Kundenkredite (Nichtbanken) im Bestand der Sparkassen
Auf der Grundlage ihres öffentlichen bzw. gesellschaftlichen Auftrags ist es Kernaufgabe der Sparkassen, die Unternehmen, die Bevölkerung und die kommunalen Institutionen in ihrem Geschäftsgebiet mit Krediten zu versorgen.
Im Jahr 2024 hatten die Sparkassen Kundenkredite in Höhe von insgesamt 1.031 Milliarden Euro im Bestand, davon entfielen:
- 41,2 Prozent bzw. 425 Milliarden Euro auf Kredite an Privatkunden und
- 58,9 Prozent bzw. 606 Milliarden Euro auf Unternehmen und Selbstständige, öffentliche Haushalte und sonstige Kreditnehmer.
Sparkassen steuern ihre Aktivseite im Bewusstsein von Klima-, Umwelt- und sozialen Risiken. Sie werden das Risikomanagement für klimabedingte Risiken ausbauen und entwickeln Methoden zur Abschätzung der Klimaauswirkungen in ihren Kreditportfolios.
Aufschluss über die Verteilung des Kreditportfolios der Sparkassen auf Kundengruppen und Branchen gibt die nachfolgende Tabelle.
Finanzierung von Wohnungsbau und energetische Sanierung
Sparkassen nutzen ihre Stärke im Markt zur Förderung einer sozial ausbalancierten ökologischen Transformation. Sie begleiten ihre (Unternehmens-) Kundinnen und Kunden als aktive Partner bei der Umstellung auf eine klimaschonende und nachhaltige Wirtschaftsweise. Sie raten ihren Kundinnen und Kunden, bei Neu- oder Umbau von Immobilien oder betrieblichen Maßnahmen in klimafreundliche Technik zu investieren und dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen. Bei Finanzierungsangeboten setzen sie aktiv öffentliche Förderprogramme ein.
Die Verringerung des Energiebedarfs von Gebäuden ist ein Schwerpunkt der deutschen Klimaschutzpolitik. Sowohl im Bereich der Wohnimmobilien als auch in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden lassen sich durch die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien sowie durch energieeffiziente Neubauten erhebliche Potenziale zur Senkung der CO2-Emissionen erschließen, die zur Abschwächung des Klimawandels beitragen.
Als führender Partner für die Finanzierung von Wohnimmobilien engagieren sich die Sparkassen für ökologisch verträgliches Wohnen. Die Sparkassen-Finanzgruppe hat im Jahr 2024 Kredite in Höhe von annähernd 4,58 Milliarden Euro für energieeffizientes Sanieren und Bauen bereitgestellt, die über Förderbanken refinanziert wurden. Nähere Angaben zum Umfang dieses Engagements finden sich in der Segmentsberichterstattung zu dem Indikator P3 Kredite für ökologische Zwecke.
Kundenkredite (Nichtbanken) im Bestand der Landesbanken
Fünf Landesbanken sichern als Zentralbanken der Sparkassen deren Einbindung in überregionale und internationale kreditwirtschaftliche Beziehungen. Die Landesbanken hatten Ende 2024 Kundenkredite in Höhe von insgesamt 421,9 Milliarden Euro im Bestand, davon entfielen:
- 16,6 Prozent bzw. 69,9 Milliarden Euro auf Kredite an öffentliche Haushalte/sonstige Kreditnehmer,
- 41,0 Prozent bzw. 173,0 Milliarden Euro auf Kredite an Unternehmen und Selbstständige,
- 31,6 Prozent bzw. 133,5 Milliarden Euro auf Kredite an Sonstige Kreditnehmer (inkl. ausländ. Kunden) sowie
- 4,6 Prozent bzw. rund 19,5 Milliarden Euro auf Kredite an private Kunden.
Einige Landesbanken haben Nachhaltigkeit als strategisches Geschäftsfeld definiert und verfügen über entsprechende Mechanismen sowie Kompetenzen bei der Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken in der Kreditvergabe.
Aufschluss über die Verteilung des Kreditportfolios der Landesbanken auf Kundengruppen und Branchen gibt die nachfolgende Tabelle.
