Ganz nah am Puls der Stadtteile – Beteiligung | DSGV - Bericht an die Gesellschaft

Beteiligung

Ganz nah am Puls der Stadtteile

Kundenbeiräte gestalten vielerorts das lokale Engagement der Sparkassen mit. Im Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern stärkt zum Beispiel die Hamburger Sparkasse den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ihre regionale Verankerung in der Hansestadt.

Regionales Engagement und lokale Verankerung sind traditionelle Werte der Sparkassen. Wie aber lassen sich diese Werte angesichts der aktuellen demografischen Entwicklung oder rasanter gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen auf die Anforderungen des 21. Jahrhunderts hin ausrichten? Die Hamburger Sparkasse hat sich dieser Frage angenommen und erste Antworten für sich gefunden.

Zu ihrem 188. Gründungstag im Jahr 2015 initiierte die Haspa ein neues Modell, um den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern der Hansestadt zu intensivieren, ihre lokale Verankerung zu stärken und ihr regionales Engagement noch gezielter an den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen auszurichten. In den 28 Regionen des Geschäftsgebiets hat sie Kundenbeiräte etabliert, die ein möglichst breites Spektrum engagierter Bürgerinnen und Bürger repräsentieren.

Den Haspa-Kundenbeiräten gehören Privatpersonen an, aber auch Menschen, die von Berufs oder Amts wegen mit der Entwicklung von Stadtteilen und Quartieren in Hamburg befasst sind: Hand­werker, Schuldirektoren, Vereinsvorsitzende, Pastoren, Apotheker und Firmeninhaber. Sie können und sollen von der Basis her beurteilen, welche Entwicklungstendenzen in ihrem unmittelbaren Umfeld zu beobachten sind, welche konkreten Handlungsbedarfe in der Bevölkerung artikuliert werden und welche Erwartungen an das Engagement der Haspa damit verbunden sind. Damit bekommt die Haspa einen noch genaueren Einblick in das, was die Menschen ihres Geschäfts­gebiets tatsächlich bewegt, kann zielgenauer unterstützen und das gesellschaftliche Miteinander positiv gestalten helfen. Neben den lokalen Beiräten wurde zusätzlich ein „Zentraler Beirat“ ins Leben gerufen, der sich aus zentral betreuten Unternehmens- und Immobilienkunden sowie Kunden des Private Bankings zusammensetzt. Insgesamt sind rund 400 Menschen in den Kundenbeiräten der Haspa aktiv.

„Die Kundenbeiräte geben unserer gesamten Arbeit wichtige Impulse“, erläutert Haspa-Vorstandssprecher Dr. Harald Vogelsang die Bedeutung des von allen positiv aufgenommenen Dialog­modells für das Institut. „Gemeinsames Ziel ist es, die Entwicklung in den Stadtteilen voranzutreiben und den Beitrag der Haspa dazu effizienter zu gestalten. Dabei reicht die Bandbreite der angeregten Initiativen und Aktivitäten von der Verschönerung des Stadtteils über die Förderung von Integration und Bildungsprojekten bis hin zur Entwicklung neuer, nachhaltiger Produkte.“ Die Kunden­beiräte ermög­lichen der Haspa, noch näher an den Bedürfnissen und Interessen von Kunden, Mitarbeitern und Anspruchs­gruppen zu sein: „Wir sind so dezentral und so nah am Kunden wie noch nie“, formuliert Vogelsang die neue Qualität des Haspa-Dialogs.

Das Modell der Kundenbeiräte passt hervorragend zum neuen Filialkonzept, bei dem die Filialen der Haspa zu attraktiven Treffpunkten für die Menschen entwickelt werden – zu Orten, an denen Kunden aus der Nachbarschaft eine Anlaufstelle haben, gemeinnützige Organisa­tionen sich und ihre Ziele präsentieren, Dienstleistungen und Hilfen für den Alltag angeboten werden. Das, was die Menschen im Stadtteil interessiert und bewegt, findet in der Filiale statt – so lautet die Formel für die Haspa-Filiale der Zukunft.

12.1. Einbindung von lokalen Gemeinschaften

Die Sparkassen ebenso wie die Mehrzahl ihrer Mitarbeiter sind in der Region verwurzelt. Als kommunal verankertes Kreditinstitut führen wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit und unseres gesellschaftlichen Engagements einen kontinuierlichen Austausch mit unseren Kunden und Trägern, der Wirtschaft, den gesellschaftlichen Institutionen und den Bürgerinnen und Bürgern in der Region.

12.2. Unsere Anspruchsgruppen

v Kunden
v Geschäftspartner
v Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
v Träger (Verwaltungsrat, kommunalpolitische Entscheider)
v Institutionen (Wirtschaft, Behörden, Presse und Wissenschaft)
v Zivilgesellschaftliche Akteure, Nichtregierungsorganisationen
v Breite Öffentlichkeit (Bürgerinnen und Bürger)

Bericht an die Gesellschaft 2016

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