Mit bundesweit 376 Instituten*, rund 13.000 Geschäftsstellen und knapp 205.000 Beschäftigten sind Sparkassen in ganz Deutschland vertreten. Gemeinsam mit den Verbundpartnern innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe stellen sie ein flächendeckendes kreditwirtschaftliches Angebot für alle Teile der Bevölkerung und der Wirtschaft sicher.

Als öffentlich-rechtliche und gemeinwohlorienierte Säule der deutschen Finanzwirtschaft bekennt sich die Sparkassen-Finanzgruppe zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) sowie zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens von 2015. Als führender Finanzpartner der Menschen und Wirtschaft  in den Regionen leistet sie einen substanziellen Beitrag zur Weiterentwicklung Deutschlands zu einem führenden Standort für nachhaltige Finanzwirtschaft.

Aus ihrem Geschäftsmodell heraus verbindet die Sparkassen-Finanzgruppe seit jeher wirtschaftlichen Erfolg mit Aspekten wie Nachhaltigkeit, Gemeinwohlorientierung oder der Förderung der Region. Sie ist damit ein lebendiger Teil von „Sustainable Finance“ in Deutschland.

Globales Wachstum braucht regionale Stabilität. Die Sparkassen-Idee verknüpft beides auf nachhaltige Weise – und findet international immer größere Resonanz. Die Deutsche Sparkassenstiftung für internationale Kooperation fördert das Sparkassen-Erfolgsmodell in vielen Ländern der Welt.

Die Globalisierung lässt die Welt näher zusammenrücken – und gleichzeitig wächst auch die Bedeutung stabiler regionaler und dezentraler Strukturen. Gerade im Zuge der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, dass finanzielle Dienstleistungen schnell und zuverlässig vor Ort angeboten werden und viele Menschen erreichen können.

Beispiele dafür lassen sich nicht nur in Deutschland finden, sondern auch in vielen anderen Ländern. In Italien beispielsweise konnte die nationale Sparkassenstiftung ACRI schon zum Beginn der Pandemie rund 130 Millionen Euro an Finanzhilfen für gemeinnützige Organisationen und das Gesundheitswesen bereitstellen. Dass diese finanziellen Mittel vergleichsweise schnell und effizient eingesetzt werden konnten, verdankte sich auch der regionalen Kompetenz italienischer Sparkassen, die in den vergangenen Jahren in vielen Krisen und Naturkatastrophen gefordert waren. Auch in zahlreichen Schwellen- und Entwicklungsländern haben regionale Finanzinstitute eine wichtige Rolle gespielt, weil sie es möglich machten, finanzielle Hilfen dort auszuzahlen, wo sie benötigt wurden.

Globale Stabilität gelingt besser, wenn überall in der Welt stabile Strukturen existieren – gerade auch auf regionaler Ebene. Über „Local Banking“ lassen sich finanzielle Teilhabe organisieren, Wachstum und Stabilität ermöglichen sowie Armut- und Fluchtursachen bekämpfen.

Einen wichtigen Beitrag zum Aufbau verbindender globaler Strukturen leistet seit vielen Jahren die Deutsche Sparkassenstiftung für internationale Kooperation: Als entwicklungspolitische Einrichtung der Sparkassen-Finanzgruppe trägt sie das Erfolgsmodell Sparkasse über regionale Grenzen hinaus in die Welt.

Die Projekte, die von der Stiftung gefördert werden, sind vielseitig und setzen vor allem auf die Stärkung lokaler Ressourcen. In Afrika beispielsweise unterstützt die Stiftung den Aufbau von Mikrofinanzierungsangeboten im ländlichen Raum. Der Zugang zu niedrigschwelligen Finanzierungsmöglichkeiten und die Förderung selbst organisierter Spargruppen ist eine wichtige Grundlage für finanzielle Inklusion, auch in entlegenen Regionen.

Ein anderer Schwerpunkt lag in den vergangenen Jahren im Aufbau von Finanzstrukturen für Migrantinnen und Migranten. In vielen Ländern der Welt leben Menschen, die vor Krieg, Naturkatastrophen oder Armut auf der Flucht sind. Ihnen bieten sich oft nur eingeschränkte Zugangsmöglichkeiten zu den Finanzsystemen in den Fluchtländern. Hier setzen verschiedene Projekte der Deutschen Sparkassenstiftung für internationale Kooperation an: In der Türkei unterstützt sie gemeinsam mit der „Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)“ wirtschaftliche Förderprogramme für Flüchtlinge aus Syrien. In Kolumbien und Peru wirkt sie mit am Aufbau von Finanzdienstleistungen und Finanzbildung für venezolanische Migrantinnen und Migranten. In Ghana wiederum stärkt sie regionale Förderangebote für Menschen, die aus Europa in die Heimat zurückkehren.

Eine wichtige Facette ist außerdem das Personalförderprogramm, dass die Sparkassenstiftung gemeinsam mit dem Förderkolleg der „Stiftung für die Wissenschaft“ aufgelegt hat. Im Rahmen dieses Programms werden junge Sparkassentalente in ausgewählte Projektländer entsandt, um dort ihr Wissen in den Aufbau von stabilen Finanzstrukturen einzubringen und internationale Erfahrungen zu sammeln. Fünf bis zehn Stipendien werden pro Jahr vergeben. Startschuss für dieses Programm war im Jahr 2014. Seither sind über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe ins Ausland gegangen. Corona hat das Projekt im vergangenen Jahr zwar ausgebremst, Neuauflagen sind für die kommenden Jahre aber bereits fest eingeplant.