Innovative Partner für nachhaltige Transformation der Wirtschaft
Im Rahmen der Verbundstrategie stellen die Verbundunternehmen den Sparkassen ihr umfassendes Know-how sowie ihre Expertise im Bereich Nachhaltigkeit zur Verfügung und engagieren sich so für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsleistung der gesamten Sparkassen-Finanzgruppe. Durch die gezielte Entwicklung grüner und nachhaltiger Produkte unterstützen sie darüber hinaus den Beitrag der Sparkassen-Finanzgruppe für die nachhaltige Transformation unserer Produktions- und Lebensweise.
*größtenteils Privatkunden
Kundenkreditgeschäft der Sparkassen-Finanzgruppe
Die Sparkassen-Finanzgruppe ist die größte kreditwirtschaftliche Gruppe Europas. Allein die 343 Sparkassen und fünf Landesbanken hatten im Jahr 2024 knapp 1,5 Billionen Euro Kundenkredite (Nichtbanken) im Bestand.
Die Sparkassen sind als Finanzdienstleister ein zentrales Element des regionalen Wirtschaftskreislaufs und arbeiten zum Wohle der Region. Ihre Wertschöpfung erbringen sie im Wesentlichen in ihrem Geschäftsgebiet und sie richten ihr Produktangebot an regionalen Bedürfnissen aus.
Die aktuell fünf Landesbank-Konzerne sind die regionalen Spitzeninstitute innerhalb der Sparkassenorganisation. Für ihre jeweiligen Bundesländer agieren die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die BayernLB, die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die NORD/LB und die SaarLB als Hausbank: Sie erfüllen bankmäßige Geschäfte und sind mit der Wirtschaftsförderung vor Ort betraut. Die Landesbank Berlin/Berliner Sparkasse agiert als regionale Universalbank mit öffentlichem Auftrag.
Die Nachhaltigkeitsleistungen der Verbundpartner sowie auch einzelner Sparkassen werden durch ESG-Ratingagenturen, wie beispielsweise ISS ESG, Sustainalytics oder MSCI, überprüft. Dabei erzielen einige Institute der Sparkassen-Finanzgruppe gute und zum Teil auch sehr gute Ergebnisse. Über die Nachhaltigkeitsratings berichten die Institute jeweils individuell.
Nachhaltigkeitsaspekte im Kundenkreditgeschäft
[Zuletzt keine Berichterstattung]
Ziele und Handlungsprogramm zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit im Kundenkreditgeschäft
[Zuletzt keine Berichterstattung]
Finanzierungsstandards in der Sparkassen-Finanzgruppe
Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft der Sparkassen
Die Steuerung von Nachhaltigkeitsaspekten im Aktivgeschäft erfolgt auf Ebene der einzelnen Sparkassen.
Sie überprüfen schrittweise Nachhaltigkeitsrisiken im Kundenkreditgeschäft und entwickeln ggf. Vorsorgekriterien. Die entsprechende Berichterstattung erfolgt ebenfalls auf Ebene der Institute.
Landesbanken
[Zuletzt keine Berichterstattung]
Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)
Mit der Ende 2024 vom Vorstand verabschiedeten ESG-Strategie 2025+ legt die LBBW die strategische Zielrichtung der nächsten Jahre entlang der Dimensionen Environment, Social und Governance fest.
Neben der Begleitung der Kunden im Rahmen der nachhaltigen Transformation wird eine aktive Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft durch die klimaneutrale Ausrichtung des LBBW-Geschäftsportfolios bis spätestens 2050 übernommen.
Die Konzernrisikostrategie, die den Rahmen für alle Aktivitäten im LBBW-Konzern vorgibt, definiert in Form übergreifender qualitativer Leitsätze auch zentrale ESG-relevante Anforderungen, z. B.:
- Der LBBW-Konzern handelt im besten und langfristigen Interesse seiner Kunden und Stakeholder und möchte damit einen substanziellen gesellschaftlichen Beitrag leisten.
