Kundenkredite (Nichtbanken) im Bestand der Sparkassen

Auf der Grundlage ihres öffentlichen bzw. gesellschaftlichen Auftrags ist es Kernaufgabe der Sparkassen, die Unternehmen, die Bevölkerung und die kommunalen Institutionen in ihrem Geschäftsgebiet mit Krediten zu versorgen.

Im Jahr 2024 hatten die Sparkassen Kundenkredite in Höhe von insgesamt 1.031 Milliarden Euro im Bestand, davon entfielen:

  • 41,2 Prozent bzw. 425 Milliarden Euro auf Kredite an Privatkunden und
  • 58,9 Prozent bzw. 606 Milliarden Euro auf Unternehmen und Selbstständige, öffentliche Haushalte und sonstige Kreditnehmer.

Sparkassen steuern ihre Aktivseite im Bewusstsein von Klima-, Umwelt- und sozialen Risiken. Sie werden das Risikomanagement für klimabedingte Risiken ausbauen und entwickeln Methoden zur Abschätzung der Klimaauswirkungen in ihren Kreditportfolios.

Aufschluss über die Verteilung des Kreditportfolios der Sparkassen auf Kundengruppen und Branchen gibt die nachfolgende Tabelle.

H8 Kreditgeschäft Nichtbanken (Sparkassen)
Sparkassen
Bestand in Mio. Euro
Anteil am
Bestand
Kredite an Unternehmen und Selbstständige nach Wirtschaftszweigen 
543.852
    52,8 %   
Land-/Forstwirtschaft, Fischerei, Aquakultur 
11.638
1,1 %   
Energie-/Wasserversorgung, Entsorgung, Bergbau und Gewinnung
von Steinen und Erden 
29.975
2,9 %   
Verarbeitendes Gewerbe 
37.205
3,6 %   
Davon: 
Chemische Industrie, Kokerei und Mineralölverarbeitung 
2.540
3,6 %   
Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren 
2.103
3,6 %   
Glasgewerbe, Herstellung von Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden 
1.369
3,6 %   
Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen 
7.472
3,6 %   
Maschinenbau; Fahrzeugbau; Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen 
7.940
3,6 %   
Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen 
3.716
3,6 %   
Holzgewerbe; Papier- und Druckgewerbe; Herstellung von Möbeln und
sonstigen Waren 
6.078
3,6 %   
Textil- und Bekleidungsgewerbe, Ledergewerbe 
845
3,6 %   
Ernährungsgewerbe; Tabakverarbeitung 
5.141
3,6 %   
Baugewerbe  
40.707
4,0 %   
Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 
38.860
3,8 %   
Verkehr und Lagerei/Nachrichtenübermittlung 
10.581
1,0 %   
Finanzierungsinstitutionen (ohne MFI) und Versicherungsunternehmen 
47.947
4,7 %   
Dienstleistungen (einschl. freier Berufe) 
326.939
31,7 %   
Davon: 
Wohnungsunternehmen 
111.405
31,7 %   
Beteiligungsgesellschaften 
19.196
31,7 %   
Sonstiges Grundstückswesen 
87.141
31,7 %   
Gastgewerbe 
12.812
31,7 %   
Information und Kommunikation, Forschung und Entwicklung, Interessenvertretungen, Verlagswesen, Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen 
52.688
31,7 %   
Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen (Unternehmen und freie Berufe) 
27.337
31,7 %   
Vermietung bewegl. Sachen 
3.177
31,7 %   
Sonstige Dienstleistungen 
13.185
31,7 %   
Nachrichtlich: Handwerkskredite 
32.085
   
Kredite an Privatpersonen 
424.838
    41,2 %   
Ratenkredite (ohne Kredite für den Wohnungsbau) 
27.698
2,7 %   
Nichtratenkredite (ohne Kredite für den Wohnungsbau) 
10.250
1,0 %   
Darunter: 
Debetsalden auf Lohn-, Gehalts-, Renten- und Pensionskonten 
2.645
1,0 %   
Kredite für den Wohnungsbau (einschl. Hypothekarkredite) 
386.890
37,5 %   
Davon: 
Hypothekarkredite auf Wohnungsgrundstücke 
258.734
37,5 %   
Sonstige Kredite für den Wohnungsbau 
128.156
37,5 %   
Kredite an öffentliche Haushalte und Sonstige Kreditnehmer 
62.191
    6,0 %   
Öffentliche Haushalte 
38.421
3,7 %   
Sonstige Kreditnehmer 
23.770
2,3 %   
Davon: 
Inländische Organisationen ohne Erwerbszweck 
6.343
2,3 %   
Ausländische Nichtbanken 
17.427
2,3 %   
Gesamt 
1.030.881

