Gesundheitsförderung – Vorbild für nachhaltigere Esskultur | DSGV - Bericht an die Gesellschaft
© senkaya www.istockphoto.com

Gesundheitsförderung

Vorbild für nachhaltigere Esskultur

Großer Erfolg für die Verantwortlichen im Mitarbeiter-Restaurant der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), ihre nachhaltige Küche kommt gut an – bei der Belegschaft ebenso wie bei vielen Experten für gesunde und regionale Esskultur.

Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) ist die älteste noch bestehende Sparkasse der Welt. Und sie ist, was gesellschaftliche Verantwortung und nachhaltiges Engagement betrifft, ganz vorne mit dabei. Im Rahmen ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achtet die LzO in ihrem Mitarbeiterrestaurant auf Nachhaltigkeit. Dort werden bewusst regionale und tierschutzgerechte Rohstoffe sowie Produkte aus fairem Handel und aus ökologischer Produktion eingesetzt. Unter den Hauptgerichten, die angeboten werden, ist immer eine vegetarische und eine vegane Variante verfügbar. Für besonders gesundheits- und fitnessbewusste Gäste gibt es dazu ein „essvital-fit im-job“-Gericht mit viel Gemüse und wenig Fleisch, schließlich spielt auch betriebliches Gesundheitsmanagement eine wichtige Rolle bei der LzO.

Die Oldenburger Sparkasse setzt auch im Mitarbeiterrestaurant auf regionale Vielfalt

Besonderer Wert wird auch auf den ökologischen Umgang mit den Ressourcen gelegt: So gibt es seit 2014 einen sogenannten Klimateller, wo bei der Auswahl der Zutaten und Zubereitung besonders auf die CO2-Ersparnis geachtet wird. Standzeiten der Gerichte an der Essenstheke werden bewusst kurz gehalten. Bleibt etwas über, wird es zeitnah wiederverwertet. Brötchen und Brot beispielsweise spendet die LzO regelmäßig an die Bahnhofsmission in Oldenburg.

„Wir nehmen die Nachhaltigkeit unseres Angebots sehr wichtig und sehen darin auch einen Aspekt unseres regionalen Engagements“, sagt Küchenleiter Ralf Fischer. Viele der Lieferanten stammen aus der Region. Die Milch kommt zum Beispiel von einem Oldenburger Milchhof, das Rindfleisch aus der Wesermarsch, die Bratwurst von „Bunten Bentheimer“-Schweinen, einer regionalen Rasse, die seit einiger Zeit wieder gezielt gezüchtet wird: „Damit unterstützen wir die regionale Vielfalt“, sagt Fischer.

Teil eines regionalen Netzwerks für besseres Essen

Nachhaltigkeit in der betrieblichen Küche umzusetzen, das verlangt eine ganz besondere Sorgfalt. So müssen beispielsweise Großhändler gefunden werden, die sowohl die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen als auch den Anforderungen eines Großverbrauchers genügen können, sagt Fischer. Viele Lieferanten der LzO gehören zum Netzwerk „Nordwest is(s)t besser“. Hier haben sich Produzenten, Weiterverarbeiter und Händler der Region zusammengeschlossen, um die Herstellung und Vermarktung regionaler Produkte im Groß- und Einzelhandel zu verbessern.

Für dieses Engagement wurde die LzO auch schon ausgezeichnet: Beim Wettbewerb „Betriebliche Esskultur 3.0 – nachhaltig gut essen“ wurde sie vom damaligen niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer als ein „Leuchtturmprojekt“ der Betriebsgastronomie in Niedersachsen gewürdigt. Die Gemeinschaftsgastronomie spiele eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Ernährungsverhaltens, unterstrich Meyer: „Immer mehr Menschen essen außer Haus, aber sie wollen gut – und das heißt für mich nachhaltig gut – essen.“ Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. hat die hohe Qualität im Mitarbeiterrestaurant der LzO bestätigt und ihr dafür im Jahr 2011 das JOB&FIT – PREMIUM – Zertifikat verliehen.

16.1. Gesundheitsförderung und -prävention

H18 Gesundheitsförderung und -prävention (Sparkassen) Status
Organisatorische Verankerung der Gesundheitsförderung Umsetzung auf Institutsebene
Betriebsärztliche Betreuung Umsetzung auf Institutsebene
Betriebssportangebote Umsetzung auf Institutsebene
Arbeitsplätze mit ergonomischer Ausstattung Umsetzung auf Institutsebene
Kantine mit biologischem und vegetarischem Angebot Umsetzung auf Institutsebene
Fortbildungen zu Gesundheitsthemen und Prävention Umsetzung auf Institutsebene
  • 5,3 %Krankheitsbedingte Abwesenheitsquote

Bericht an die Gesellschaft 2017

Haltung