- Nachhaltige Transformation ist einer der strategischen Hebel der LBBW. Bei Kundenfinanzierungen achten wir darauf, dass Nachhaltigkeitskriterien erfüllt werden. Wir möchten unsere Kunden bei der Transformation zu nachhaltigeren Geschäftsmodellen begleiten.
- Im LBBW-Konzern werden bei der Kreditvergabe und Geldanlage ethische Aspekte wie Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Anti-Korruption berücksichtigt.
- Projekte, welche erkennbar zu einer massiven Zerstörung der Umwelt und Natur beitragen und nicht gleichzeitig einen ökologischen Mehrwert erbringen, werden grundsätzlich nicht unterstützt.
Die LBBW bekennt sich zu der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, den Arbeitsnormen der International Labour Organization (ILO), dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und ist dem „UK Modern Slavery Act“ sowie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet. Neben der Orientierung an international anerkannten Standards verpflichtet sich die LBBW zudem durch ihre Mitgliedschaft im UN Global Compact, den UN Women Empowerment Principles und den UN Principles for Responsible Banking (UN PRB) zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung mit effektiven und transparenten Governance-Prozessen, dem Schutz internationaler Menschenrechte und der Vereinigungsfreiheit sowie zur Beseitigung von Diskriminierung. Die Einhaltung dieser Commitments im Geschäftsalltag wird durch verbindliche Richtlinien und Prüfprozesse gewährleistet.
Aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien hat die LBBW Ausschlüsse definiert für Firmen, die Streumunition, Antipersonenminen, biologische oder chemische Waffen produzieren oder Kohlekraftwerke oder -minen bauen. Finanzierungen im Zusammenhang mit Pornografie, kontroversen Formen des Glückspiels und Uranbergbauaktivitäten ohne ausreichende Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsstandards lehnt die LBBW ab. Für Engagements in ökologisch empfindlichen Sektoren sieht das Kreditregelwerk der LBBW darüber hinaus zusätzliche Prüfverfahren vor. So sind Finanzierungen in Land- und Forstwirtschaft in den Bereichen Soja, Palmöl, Baumwolle und Holzeinschlag, in Fischerei und Aquakultur sowie in Rinderzucht in Südamerika nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.
Weiterführende Informationen:
| L | LBBW Konzernnachhaltigkeitserklärung im Geschäftsbericht 2024 |
| L | LBBW Nachhaltigkeitsregelungen |
BayernLB
Ausführliche Informationen sind über die Nachhaltigkeitsberichtserstattung der BayernLB einsehbar.
| L | BayernLB Nachhaltigkeitsstandards Finanzierung |
| L | BayernLB Geschäftsbericht 2024 |
| L | BayernLB Leitplanken der Transformation |
Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)
Die Helaba steht als starke Partnerin an der Seite der Kunden und unterstützt diese dabei, die natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen zu erhalten und langfristig erfolgreich zu wirtschaften. Im gesamten Konzern und in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit werden nachhaltige Produktlösungen angeboten, die die Aspekte Umwelt, Soziales und Governance (ESG) adressieren.
Anhand von sechs Key-Performance-Indikatoren steuert die Helaba die Erreichung der strategischen ESG-Ziele für eine nachhaltige Transformation.
- KPI 1) Als Unterzeichnerin der Selbstverpflichtungserklärung der Sparkassen wird die Helaba ihren Eigenbetrieb klimaneutral gestalten und hat sich auf dem Weg dorthin das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bereits bis 2025 um 30 % gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 zu reduzieren.
- KPI 2) Die Helaba unterstützt die Pariser Klimaziele und leistet insbesondere im Kerngeschäft einen relevanten Wirkungsbeitrag. Die Helaba hat sich das Ziel gesetzt, das nachhaltige Geschäftsvolumen im Bestand des Kreditgeschäfts bis 2025 auf 50 % steigern.
- KPI 3) Die Helaba fördert Vielfalt und will die personelle Vielfalt im Konzern nutzen, um die Innovations- und Risikokultur zu verbessern. Das Ziel ist es, den Anteil von Frauen in Führungspositionen bis 2025 auf 30 % zu erhöhen. Der Frauenanteil in Nachwuchs- und Entwicklungsprogrammen soll auf 50 % anwachsen.