Finanzierung von Wohnungsbau und energetische Sanierung

Sparkassen nutzen ihre Stärke im Markt zur Förderung einer sozial ausbalancierten ökologischen Trans­formation. Sie begleiten ihre (Unternehmens-) Kundinnen und Kunden als aktive Partner bei der Umstellung auf eine klimaschonende und nachhaltige Wirtschaftsweise. Sie raten ihren Kundinnen und Kunden, bei Neu- oder Umbau von Immobilien oder betrieblichen Maßnahmen in klimafreundliche Technik zu investieren und dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen. Bei Finanzierungsangeboten setzen sie aktiv öffentliche Förderprogramme ein.

Die Verringerung des Energiebedarfs von Gebäuden ist ein Schwerpunkt der deutschen Klimaschutzpolitik. Sowohl im Bereich der Wohnimmobilien als auch in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden lassen sich durch die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien sowie durch energieeffiziente Neubauten erhebliche Potenziale zur Senkung der CO2-Emissionen erschließen, die zur Abschwächung des Klimawandels beitragen.

Als führender Partner für die Finanzierung von Wohnimmobilien engagieren sich die Sparkassen für ökologisch verträgliches Wohnen. Die Sparkassen-Finanzgruppe hat im Jahr 2024 Kredite in Höhe von annähernd 4,58 Milliarden Euro für energieeffizientes Sanieren und Bauen bereitgestellt, die über Förderbanken refinanziert wurden. Nähere Angaben zum Umfang dieses Engagements finden sich in der Segmentsberichterstattung zu dem Indikator P3 Kredite für ökologische Zwecke.
 

Kundenkredite (Nichtbanken) im Bestand der Landesbanken

Fünf Landesbanken sichern als Zentralbanken der Sparkassen deren Einbindung in überregionale und internationale kreditwirtschaftliche Beziehungen. Die Landesbanken hatten Ende 2024 Kundenkredite in Höhe von insgesamt 421,9 Milliarden Euro im Bestand, davon entfielen:

  • 16,6 Prozent bzw. 69,9 Milliarden Euro auf Kredite an öffentliche Haushalte/sonstige Kreditnehmer,
  • 41,0 Prozent bzw. 173,0 Milliarden Euro auf Kredite an Unternehmen und Selbstständige,
  • 31,6 Prozent bzw. 133,5 Milliarden Euro auf Kredite an Sonstige Kreditnehmer (inkl. ausländ. Kunden) sowie
  • 4,6 Prozent  bzw. rund 19,5 Milliarden Euro auf Kredite an private Kunden.

Einige Landesbanken haben Nachhaltigkeit als strategisches Geschäftsfeld definiert und verfügen über entsprechende Mechanismen sowie Kompetenzen bei der Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken in der Kreditvergabe.

Aufschluss über die Verteilung des Kreditportfolios der Landesbanken auf Kundengruppen und Branchen  gibt die nachfolgende Tabelle.

