 Millionen Euro) bereit. 2.962 (2017: 5.303) Vorhaben konnten damit finanziert werden. Bei Erneuerbare-Energie-Finanzierungen tragen die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe auch für Förderkredite der KfW und der LR das volle Ausfallrisiko.

Kredite für soziale Zwecke

Der demografische Wandel macht große Anstrengungen im Wohnungsbau, aber auch bei der Investition in öffentliche Gebäude notwendig. Ziel ist es, die Barrierefreiheit in Gebäuden zu verbessern und generationengerechtes Wohnen zu erleichtern. Die Sparkassen-Finanzgruppe ist ein verlässlicher Partner für private Kunden, die ihr Haus oder ihre Wohnung altersgerecht umbauen möchten. Auch der Bau von Kindertagesstätten, Pflege- und Altenheimen wie auch die Errichtung von Krankenhäusern stellen die Kommunen vor große Aufgaben.

Die Sparkassen-Finanzgruppe finanziert solche Vorhaben mit Krediten, deren Refinanzierung über Förderbanken oder über Eigenmittel erfolgt. Für den barrierefreien Umbau von Wohnraum und öffentlichen Einrichtungen sowie für Investitionen kommunaler und sozialer Unternehmen stellte die Sparkassen-Finanzgruppe 2018 allein mit Geldmitteln aus Förderprogrammen der KfW und der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) Kredite mit einem Volumen in Höhe von 2.029,0 Millionen Euro bereit. 26.450 Vorhaben konnten damit finanziert werden.

Produkte zur Stärkung sozialer Eigenvorsorge

Eine eigenverantwortliche finanzielle Zukunftsvorsorge wird für die Menschen angesichts zunehmend instabiler Arbeitsverhältnisse und aufbrechender familiärer Strukturen immer wichtiger. Durch regelmäßiges Sparen sorgt die breite Mehrheit unserer Kunden vor. Doch aufgrund der andauernden Niedrigzinsphase haben die Privatkunden in den letzten Jahren vom mittel- und langfristigen Bereich in den kurzfristigen Bereich (täglich fällig) umgeschichtet. 

Im Jahr 2018 flossen dadurch rund 7,0 Milliarden Euro aus mittel- und langfristigen Sparprodukten in täglich fällige Produkte. Der Bestand an mittel- und langfristigen Anlagen (Privatpersonen) bei Sparkassen beträgt 291,2 Milliarden Euro.

P2 Produkte zur Stärkung sozialer Eigenvorsorge Anzahl Volumen in €
Spareinlagen Privatpersonen 37.548.000 278.409.000.000
Eigenemissionen Privatpersonen n. e. 9.115.000.000
Termingelder Privatpersonen 71.800 3.634.000.000
Gesamt 37.619.800 291.158.000.000

Bericht an die Gesellschaft 2018

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