- KPI 4a) Die Mitarbeitenden sind einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Helaba. Pro Jahr werden jedem Mitarbeitenden durchschnittlich zwei Weiterbildungstage ermöglicht und eine Vielzahl von Trainings zu verschiedenen Themen in unterschiedlichen Formaten angeboten.
- KPI 4b) Im Rahmen des Corporate Citizenships wird der Einsatz der Mitarbeitenden für ökologische und soziale Projekte unterstützt. Das Ziel ist es, die Social-Volunteering-Aktivitäten des Helaba-Konzerns gemeinsam mit den Mitarbeitenden bis zum Jahr 2025 auf 1.000 Tage pro Jahr auszuweiten.
- KPI 5) Der Helaba-Konzern wird regelmäßig von Nachhaltigkeits-Ratingagenturen bewertet. Bei den für uns relevanten Nachhaltigkeits-Ratingagenturen ISS ESG, MSCI und Sustainalytics erreichen wir ein stabiles Rating im oberen weltweiten Branchendurchschnitt und im oberen Mittelfeld der jeweiligen Vergleichsgruppe.
Um nachhaltiges Geschäft zu identifizieren, definiert die Risikostrategie Nachhaltigkeitskriterien sowie Ausschlussbedingungen für die Kreditvergabe. Hierzu gehört die Vermeidung der wissentlichen Finanzierung von Unternehmen oder Projekten, die schwere ökologische oder soziale Schäden verursachen. Dazu führt die Helaba eine Nachhaltigkeitsprüfung im Kreditvergabeprozess durch und ist bestrebt, Nachhaltigkeitsrisiken, inklusive der durch den Klimawandel ausgelösten physischen und transitorischen Risiken, zu minimieren.
Im Rahmen des Neugeschäfts orientiert sich die Helaba an dem UN Global Compact, den Kernarbeitsnormen der ILO, den Leitsätzen der OECD für multinationale Unternehmen sowie den UN-Richtlinien für Unternehmen und Menschenrechte. Maßgeblich für die Identifikation, Messung und Steuerung des nachhaltigen Kreditgeschäfts ist das Sustainable Lending Framework der Helaba. Das Rahmenwerk beinhaltet ein umfassendes Kriterienset und eine gruppenweit einheitliche Methode, um nachhaltige Finanzierungen zu klassifizieren.
Auf den Weg zu einer ganzheitlichen Impact-Messung und -Steuerung erweitert das Sustainable Investment Framework (SIF) die Klassifikation nachhaltiger Geschäftsaktivitäten auch auf das Investmentgeschäft. Das SIF definiert neben allgemeineren Ausschlusskriterien im Bereich der Eigenanlage und des Asset Managements Mindeststandards für nachhaltige Investments in Übereinstimmung mit Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung für das Asset Management. Sie beinhalten die Einhaltung von Verfahrensweisen einer guten, ethisch verantwortlichen Unternehmensführung, die Berücksichtigung von ökologischen oder sozialen Merkmalen sowie einen positiven Nachhaltigkeitsbeitrag für einen Teil der Investitionen.
Das Limit-Framework ist ein mehrstufiges Gerüst von Obergrenzen (Limiten) in der Kreditvergabe des Helaba-Konzerns und dient der operativen Risikosteuerung. Im Hinblick auf das Adressenausfallrisiko wird das Limit-System zur Steuerung und Überwachung von ESG (transitorischen Risiken) weiterentwickelt.
Um einen Beitrag zur Begrenzung des Klimawandels zu leisten, ermitteln wir finanzierte Treibhausgasemissionen für das Kredit- und Investmentportfolio. Darauf aufbauend wurden sektorspezifische Reduktionspfade für das Kreditportfolio der Helaba im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel abgeleitet, konkrete Reduktionsziele definiert und entsprechende Maßnahmen entwickelt, beginnend mit dem Energieerzeugungs- und Immobilienportfolio sowie den Sektoren Automobil, Stahl und Zement.