H8 Kreditgeschäft Nichtbanken (Landesbanken)
Landesbanken
Bestand in Mio. Euro
Anteil am
Bestand in Prozent
Kredite an Unternehmen und Selbstständige nach Wirtschaftszweigen 
200.019
    47,3 %   
Land-/Forstwirtschaft, Fischerei, Aquakultur 
2.006
0,5 %   
Energie-/Wasserversorgung, Entsorgung, Bergbau und Gewinnung
von Steinen und Erden 
25.278
6,0 %   
Verarbeitendes Gewerbe 
17.710
4,2 %   
Davon: 
Chemische Industrie, Kokerei und Mineralölverarbeitung 
2.069
4,2 %   
Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren 
833
4,2 %   
Glasgewerbe, Herstellung von Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden 
495
4,2 %   
Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen 
1.625
4,2 %   
Maschinenbau; Fahrzeugbau; Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen 
5.452
4,2 %   
Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen 
1.717
4,2 %   
Holzgewerbe; Papier- und Druckgewerbe; Herstellung von Möbeln und
sonstigen Waren 
2.194
4,2 %   
Textil- und Bekleidungsgewerbe, Ledergewerbe 
304
4,2 %   
Ernährungsgewerbe; Tabakverarbeitung 
3.023
4,2 %   
Baugewerbe  
3.441
0,8 %   
Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 
9.156
2,2 %   
Verkehr und Lagerei/Nachrichtenübermittlung 
8.962
2,1 %   
Finanzierungsinstitutionen (ohne MFI) und Versicherungsunternehmen 
36.076
8,5 %   
Dienstleistungen (einschl. freier Berufe) 
96.186
22,7 %   
Davon: 
Wohnungsunternehmen 
29.653
22,7 %   
Beteiligungsgesellschaften 
10.524
22,7 %   
Sonstiges Grundstückswesen 
33.020
22,7 %   
Gastgewerbe 
506
22,7 %   
Information und Kommunikation, Forschung und Entwicklung, Interessenvertretungen, Verlagswesen, Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen 
15.047
22,7 %   
Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen (Unternehmen und freie Berufe) 
4.302
22,7 %   
Vermietung bewegl. Sachen 
1.099
22,7 %   
Sonstige Dienstleistungen 
2.035
22,7 %   
Nachrichtlich: Handwerkskredite 
1.204
   
Kredite an Privatpersonen 
19.465
    4,6 %   
Ratenkredite (ohne Kredite für den Wohnungsbau) 
425
0,1 %   
Nichtratenkredite (ohne Kredite für den Wohnungsbau) 
2.347
0,6 %   
Darunter: 
Debetsalden auf Lohn-, Gehalts-, Renten- und Pensionskonten 
429
0,6 %   
Kredite für den Wohnungsbau (einschl. Hypothekarkredite) 
16.693
4,0 %   
Davon: 
Hypothekarkredite auf Wohnungsgrundstücke 
14.491
4,0 %   
Sonstige Kredite für den Wohnungsbau 
2.202
4,0 %   
Kredite an öffentliche Haushalte und Sonstige Kreditnehmer 
203.626
    48,1 %   
Öffentliche Haushalte 
69.852
16,5 %   
Sonstige Kreditnehmer 
133.774
31,6 %   
Davon: 
Inländische Organisationen ohne Erwerbszweck 
598
31,6 %   
Ausländische Nichtbanken 
133.175
31,6 %   
Gesamt 
423.110

Innovative Partner für nachhaltige Transformation der Wirtschaft

Im Rahmen der Verbundstrategie stellen die Verbundunternehmen den Sparkassen ihr umfassendes Know-how sowie ihre Expertise im Bereich Nachhaltigkeit zur Verfügung und engagieren sich so für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsleistung der gesamten Sparkassen-Finanzgruppe. Durch die gezielte Entwicklung grüner und nachhaltiger Produkte unterstützen sie darüber hinaus den Beitrag der Sparkassen-Finanzgruppe für die nachhaltige Transformation unserer Produktions- und Lebensweise.

S-ESG-Score – Nachhaltigkeitsrisiken in Branchen
Verteilung des Kreditbestands auf die Noten
S-ESG-Note % des untersuchten
Kreditbestands
A = sehr gering 6
B = gering 35
C = mittel 53
D = erhöht 5
E = hoch 0

*größtenteils Privatkunden

Kundenkreditgeschäft der Sparkassen-Finanzgruppe

Die Sparkassen-Finanzgruppe ist die größte kreditwirtschaftliche Gruppe Europas. Allein die 343 Sparkassen und fünf Landesbanken hatten im Jahr 2024 knapp 1,5 Billionen Euro Kundenkredite (Nichtbanken) im Bestand.

Die Sparkassen sind als Finanzdienstleister ein zentrales Element des regionalen Wirtschaftskreislaufs und arbeiten zum Wohle der Region. Ihre Wertschöpfung erbringen sie im Wesentlichen in ihrem Geschäftsgebiet und sie richten ihr Produktangebot an regionalen Bedürfnissen aus.

Die aktuell fünf Landesbank-Konzerne sind die regionalen Spitzeninstitute innerhalb der Sparkassen­orga­ni­sa­tion. Für ihre jeweiligen Bundesländer agieren die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die BayernLB, die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die NORD/LB und die SaarLB als Hausbank: Sie erfüllen bankmäßige Geschäfte und sind mit der Wirtschaftsförderung vor Ort betraut. Die Landesbank Berlin/Berliner Sparkasse agiert als regionale Universalbank mit öffentlichem Auftrag.

Die Nachhaltigkeitsleistungen der Verbundpartner sowie auch einzelner Sparkassen werden durch ESG-Ratingagenturen, wie beispielsweise ISS ESG, Sustainalytics oder MSCI, überprüft. Dabei erzielen einige Institute der Sparkassen-Finanzgruppe gute und zum Teil auch sehr gute Ergebnisse. Über die Nachhaltigkeitsratings berichten die Institute jeweils individuell.

Nachhaltigkeitsaspekte im Kundenkreditgeschäft

[Zuletzt keine Berichterstattung]

Ziele und Handlungsprogramm zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit im Kundenkreditgeschäft

[Zuletzt keine Berichterstattung]

Finanzierungsstandards in der Sparkassen-Finanzgruppe

Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft der Sparkassen

Die Steuerung von Nachhaltigkeitsaspekten im Aktivgeschäft erfolgt auf Ebene der einzelnen Sparkassen.
Sie überprüfen schrittweise Nachhaltigkeitsrisiken im Kundenkreditgeschäft und entwickeln ggf. Vorsorge­kriterien. Die entsprechende Berichterstattung erfolgt ebenfalls auf Ebene der Institute.

Landesbanken

[Zuletzt keine Berichterstattung]

Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)

Mit der Ende 2024 vom Vorstand verabschiedeten ESG-Strategie 2025+ legt die LBBW die strategische Ziel­richtung der nächsten Jahre entlang der Dimensionen Environment, Social und Governance fest.

Neben der Begleitung der Kunden im Rahmen der nachhaltigen Transformation wird eine aktive Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft durch die klimaneutrale Ausrichtung des LBBW-Geschäftsportfolios bis spätestens 2050 übernommen.

Die Konzernrisikostrategie, die den Rahmen für alle Aktivitäten im LBBW-Konzern vorgibt, definiert in Form übergreifender qualitativer Leitsätze auch zentrale ESG-relevante Anforderungen, z. B.:

  • Der LBBW-Konzern handelt im besten und langfristigen Interesse seiner Kunden und Stakeholder und möchte damit einen substanziellen gesellschaftlichen Beitrag leisten.
  • Nachhaltige Transformation ist einer der strategischen Hebel der LBBW. Bei Kundenfinanzierungen achten wir darauf, dass Nachhaltigkeitskriterien erfüllt werden. Wir möchten unsere Kunden bei der Transformation zu nachhaltigeren Geschäftsmodellen begleiten.
  • Im LBBW-Konzern werden bei der Kreditvergabe und Geldanlage ethische Aspekte wie Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Anti-Korruption berücksichtigt.
  • Projekte, welche erkennbar zu einer massiven Zerstörung der Umwelt und Natur beitragen und nicht gleichzeitig einen ökologischen Mehrwert erbringen, werden grundsätzlich nicht unterstützt.

Die LBBW bekennt sich zu der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, den Arbeitsnormen der International Labour Organization (ILO), dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und ist dem „UK Modern Slavery Act“ sowie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet. Neben der Orientierung an international anerkannten Standards verpflichtet sich die LBBW zudem durch ihre Mitgliedschaft im UN Global Compact, den UN Women Empowerment Principles und den UN Principles for Responsible Banking (UN PRB) zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung mit effektiven und transparenten Governance-Prozessen, dem Schutz internationaler Menschenrechte und der Vereinigungs­freiheit sowie zur Beseitigung von Diskriminierung. Die Einhaltung dieser Commitments im Geschäftsalltag wird durch verbindliche Richtlinien und Prüfprozesse gewährleistet. 

Aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien hat die LBBW Ausschlüsse definiert für Firmen, die Streumu­ni­tion, Antipersonenminen, biologische oder chemische Waffen produzieren oder Kohlekraftwerke oder -minen bauen. Finanzierungen im Zusammenhang mit Pornografie, kontroversen Formen des Glückspiels und Uranbergbauaktivitäten ohne ausreichende Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsstandards lehnt die LBBW ab. Für Engagements in ökologisch empfindlichen Sektoren sieht das Kreditregelwerk der LBBW darüber hinaus zusätzliche Prüfverfahren vor. So sind Finanzierungen in Land- und Forstwirtschaft in den Bereichen Soja, Palmöl, Baumwolle und Holzeinschlag, in Fischerei und Aquakultur sowie in Rinderzucht in Südamerika nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

BayernLB

Ausführliche Informationen sind über die Nachhaltigkeitsberichtserstattung der BayernLB einsehbar.

Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)

Die Helaba steht als starke Partnerin an der Seite der Kunden und unterstützt diese dabei, die natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen zu erhalten und langfristig erfolgreich zu wirtschaften. Im gesamten Konzern und in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit werden nachhaltige Produktlösungen angeboten, die die Aspekte Umwelt, Soziales und Governance (ESG) adressieren.

Anhand von sechs Key-Performance-Indikatoren steuert die Helaba die Erreichung der strategischen ESG-Ziele für eine nachhaltige Transformation.

  • KPI 1) Als Unterzeichnerin der Selbstverpflichtungserklärung der Sparkassen wird die Helaba ihren Eigenbetrieb klimaneutral gestalten und hat sich auf dem Weg dorthin das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bereits bis 2025 um 30 % gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 zu reduzieren.
  • KPI 2) Die Helaba unterstützt die Pariser Klimaziele und leistet insbesondere im Kerngeschäft einen relevanten Wirkungsbeitrag. Die Helaba hat sich das Ziel gesetzt, das nachhaltige Geschäftsvolumen im Bestand des Kreditgeschäfts bis 2025 auf 50 % steigern.
  • KPI 3) Die Helaba fördert Vielfalt und will die personelle Vielfalt im Konzern nutzen, um die Innovations- und Risikokultur zu verbessern. Das Ziel ist es, den Anteil von Frauen in Führungspositionen bis 2025 auf 30 % zu erhöhen. Der Frauenanteil in Nachwuchs- und Entwicklungsprogrammen soll auf 50 % anwachsen. 
  • KPI 4a) Die Mitarbeitenden sind einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Helaba. Pro Jahr werden jedem Mitarbeitenden durchschnittlich zwei Weiterbildungstage ermöglicht und eine Vielzahl von Trainings zu verschiedenen Themen in unterschiedlichen Formaten angeboten.
  • KPI 4b) Im Rahmen des Corporate Citizenships wird der Einsatz der Mitarbeitenden für ökologische und soziale Projekte unterstützt. Das Ziel ist es, die Social-Volunteering-Aktivitäten des Helaba-Konzerns gemeinsam mit den Mitarbeitenden bis zum Jahr 2025 auf 1.000 Tage pro Jahr auszuweiten.
  • KPI 5) Der Helaba-Konzern wird regelmäßig von Nachhaltigkeits-Ratingagenturen bewertet. Bei den für uns relevanten Nachhaltigkeits-Ratingagenturen ISS ESG, MSCI und Sustainalytics erreichen wir ein stabiles Rating im oberen weltweiten Branchendurchschnitt und im oberen Mittelfeld der jeweiligen Vergleichsgruppe.

Um nachhaltiges Geschäft zu identifizieren, definiert die Risikostrategie Nachhaltigkeitskriterien sowie Ausschlussbedingungen für die Kreditvergabe. Hierzu gehört die Vermeidung der wissentlichen Finanzierung von Unternehmen oder Projekten, die schwere ökologische oder soziale Schäden verursachen. Dazu führt die Helaba eine Nachhaltigkeitsprüfung im Kreditvergabeprozess durch und ist bestrebt, Nachhaltigkeitsrisiken, inklusive der durch den Klimawandel ausgelösten physischen und transitorischen Risiken, zu minimieren.