Weiterführende Informationen:
| L | Nachhaltigkeit in der Kreditvergabe |
| L | Nachhaltigkeitsbericht CSRD 2024 ab Seite 65 |
| L | Webseite Helaba |
NORD/LB
Kundenkreditportfolio der NORD/LB
Das Kundenkreditportfolio im Obligo der Sparkasse belief sich zum 31.12.2024 auf insgesamt 86,6 Mrd. Euro. Der Anteil des Kreditportfolios im Bereich des Privat-& Geschäftskundensegments liegt bei 8 Prozent am Obligo. Direkte Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsaspekte ergeben sich durch die Finanzierung von Wirtschaftstätigkeiten. Der Geschäftsbereich Firmenkunden und Verbundgeschäft hat bei Krediten einen Anteil von 41 Prozent.
Eine besondere Expertise hat die Bank in den Branchen Ernährung, Agrar, Handel und Energiewirtschaft. Sie begleitet und unterstützt ihre Verbund-Sparkassen als Girozentralbank und Partner bei komplexen Finanzierungen. Außerdem tritt die NORD/LB als Spezialfinanzierer in den Bereichen Leasing & Private Equity sowie im Kommunalkreditgeschäft auf.
Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken im Kundenkreditgeschäft
Die Entwicklung der Verteilung von ESG-Risiken wird überwacht und im Rahmen des internen Managementreportings vierteljährlich an den Gesamtvorstand und jährlich an den Aufsichtsrat berichtet. Die Berichterstattung zu ESG-Risiken wurde zum Berichtsstichtag 31.12.2024 im Erweiterten Risikobericht des Konzerngeschäftsberichts integriert, der auch an den Gesamtvorstand und den Aufsichtsrat gerichtet ist.
ESG-Richtlinien im Kundenkreditgeschäft
Die nachfolgenden Richtlinien zur Steuerung von ESG-Risiken im Kundenkreditgeschäft sind zentral in unseren Transformationsleitlinien beschrieben. Sie werden regelmäßig aktualisiert und werden auf unserer Webseite zur Verfügung gestellt.
Ziele und Handlungsprogramm zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit im Kundenkreditgeschäft
Das Ziel der NORD/LB ist es, ihr Kreditportfolio im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten und durch die Finanzierung der Transformation hin zu einer emissionsarmen und klimaresilienten Wirtschaft und Gesellschaft die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen sowie das 1,5-Grad-Ziel anzustreben. Die Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland, wie sie im Klimaschutzgesetz und im Klimaschutzplan beschrieben sind, samt den jeweils gültigen Zwischenzielen sowie die Klimaneutralität bis 2045 sind dabei zentrale Orientierungspunkte. In diesem Zusammenhang entwickeln wir sukzessive unsere Sektordekabonisierungsstrategien weiter und passen die sektorspezifischen Dekarbonisierungsziele entsprechend an. Bei der Entwicklung unserer Transitionspfade orientieren wir uns an wissenschaftlichen Referenzpfaden wie z. B. den Net-Zero-2050-Klimapfaden der International Energy Agency.
Weiterführende Informationen:
- Zur Branchenaufteilung des Kundenkreditportfolios der NORD/LB vgl.: Konzerngeschäftsbericht 2024, S. 68
- Zu den finanzierten Emissionen vgl.: Konzerngeschäftsbericht 2024, S. 195, Tabelle 13
- Zu den Dekarbonisierungszielen ausgewählter Sektoren vgl.: ESG-Strategie der NORD/LB Gruppe, S. 18 ff.
- Zu ESG-Standards: ESG-Strategie der NORD/LB Gruppe, S. 11 ff.; Transformationsleitlinien der NORD/LB Gruppe, S 4 ff.
| L | NORD/LB Konzerngeschäftsbericht 2024 |
| L | ESG-Strategie der NORD/LB Gruppe |
| L | Transformationsleitlinien der NORD/LB Gruppe |
SaarLB
Die SaarLB hat sich aufgrund ihrer regionalen Lage und der historisch gewachsenen Funktion als „Die deutsch-französische Bank“ mit Fokus auf ihre Regionalmärkte und das Mittelstandsgeschäft positioniert. Ihre Schwerpunkte sind das Firmenkunden- und Immobiliengeschäft, Projektfinanzierungen, die Betreuung der öffentlichen Hand/Kommunen, von Institutionellen sowie von Sparkassen im Verbundgeschäft.