Im Rahmen des Neugeschäfts orientiert sich die Helaba an dem UN Global Compact, den Kernarbeitsnormen der ILO, den Leitsätzen der OECD für multinationale Unternehmen sowie den UN-Richtlinien für Unternehmen und Menschenrechte. Maßgeblich für die Identifikation, Messung und Steuerung des nachhaltigen Kredit­geschäfts ist das Sustainable Lending Framework der Helaba. Das Rahmenwerk beinhaltet ein umfassendes Kriterienset und eine gruppenweit einheitliche Methode, um nachhaltige Finanzierungen zu klassifizieren.

Auf den Weg zu einer ganzheitlichen Impact-Messung und -Steuerung erweitert das Sustainable Investment Framework (SIF) die Klassifikation nachhaltiger Geschäftsaktivitäten auch auf das Investmentgeschäft. Das SIF definiert neben allgemeineren Ausschlusskriterien im Bereich der Eigenanlage und des Asset Managements Mindeststandards für nachhaltige Investments in Übereinstimmung mit Artikel 8 der EU-Offenlegungs­ver­ord­nung für das Asset Management. Sie beinhalten die Einhaltung von Verfahrensweisen einer guten, ethisch verantwortlichen Unternehmensführung, die Berücksichtigung von ökologischen oder sozialen Merkmalen sowie einen positiven Nachhaltigkeitsbeitrag für einen Teil der Investitionen.

Das Limit-Framework ist ein mehrstufiges Gerüst von Obergrenzen (Limiten) in der Kreditvergabe des Helaba-Konzerns und dient der operativen Risikosteuerung. Im Hinblick auf das Adressenausfallrisiko wird das Limit-System zur Steuerung und Überwachung von ESG (transitorischen Risiken) weiterentwickelt. 

Um einen Beitrag zur Begrenzung des Klimawandels zu leisten, ermitteln wir finanzierte Treibhausgas­emis­sio­nen für das Kredit- und Investmentportfolio. Darauf aufbauend wurden sektorspezifische Reduktionspfade für das Kreditportfolio der Helaba im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel abgeleitet, konkrete Reduktionsziele defi­niert und entsprechende Maßnahmen entwickelt, beginnend mit dem Energieerzeugungs- und Immobilien­portfolio sowie den Sektoren Automobil, Stahl und Zement.

NORD/LB

Kundenkreditportfolio der NORD/LB
Das Kundenkreditportfolio im Obligo der Sparkasse belief sich zum 31.12.2024 auf insgesamt 86,6 Mrd. Euro. Der Anteil des Kreditportfolios im Bereich des Privat-& Geschäftskundensegments liegt bei 8 Prozent am Obli­go. Direkte Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsaspekte ergeben sich durch die Finanzierung von Wirtschafts­tätig­keiten. Der Geschäftsbereich Firmenkunden und Verbundgeschäft hat bei Krediten einen Anteil von 41 Prozent.

Eine besondere Expertise hat die Bank in den Branchen Ernährung, Agrar, Handel und Energiewirtschaft. Sie begleitet und unterstützt ihre Verbund-Sparkassen als Girozentralbank und Partner bei komplexen Finanzie­run­gen. Außerdem tritt die NORD/LB als Spezialfinanzierer in den Bereichen Leasing & Private Equity sowie im Kommunalkreditgeschäft auf.

Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken im Kundenkreditgeschäft
Die  Entwicklung der Verteilung von ESG-Risiken wird überwacht und  im  Rahmen des internen Managementreportings vierteljährlich an den Gesamtvorstand und jährlich an den Aufsichtsrat berichtet. Die Berichterstattung zu ESG-Risiken wurde zum Berichtsstichtag 31.12.2024 im Erweiterten Risikobericht des Konzerngeschäftsberichts integriert, der auch an den Gesamtvorstand und den Aufsichtsrat gerichtet ist.

ESG-Richtlinien im Kundenkreditgeschäft 
Die nachfolgenden Richtlinien zur Steuerung von ESG-Risiken im Kundenkreditgeschäft sind zentral in unseren Transformationsleitlinien beschrieben. Sie werden regelmäßig aktualisiert und werden auf unserer Webseite zur Verfügung gestellt.