Die SaarLB bekennt sich zu ihren Wurzeln und ihrer Wirtschaftsregion, begleitet aktiv die ESG-bezogene Weiterentwicklung sowie die damit verbundenen Transformationsprozesse traditioneller Wirtschaftszweige und leistet somit einen wichtigen Beitrag zu einer immer nachhaltigeren Wirtschaftsregion.
Als Spezialist für erneuerbare Energien unterstützt die SaarLB den Klimaschutz nachhaltig durch die Finanzierung von Windkraft- und Photovoltaikprojekten. Die Finanzierung des Neubaus von Kern- und Kohlekraftwerken, der Neuerschließung von Kohleabbaugebieten und die Finanzierung von Uranabbau schließt die SaarLB dagegen grundsätzlich genauso aus wie die Finanzierung besonders umweltschädlicher Abbaumethoden. Für ausgewählte Branchen mit erhöhten ESG-Risiken (z. B. Bergbau, Energie, Agrar, Chemie) verfügt die SaarLB über spezielle Branchenpolitiken.
Weiterführende Informationen:
| L | SaarLB Nachhaltigkeitsstrategie |
| L | SaarLB Nachhaltigkeitsbericht |
LB Berlin
Angaben auf Basis der (Kredit-)Risikostrategie, zum Beispiel zu Limiten, Branchen, Ausschlüssen einzelner Geschäfte und anderen Vorgaben, die auf Nachhaltigkeit einzahlen. Wenn vorhanden, Darstellung der Finanzierungsstandards (z. B. Positivkriterien, Ausschlüsse) im Aktivgeschäft, inkl. Beschlusslage zur Verankerung und Kontrolle der Finanzierungsstandards in der Sparkassen-Finanzgruppe
Weiterführende Informationen:
Optional: Erfassung von Verlinkungen zu Dokumenten oder anderen relevanten Informationen, die Bezug zum vorstehenden Berichtstext haben und z. B. auf der Homepage veröffentlicht sind
Deka-Gruppe
Adressenrisiko
Strategischer Rahmen und Verantwortlichkeiten
Die Kreditrisikostrategie der Deka-Gruppe leitet sich aus der Geschäftsstrategie und der übergreifenden Risikostrategie der Deka-Gruppe ab. Die Deka-Gruppe bekennt sich dabei zur nachhaltigen Unternehmensführung und richtet ihr Kreditgeschäft entsprechend aus. Die Kreditrisikostrategie gibt den Handlungsrahmen für alle Geschäfte in der Deka-Gruppe vor, die mit Adressenrisiken behaftet sind, und konkretisiert die Risikokultur. Die Kreditrisikostrategie definiert insbesondere die Adressenrisiko-Grundsätze für Kredite im Sinne von § 19 Abs. 1 KWG und beschreibt die Adressenrisiken der Geschäftsfelder und Segmente einschließlich deren spezifischer Risikodeterminanten und einzuhaltender Mindeststandards. Des Weiteren definiert die Kreditrisikostrategie die Abgrenzung der relevanten Kunden, Märkte, Produkte und Geschäftsarten in den einzelnen Segmenten, die Risikokonzentrationen gegenüber Einzeladressen (Klumpenrisiken) und den Umgang mit Klumpenrisiken sowie die Instrumente zur Steuerung der Adressenrisiken und damit verbundener Risikokonzentrationen.
Die Vorgaben der Kreditrisikostrategie sollen sicherstellen, dass Kredite nur an Kreditnehmer vergeben werden, die in der Lage sein werden, die Bedingungen des Kreditvertrags zu erfüllen, Kredite bei Bedarf durch ausreichende und angemessene Sicherheiten besichert werden und die Kreditvergabe im Einklang mit dem Risikoappetit der DekaBank steht. Dabei sind auch ESG-Risiken, das heißt Faktoren in Bezug auf Klima, Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Faktoren), zu berücksichtigen.