Ziele und Handlungsprogramm zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit im Kundenkreditgeschäft
Das Ziel der NORD/LB ist es, ihr Kreditportfolio im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten und durch die Finanzierung der Transformation hin zu einer emissionsarmen und klimaresilienten Wirtschaft und Gesellschaft die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen sowie das 1,5-Grad-Ziel an­zu­streben. Die Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland, wie sie im Klimaschutzgesetz und im Klima­schutz­plan beschrieben sind, samt den jeweils gültigen Zwischenzielen sowie die Klimaneutralität bis 2045 sind dabei zentrale Orientierungspunkte. In diesem Zusammenhang entwickeln wir sukzessive unsere Sektordekabo­ni­sie­rungsstrategien weiter und passen die sektorspezifischen Dekarbonisierungsziele entsprechend an. Bei der Entwicklung unserer Transitionspfade orientieren wir uns an wissenschaftlichen Referenzpfaden wie z. B. den Net-Zero-2050-Klimapfaden der International Energy Agency.

SaarLB

Die SaarLB hat sich aufgrund ihrer regionalen Lage und der historisch gewachsenen Funktion als „Die deutsch-französische Bank“ mit Fokus auf ihre Regionalmärkte und das Mittelstandsgeschäft positioniert. Ihre Schwer­punkte sind das Firmenkunden- und Immobiliengeschäft, Projektfinanzierungen, die Betreuung der öffentlichen Hand/Kommunen, von Institutionellen sowie von Sparkassen im Verbundgeschäft.

Die SaarLB bekennt sich zu ihren Wurzeln und ihrer Wirtschaftsregion, begleitet aktiv die ESG-bezogene Weiterentwicklung sowie die damit verbundenen Transformationsprozesse traditioneller Wirtschaftszweige und leistet somit einen wichtigen Beitrag zu einer immer nachhaltigeren Wirtschaftsregion.

Als Spezialist für erneuerbare Energien unterstützt die SaarLB den Klimaschutz nachhaltig durch die Finan­zie­rung von Windkraft- und Photovoltaikprojekten. Die Finanzierung des Neubaus von Kern- und Kohlekraft­wer­ken, der Neuerschließung von Kohleabbaugebieten und die Finanzierung von Uranabbau schließt die SaarLB dagegen grundsätzlich genauso aus wie die Finanzierung besonders umweltschädlicher Abbaumethoden. Für ausgewählte Branchen mit erhöhten ESG-Risiken (z. B. Bergbau, Energie, Agrar, Chemie) verfügt die SaarLB über spezielle Branchenpolitiken.

LB Berlin

Angaben auf Basis der (Kredit-)Risikostrategie, zum Beispiel zu Limiten, Branchen, Ausschlüssen einzelner Geschäfte und anderen Vorgaben, die auf Nachhaltigkeit einzahlen. Wenn vorhanden, Darstellung der Finanzierungsstandards (z. B. Positivkriterien, Ausschlüsse) im Aktivgeschäft, inkl. Beschlusslage zur Verankerung und Kontrolle der Finanzierungsstandards in der Sparkassen-Finanzgruppe 

Deka-Gruppe

Adressenrisiko
Strategischer Rahmen und Verantwortlichkeiten
Die Kreditrisikostrategie der Deka-Gruppe leitet sich aus der Geschäftsstrategie und der übergreifenden Risikostrategie der Deka-Gruppe ab. Die Deka-Gruppe bekennt sich dabei zur nachhaltigen Unternehmens­führung und richtet ihr Kreditgeschäft entsprechend aus. Die Kreditrisikostrategie gibt den Handlungsrahmen für alle Geschäfte in der Deka-Gruppe vor, die mit Adressenrisiken behaftet sind, und konkretisiert die Risiko­kultur. Die Kreditrisikostrategie definiert insbesondere die Adressenrisiko-Grundsätze für Kredite im Sinne von § 19 Abs. 1 KWG und beschreibt die Adressenrisiken der Geschäftsfelder und Segmente einschließlich deren spezifischer Risikodeterminanten und einzuhaltender Mindeststandards. Des Weiteren definiert die Kredit­ri­si­ko­strategie die Abgrenzung der relevanten Kunden, Märkte, Produkte und Geschäftsarten in den einzelnen Segmenten, die Risikokonzentrationen gegenüber Einzeladressen (Klumpenrisiken) und den Umgang mit Klumpenrisiken sowie die Instrumente zur Steuerung der Adressenrisiken und damit verbundener Risikokonzentrationen.

Die Vorgaben der Kreditrisikostrategie sollen sicherstellen, dass Kredite nur an Kreditnehmer vergeben werden, die in der Lage sein werden, die Bedingungen des Kreditvertrags zu erfüllen, Kredite bei Bedarf durch ausreichende und angemessene Sicherheiten besichert werden und die Kreditvergabe im Einklang mit dem Risikoappetit der DekaBank steht. Dabei sind auch ESG-Risiken, das heißt Faktoren in Bezug auf Klima, Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Faktoren), zu berücksichtigen.

Über eine Negativliste werden zudem gemäß Kreditrisikostrategie unerwünschte Kreditgeschäfte, die Repu­ta­tions­risiken oder einen erhöhten Risikogehalt mit sich bringen könnten beziehungsweise nicht die definierten Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen, entsprechend ausgeschlossen. Die Kreditrisikostrategie ist bei sämt­lichen Kreditbeschlüssen, das heißt Limiteinrichtungen, -erhöhungen, und -prolongationen von Kreditnehmern beziehungsweise Kreditnehmereinheiten (ausgenommen Sanierungs- und Abwicklungsfälle) sowie bei nachträglichen Abweichungen von der Negativliste zu beachten.

Risikoüberwachung und Risikosteuerung der Adressenrisiken erfolgen nach einheitlichen Grundsätzen und unabhängig davon, ob diese aus Handels- oder Nicht-Handelsgeschäften resultieren.

Für das Kreditgeschäft erfolgt eine funktionale Trennung der Bereiche „Markt“ und „Marktfolge“ bis einschließ­lich Dezernentenebene. Bestimmte Aufgaben werden außerhalb des Bereichs „Markt“ wahrgenommen. Dazu zählen insbesondere die Überwachung der Risiken auf Kreditnehmer- und Portfolioebene, das Berichtswesen, die Überprüfung bestimmter Sicherheiten, die Entscheidung über die Risikovorsorge bei bedeutenden Enga­ge­ments sowie die Verantwortung, Festlegung, Überprüfung und Überwachung der Anwendung von Risiko­klassifizierungsverfahren und die Federführung bei der Intensivbetreuung und Problemkreditbearbeitung. Die Kompetenzen für die Kreditentscheidung richten sich nach dem Netto-Gesamtlimit und nach dem Bruttolimit beziehungsweise dem Bruttobetrag. In Abhängigkeit von Betrags- und Ratinggrenzen ist die Genehmigung des Vorstands und gegebenenfalls zusätzlich die Zustimmung des Risiko- und Kreditausschusses erforderlich.

Für weitergehende Informationen zu Dekarbonisierungshebeln im Kreditgeschäft siehe ESRS E1 – Klimawandel Bankgeschäftsfelder und Zentralbereich Treasury ab Seite 311 im Lagebericht des Deka-Gruppe Geschäfts­berichts 2024.

Verbundunternehmen

Angaben auf Basis der (Kredit-)Risikostrategie, zum Beispiel zu Limiten, Branchen, Ausschlüssen einzelner Geschäfte und anderen Vorgaben, die auf Nachhaltigkeit einzahlen. Wenn vorhanden, Darstellung der Finanzierungsstandards (z. B. Positivkriterien, Ausschlüsse) im Aktivgeschäft, inkl. Beschlusslage zur Verankerung und Kontrolle der Finanzierungsstandards in der Sparkassen-Finanzgruppe 

Anwendung übergeordneter Standards im Kundenkreditgeschäft

In Verbundunternehmen wie den Landesbanken und der DekaBank sind übergreifende Nachhaltigkeitsstan­dards und ergänzende institutsspezifische Leitplanken im Kreditgeschäft implementiert, auf deren Grundlage eine umfassende und systematische Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt.

In der nachfolgenden Übersicht sind die wesentlichen übergeordneten Nachhaltigkeitsrichtlinien zusammen­gefasst, die von den Verbundunternehmen angewendet werden (Stand 31.12.2024). Die Angaben werden nach Bedarf unterjährig aktualisiert.

Spezifische Leitplanken für das Kundenkreditgeschäft

[Zuletzt keine Berichterstattung]

Übersicht Nachhaltigkeitskriterien für das Kundenkreditgeschäft

[Zuletzt keine Berichterstattung]