Über eine Negativliste werden zudem gemäß Kreditrisikostrategie unerwünschte Kreditgeschäfte, die Reputationsrisiken oder einen erhöhten Risikogehalt mit sich bringen könnten beziehungsweise nicht die definierten Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen, entsprechend ausgeschlossen. Die Kreditrisikostrategie ist bei sämtlichen Kreditbeschlüssen, das heißt Limiteinrichtungen, -erhöhungen, und -prolongationen von Kreditnehmern beziehungsweise Kreditnehmereinheiten (ausgenommen Sanierungs- und Abwicklungsfälle) sowie bei nachträglichen Abweichungen von der Negativliste zu beachten.
Risikoüberwachung und Risikosteuerung der Adressenrisiken erfolgen nach einheitlichen Grundsätzen und unabhängig davon, ob diese aus Handels- oder Nicht-Handelsgeschäften resultieren.
Für das Kreditgeschäft erfolgt eine funktionale Trennung der Bereiche „Markt“ und „Marktfolge“ bis einschließlich Dezernentenebene. Bestimmte Aufgaben werden außerhalb des Bereichs „Markt“ wahrgenommen. Dazu zählen insbesondere die Überwachung der Risiken auf Kreditnehmer- und Portfolioebene, das Berichtswesen, die Überprüfung bestimmter Sicherheiten, die Entscheidung über die Risikovorsorge bei bedeutenden Engagements sowie die Verantwortung, Festlegung, Überprüfung und Überwachung der Anwendung von Risikoklassifizierungsverfahren und die Federführung bei der Intensivbetreuung und Problemkreditbearbeitung. Die Kompetenzen für die Kreditentscheidung richten sich nach dem Netto-Gesamtlimit und nach dem Bruttolimit beziehungsweise dem Bruttobetrag. In Abhängigkeit von Betrags- und Ratinggrenzen ist die Genehmigung des Vorstands und gegebenenfalls zusätzlich die Zustimmung des Risiko- und Kreditausschusses erforderlich.
Für weitergehende Informationen zu Dekarbonisierungshebeln im Kreditgeschäft siehe ESRS E1 – Klimawandel Bankgeschäftsfelder und Zentralbereich Treasury ab Seite 311 im Lagebericht des Deka-Gruppe Geschäftsberichts 2024.
Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte dem Risikobericht im Geschäftsbericht ab Seite 60.
| L | Deka-Gruppe Geschäftsbericht 2024 |
| L | Klimatransitionsplan der DekaBank |
Verbundunternehmen
Angaben auf Basis der (Kredit-)Risikostrategie, zum Beispiel zu Limiten, Branchen, Ausschlüssen einzelner Geschäfte und anderen Vorgaben, die auf Nachhaltigkeit einzahlen. Wenn vorhanden, Darstellung der Finanzierungsstandards (z. B. Positivkriterien, Ausschlüsse) im Aktivgeschäft, inkl. Beschlusslage zur Verankerung und Kontrolle der Finanzierungsstandards in der Sparkassen-Finanzgruppe
Weiterführende Informationen:
Optional: Erfassung von Verlinkungen zu Dokumenten oder anderen relevanten Informationen, die Bezug zum vorstehenden Berichtstext haben und z. B. auf der Homepage veröffentlicht sind
Anwendung übergeordneter Standards im Kundenkreditgeschäft
In Verbundunternehmen wie den Landesbanken und der DekaBank sind übergreifende Nachhaltigkeitsstandards und ergänzende institutsspezifische Leitplanken im Kreditgeschäft implementiert, auf deren Grundlage eine umfassende und systematische Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt.
In der nachfolgenden Übersicht sind die wesentlichen übergeordneten Nachhaltigkeitsrichtlinien zusammengefasst, die von den Verbundunternehmen angewendet werden (Stand 31.12.2024). Die Angaben werden nach Bedarf unterjährig aktualisiert.
Spezifische Leitplanken für das Kundenkreditgeschäft
[Zuletzt keine Berichterstattung]
Übersicht Nachhaltigkeitskriterien für das Kundenkreditgeschäft
[Zuletzt keine Berichterstattung]